Indikationen

Erkältung - Alle Jahre wieder...

Im Herbst, wenn die Tage kürzer, die Spätnachmittage kühler werden und die Natur sich auf den kommenden Winter einstellt, braucht auch unsere Gesundheit besonders viel Zuwendung.

Für die nächsten Tage sagen die Wetterfrösche 14 Grad vorher, am Wochenende sollen es sogar nur noch um die zehn Grad werden - begleitet von fiesem Regen. Genau die richtige Ausgangslage für eine ordentliche Erkältung mit all ihren unangenehmen Begleiterscheinungen und Einschränkungen.

Aber was genau steckt eigentlich dahinter?

Die Erreger, die uns mit unschöner Regelmäßigkeit Husten, Schnupfen und Heiserkeit bescheren, gehören zu den Viren und zwar im Frühling, Sommer und Herbst in der Regel zur Gruppe der Rhinoviren, im Spätherbst und Winter dagegen meist zu den RS- (=respiratory syncytial) oder den Influenza-Viren. Letztere sind die Erreger der "echten Grippe". Diese winzigen Eindringlinge brauchen für ihre Vermehrung lebende Zellen, oft sogar einen ganz bestimmten Zelltyp, in denen sie nach dem Eindringen ihre DNA oder RNA -also ihre Erbinformation- freisetzen können. Sie übernehmen dann die Kontrolle über einen Teil des Stoffwechsels der befallenen Zelle und bringen diese so dazu, neue Viruspartikel herzustellen. Die so entstehenden neuen Viren attackieren Nachbarzellen und so breitet sich die Infektion weiter aus.

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5 Fakten über Cellulite

Viele Frauen kennen es zu gut. Früher oder später zeigen sie sich – die kleinen Grübchen an Po und Beinen. Wie kommt das eigentlich oder besser gesagt: Was kann Frau dagegen tun?
Für die meisten Frauen ist Cellulite einer der nervigsten Schönheitsfehler und rangiert in der Hitliste der tagtäglichen Ärgernisse beim Blick in den Spiegel weit vor den Krähenfüssen im Augenwinkel und den unabwendbar sprießenden Haaren auf den Beinen.

Welche Faktoren stimulieren das Entstehen von Cellulite?
Die Ursachen können vielfältig sein: Hormonschwankungen, zu viel Zucker und Fett in der Nahrung, schlechte Blut- und Lymphzirkulation oder zu wenig Bewegung. Außerdem können es folgende Faktoren noch verschlimmern: langes Stehen, Wärme (Sauna), enge Kleidung und Stress.

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Krebserkrankungen

Jeden Tag verändern sich einzelne Zellen im Körper so, dass sie ihre ursprüngliche Funktion nicht mehr ausüben können. Dieser Vorgang ist ganz normal. Das Immunsystem erkennt diese entarteten Zellen und vernichtet sie. Ist die körpereigene Abwehr geschwächt, werden die sogenannten Mutanten nicht schnell genug entfernt. Sie haben dann Gelegenheit, sich zu teilen und zu vermehren. Auf diese Weise können Krebserkrankungen entstehen. Die Behandlung mit Chemotherapie und Bestrahlungen ist leider noch immer in vielen Fällen mit starken Nebenwirkungen verbunden. Dazu gehören Übelkeit, Schleimhaut- und Verdauungsprobleme, Gewichtsverlust, allgemeines Schwächegefühl und Haarausfall. Nicht zu vergessen die psychische Belastung, die die körpereigenen Kräfte zur Genesung deutlich herabsetzt.

In Übereinstimmung mit Leitzmann, C. et al. Ernährung in Prävention und Therapie empfiehlt sich folgende Nahrungsergänzung:
Ein Multi-Vitamin / Multi-Mineralstoff Präparat zur Grundversorgung des Organismus mit allen notwendigen Mikronährstoffen bei Tumorkachexie (Appetitlosigkeit durch Tumor bzw. Therapie).
Antioxidantien wie Traubenkernextrakt (OPC), Bioflavonoide, Vitamin E, C und Beta-Karotin hochdosiert.
Myzel des Shiitake-Pilzes (MIC3) zur Stärkung des Immunsystems.
Essentielle Aminosäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren bei Aversion gegen tierische Speisen während den Therapien.

Darüber hinaus sind zur Vorbeugung folgende Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen:

L-Glutathion
L-Glutathion basiert auf den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin. Es ist ein starkes Antioxidans und gilt als wirksamer Immunstärker.

Ballaststoffe wie Flohsamen
Der regelmäßige Verzehr von Ballaststoffen ist für die Gesundheit des Darmtraktes von entscheidender Bedeutung. Das angesehene American Cancer Institute der USA empfiehlt 20-35 g Ballaststoffe in der täglichen Ernährung. Diese helfen dem Darm, Giftstoffe und schädliche Stoffwechselabbauprodukte schnell auszuscheiden, indem die Geschwindigkeit, in der der Speisebrei den Darmtrakt passiert, erhöht wird. Dies vermindert wesentlich das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Darüber hinaus halten Ballaststoffe die Darmflora gesund, die in der Verdauung und für die Immunabwehr eine wesentliche Rolle spielt.

Beta-1,3-Glucan
Eine Vielzahl von Studien belegt die immunsteigernde Wirkung von Beta-1,3-Glucan. So aktiviert es die Makrophagen und Leukozyten, die im Immunsystem an vorderster Front stehen. Sie können Tumorzellen identifizieren und bekämpfen, Rückstände durch Schädigungen freier Radikale beseitigen und körperfremde Eindringlinge bekämpfen. Beta-1,3-Glucan verzögert die Hautalterung, indem es die Langerhans-Zellen in der Haut stimuliert, wodurch diese Viren, Bakterien und zellfremdes Material in der Haut verstärkt "fressen" und damit neutralisieren können. Es senkt darüber hinaus nachweislich den Spiegel des "schlechten" Cholesterins LDL im Blut um bis zu 8% und erhöht das gute Cholesterin HDL um bis zu 16%.

Selen
In der Ärztezeitung vom November 2001 wurde darüber hinaus darauf hingewiesen, dass Selen "die unerwünschten Wirkungen von Chemo- und Strahlentherapie senken und der Neubildung von Tumorgewebe entgegenwirken kann". Diese Beobachtungen wurden an Patientinnen mit Unterleibskrebs gemacht, die Selen in Form von Natriumselenit erhielten. Um die Wirksamkeit zu erhalten, soll Natriumselenit unabhängig von Vitamin C eingenommen werden.
Beachtenswert ist außerdem, dass laut Dr. Jens Büntzel vom Zentralklinikum in Suhl nur einer von zehn Tumorpatienten über genug Selen im Blut verfügt. Bei Selenmangel ist die Aktivität körpereigener Entgiftungssysteme vermindert.

Studien: Morphin beschleunigt das Tumorwachstum.

Es gibt immer mehr Hinweise, dass opiathaltige Schmerzmittel wie Morphin das Wachstum und die Ausbreitung von Krebs fördern. Zwei neue Studien unterstützen diese These. Sie zeigen, dass Lungenkrebszellen sowohl in der Zellkultur als auch im lebenden Organismus langsamer wachsen und sich weniger aggressiv ausbreiten, wenn die Opiatwirkung geblockt wird. Beide Arbeiten wurden am 18. November 2009 beim internationalen Krebskongress "Molecular Targets and Cancer Therapeutics" in Boston vorgestellt.
Die Annahme, dass Opiate Tumore aggressiver machen, fußt auf einer Reihe einzelner Studien. Mehreren Forscherteams war aufgefallen, dass Krebspatienten länger überlebten oder seltener Rückfälle bekamen, wenn Sie andere Schmerzmittel bekamen, oder mit Medikamenten behandelt wurden, welche die Opiatwirkung selektiv unterdrücken.
Die Forscher nehmen an, dass zumindest ein Teil des Krebswachstums über die Morphin-Bindungsstellen vermittelt wird.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

Krampfadern und Besenreißer

Krampfadern gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in Deutschland. Verschiedenen Studien zu Folge weisen 50 bis 80 % der Deutschen Venenveränderungen unterschiedlicher Ausprägung auf.

Krampfadern, auch Varizen (lat. varix = Knoten), sind erweiterte, oft geschlängelte, oberflächlich liegende Venen. Durch ihre starke Erweiterung und ihre schlussunfähig gewordenen Klappen wird der Transport des Blutes von den Füßen zum Herzen gestört. Sie entstehen zum einen auf der Basis einer angeborenen Bindegewebsschwäche, die zu einer Störung der Funktion der Venenklappen führt (primäres Krampfaderleiden), wobei zusätzlich begünstigende Faktoren wie Stehberufe, Bewegungsmangel, Schwangerschaft und Übergewicht wirken.
Zum anderen können Krampfadern durch eine Abflussbehinderung im tiefen Venensystem, z.B. bei Thrombosen oder Tumoren, hervorgerufen werden (sekundäres Krampfaderleiden).

Bei fortgeschrittener Erkrankung leiden die betroffenen Patienten unter verschiedenen Symptomen wie Schweregefühl der Beine, nächtlichen Wadenkrämpfen, Schwellungen der Beine besonders im Knöchelbereich und Hautverfärbungen. Häufig werden die bläulichen, oberflächlich gelegenen Krampfadern unter der Haut sichtbar und führen zu kosmetischen Beeinträchtigungen.
Krampfadern neigen auf Grund ihrer starken Erweiterung und der im Verhältnis zu Arterien dünnen Venenwand dazu zu platzen und führen so mitunter zu starken Blutungen. Darüber hinaus kann das sich in den Krampfadern nur langsam bewegende Blut gerinnen und eine Verstopfung der oberflächlichen Venen mit Blutgerinnseln (=Thrombose) oder eine oberflächliche Venenentzündung (=Varikophlebitis) hervorrufen.
In Abhängigkeit davon, welche Venen von der krankhaften Erweiterung betroffen sind, werden drei Formen der Krampfadern unterschieden:

Stammvarizen
Bei der Stammvarikose kommt es zu einer Erweiterung der beiden Hauptvenen (=Stammvenen) des oberflächlichen Systems des Beins, der Vena saphena magna, auch große Rosenvene genannt, und der Vena saphena parva, auch kleine Rosenvene genannt. Sichtbar werden die Krampfadern entsprechend ihrer anatomischen Lage an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel. Stammkrampfadern bilden mit etwa 85 % die häufigste Form der Krampfadern.

Seitenastvarizen
Unter einer Seitenastvarikose wird die krankhafte Erweiterung von bestimmten Seitenästen der beiden Stammvenen des oberflächlichen Venensystems verstanden. Häufiger sind die Seitenäste im Bereich der Vena saphena magna betroffen. In vielen Fällen geht eine Seitenastvarikose gleichzeitig mit einer Stammvarikose einher. Seitenastkrampfadern werden ebenfalls an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel sichtbar.

Besenreiser- und retikuläre Varizen
Diese beiden Formen betreffen kleine Gefäße in der Haut, die einen Durchmesser von weniger als einem Millimeter haben. Die retikulären Krampfadern (lat. reticularis = netzförmig) sind netzförmig angeordnet. Die so genannten Besenreiserkrampfadern weisen häufig eine birkenreisartige Anordnung auf. Besenreiser- und retikuläre Krampfadern treten vor allem an der Außenseite der Ober- und Unterschenkel und an der Innenseite des Knies auf. Sie sind für viele der Betroffenen kosmetisch besonders störend.

Allgemeine Maßnahmen
Zu den allgemeinen Behandlungsmaßnahmen eines Krampfaderleidens gehört in erster Linie die Bekämpfung von Bewegungsmangel. Körperliche Bewegung im Alltag oder in der Freizeit fördert über die Betätigung der Wadenmuskulatur den Abfluss des Blutes aus den oberflächlichen Venen. Auch häufiges Hochlagern der Beine und kalte Wassergüsse zeigen einen entstauenden Effekt auf das Venensystem.
Bei ausgeprägten Krampfadern, die stärkere Beschwerden verursachen, kann die Kompression als eine Art Basistherapie eingesetzt werden.

Nahrungsergänzungsmittel, die helfen können
- Flavonoide steigern vor allem die Durchblutung in den Kapillaren und wirken allgemein stabilisierend auf Gefäßwände.
- Rosskastanienextrakte führen in vielen Fällen zu einer deutlichen Besserung von Symptomen. Die enthaltenen Heilsubstanzen, allen voran das Aescin, wirken abschwellend und entzündungshemmend, verbessern die Elastizität der Venenwände und verhindern ihre Durchlässigkeit und Brüchigkeit
- Die Vitamine C und E wirken antioxidativ und beugen somit Zellschädigungen des Bindegewebes der Venen vor.
- Hesperidin verstärkt die Schutzwirkung von Vitamin C um ein Vielfaches.
- OPC hat günstige Auswirkungen auf die Durchblutung, hier besonders auf die kleinen Blutgefäße und es schütz die Gefäßwände. OPC stärkt das Bindegewebe der Blutgefäße und ist aus diesem Grund bei müden Beinen und Krampfadern zu empfehlen
- Gotu Kola wird erfolgreich bei der Behandlung von Krampfadern und Venenentzündungen eingesetzt, wie auch Beinkrämpfen, geschwollenen Beinen und Schwere oder Kribbeln in den Beinen.
- Die Hauptinhaltsstoffe des Mäusedorns, die gefäßaktiven Ruscogenine, verbessern die Spannkraft der Venen. Die Blutkapillaren (kleinste Blutgefäße) werden abgedichtet, der Abfluss von Gewebeflüssigkeit erleichtert und Wasseransammlungen (Ödeme) in den Beinen ausgeschwemmt. Einer Bildung von Krampfadern wird vorgebeugt.
- Rutin mindert die Durchlässigkeit und fördert die Elastizität der Blutgefäße.
Es schützt die Venen und Arterien vor Brüchigkeit, normalisiert den Stoffaustausch bis in die kleinsten Äderchen und erhält somit deren Funktionsfähigkeit.
- Ingwer wirkt Durchblutungsstörungen, Krämpfen und Bindegewebsentzündungen entgegen
- Ginkgo Biloba hält die Blutgefäße sauber und stark, und verbessert dadurch die Durchblutung.


Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

Homocystein

Schreckgespenst Homocystein

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, also ein Eiweißbaustein. Sie entsteht aus dem lebenswichtigen Methionin, ebenfalls einer Aminosäure, die für eine Vielzahl chemischer Reaktionen Methylgruppen liefert und außerdem für den Eiweißaufbau Schwefel zur Verfügung stellt. Das bei diesen Stoffwechselvorgängen anfallende Homocystein wird entweder zu Cystein umgewandelt und ausgeschieden oder in Methionin zurückverwandelt. Für den Abbau bzw. die Rückführung in die Ausgangssubstanz werden Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure benötigt.

Welche Rolle spielt Homocystein für die Gesundheit?

Erbfaktoren können dazu führen, dass der Homocysteinspiegel wesentlich erhöht ist. Bereits seit Langem ist bekannt, dass die seltene Erbkrankheit Homocystinurie bereits in jungen Jahren zu vorzeitiger Gefäßalterung und dadurch zu Herzinfarkt und Schlaganfall führt. Aber erst in jüngster Zeit haben Forscher herausgefunden, dass schon bei geringgradig erhöhten Homocystein-Blutwerten das Risiko für Arteriosklerose zunimmt. In der Folge werden die Arterien immer enger und schließlich kann es zum Verschluss kommen. Das führt am Herzen zu Angina-Pectoris-Anfällen bis hin zum Herzinfarkt, zu Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche. Am Gehirn sind Durchblutungsstörungen mit Schwindel, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit, geistigem Verfall und Schlaganfall mögliche Folgen. Sind die Beinarterien betroffen, so spricht man von der so genannten Schaufensterkrankheit: Die Betroffenen haben unter Belastung Schmerzen in den Beinen, in fortgeschrittenen Stadien sogar in Ruhe. Schließlich kommt es zum Absterben von Gewebe.

Wie schädigt Homocystein die Blutgefäße?

Homocystein greift die Gefäße durch eine ganze Reihe von Mechanismen an:
Es vermindert die Bildung von NO, der am stärksten gefäßerweiternden körpereigenen Substanz und produziert aggressive Sauerstoffradikale (H2 O2).
Es greift die Zellschicht, die die Gefäße innen auskleidet, an. Für eine gute Durchblutung ist aber eine absolut glatte Gefäßoberfläche erforderlich. Ist die Zellschicht einmal aufgebrochen, so lagern sich Blutplättchen und Fibrin an. Durch Ablagerung von oxidiertem LDL-Cholesterin und Calcium, durch die Vermehrung von Bindegewebsfasern und Gefäßwandzellen sowie durch den Abbau von elastischen Fasern kommt es zur Arteriosklerose. Diese Vorgänge werden durch einen erhöhten Homocysteinspiegel direkt oder indirekt begünstigt.

Welchen Einfluss hat Homocystein auf die Entwicklung von Demenz?

Wissenschaftler aus Schweden, Großbritannien und Deutschland untersuchten bei 501 Studienteilnehmern die Konzentrationen von Vitamin B12 und Folsäure in den Erythrozyten sowie Homocystein und verglichen diese mit dem Verlust an Hirnsubstanz. Höhere Konzentrationen von Vitamin B12 und Holotranscobalamin waren im Studienzeitraum von acht Jahren mit einem verminderten Verlust von Hirnvolumen assoziiert. Erhöhte Homocysteinspiegel waren mit einem schnelleren Abbau von Hirnvolumen verbunden. Sowohl Vitamin B12 wie auch die Homocysteinkonzentration haben also einen wichtigen Einfluss auf die Alterung des Gehirns.
Hooshmand B, Mangialasche F et al.: Association of Vitamin B12, Folate, and Sulfur Amino Acids With Brain Magnetic Resonance Imaging Measures in Older Adults: A Longitudinal Population-Based Study. JAMA Psychiatry. 2016 Apr 27.

Wer hat einen erhöhten Homocysteinspiegel?

Abgesehen von Patienten mit angeborener Homocystinurie (s. o.), sind in erster Linie Menschen im höheren Lebensalter betroffen. In einer 1995 in der medizinischen Fachzeitschrift Circulation veröffentlichten wissenschaftlichen Studie konnte gezeigt werden, dass bereits in als sicher angesehenen Konzentrationsbereichen für Homocystein ein signifikantes und zunehmendes Risiko für die Koronare Herzerkrankung besteht. Daher und aufgrund zahlreicher weiterer Studien gilt heute ein Homocysteinspiegel von über 9 µmol/l als behandlungsbedürftig. Bei den über 50-Jährigen findet man in über 50% erhöhte Werte. Darüber hinaus geht eine Reihe chronischer Erkrankungen häufig mit erhöhten Homocystein-Blutwerten einher, insbesondere Diabetes mellitus, aber auch Krebsleiden, chronische Nierenkrankheiten usw. Das Gleiche gilt bei Einnahme bestimmter Medikamente.

Was kann man gegen einen erhöhten Homocysteinspiegel tun?

Zur Senkung des Homocysteinspiegels wird die Einnahme einer Kombination aus Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure empfohlen. In einer Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift American Journal of Hypertension veröffentlicht wurde, konnten Wissenschaftler an Hand von Ultraschalluntersuchungen zeigen, dass diese Kombination in einer Dosierung von 25 mg Vitamin B6 , 250 mcg Vitamin B12 und 2,5 mg Folsäure bereits vorhandene Verengungen der Halsschlagader nahezu vollständig rückgängig machen konnte. Eine andere klinische Studie untersuchte über 500 Patienten mit nachgewiesener Koronarer Herzkrankheit, die bereits eine Dehnung der Herzkranzgefäße mittels Ballonkatheter durchgemacht hatten. Eine Gruppe erhielt Folsäure 1 mg, Vitamin B12 400 mcg und Vitamin B6 10 mg, die andere ein Scheinmedikament. Nach einem Jahr zeigte sich, dass in der Vitamingruppe die Zahl der Herzinfarkte bzw. der erneut erforderlichen Herzkranzgefäßerweiterungen um rund ein Drittel geringer gewesen war als in der Kontrollgruppe. Indirekte Hinweise auf die schützende Wirkung der B-Vitamine-Folsäure-Kombination ließen sich auch aus den Ergebnissen der Nurses Health Study mit über 80 000 Teilnehmerinnen entnehmen: Bei den 20% der Frauen mit dem höchsten Folsäure- und Vitamin-B-Konsum war die Herzinfarktrate im Vergleich zu den übrigen 80% nur halb so hoch.



Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

Harnwegsinfekt

Zu den Harnwegsinfekten gehören Entzündungen der Harnröhre, der Blase und der Nieren. Sie werden in der Regel von Bakterien verursacht. Blockierungen im Bereich der ableitenden Harnwege, z.B. Steine oder angeborene Missbildungen, wirken dabei begünstigend. Aber auch ohne solche ungünstigen Voraussetzungen können Harnwegsinfekte immer wieder auftreten oder sogar chronisch verlaufen. Frauen sind aufgrund der kürzeren Harnröhre häufiger betroffen als Männer.

Symptome: Zu den typischen Beschwerden eines Harnwegsinfekts gehören häufiger Harndrang (oft schon unmittelbar nachdem man die Toilette aufgesucht hat), Brennen beim Wasserlassen und Krämpfe oder ein Druckgefühl im Unterleib. Der Urin kann ungewöhnlich oder streng riechen und im Aussehen verändert sein. Wenn Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen unterhalb der Rippen, Übelkeit und Erbrechen dazu kommen, muss von einer ernsthafteren Erkrankung mit Nierenbeteiligung ausgegangen werden.

Therapie: Die Therapie ist in der Regel antibiotisch, wobei eine Reihe verschiedener Präparate zur Verfügung stehen. Sie richtet sich unter anderem nach der Empfindlichkeit der Erreger und der Verträglichkeit des Patienten.

Blasenentzündung: Genügen 3 Tage Antibiotika?

Lesen Sie dazu einen interessanten Artikel auf www.gesundheitsinformation.de vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), einer unabhängigen, privaten und gemeinnützigen Einrichtung, die auf Initiative des Gesetzgebers gegründet wurde, um die Wirksamkeit medizinischer Behandlungen zu bewerten. 

Was man darüber hinaus tun kann: Der übermäßige Konsum von Zucker und Alkohol kann nachgewiesenermaßen das Immunsystem beeinträchtigen. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die Reduktion des Fettanteils in der Nahrung die Effektivität der Immunantwort steigerte. Daher wird während akuter Infektionen sowie bei ständig wiederkehrenden Entzündungen eine Zucker- und Fettarme Diät und der Verzicht auf Alkohol empfohlen.
Bei häufig wiederkehrenden Infektionen können auch Allergien eine Rolle spielen, wie in mehreren Studien gezeigt wurde. In diesem Fall kann die Identifikation und die Elimination des Allergens aus der Nahrung zu einer Reduktion der Entzündungshäufigkeit beitragen.

Gibt es Kräuter, die den Heilungsprozess unterstützen? Eine Reihe von Kräutern können sowohl bei akuten als auch chronischen Harnwegsinfekten sinnvoll eingesetzt werden. Dabei spielt die Durchspülung der Harnwege eine besondere Rolle. Voraussetzung dafür ist vor allem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2 Liter pro Tag). Folgende Kräuter sind für ihre harntreibende Wirkung bekannt: Birkenblätter, Goldrutenkraut, Orthossiphonblätter, Brennnesselkraut, Schachtelhalmkraut, Hauhechelwurzel, Petersilienwurzel sowie Löwenzahnwurzel und –kraut. Sie werden sowohl bei akuten als auch chronischen Harnwegsinfekten eingesetzt.

Welche Rolle können Nahrungsergänzungsmittel spielen?

Forskolin kann helfen, das Wiederaufflammen von Blasenentzündungen zu verhindern. Der Extrakt hält die für die Infektion verantwortlichen Bakterien davon ab, sich innerhalb der Zellen in der Blase zu verstecken, haben amerikanische Forscher beobachtet. Dieses Versteckspiel schützt die Bakterien normalerweise vor der Wirkung von Antibiotika und ist die Ursache dafür, dass die Infektionen bei etwa einem Drittel der Betroffenen regelmäßig wiederkehren.

Um sich in der Harnblase festsetzen zu können, nutzen die Bakterien den Mechanismus aus, mit dem sich die Blase bei Bedarf dehnt. Als Reaktion auf steigende Urinmengen wandern kleine Säckchen aus dem Zellinneren an die Zelloberfläche, wo sie mit der Zellmembran fusionieren und sie vergrößern. Das ermöglicht der gesamten Harnblase, sich auszudehnen. Nach Entleeren der Blase werden die Säckchen wieder eingezogen und zurück ins Innere der Zellen gelotst. Das nutzen die Bakterien aus: Sie sitzen an der Außenseite der Zellen und gelangen beim Einziehen in die Säckchen hinein. Auf diese Weise werden die Mikroben ins Innere der Zellen transportiert, wo ihnen Antibiotika und andere Giftstoffe nichts anhaben können und von wo aus sie kurze Zeit später wieder eine neue Infektion verursachen können.

Dieser Kreislauf kann jedoch mithilfe des Forskolins durchbrochen werden. Es veranlasst die bakteriengefüllten Säcken an die Zelloberfläche zurückzukehren und die Bakterien können mit dem Urin ausgeschwemmt werden.
Bei Mäusen mit Blasenentzündungen konnten die Forscher eine Verringerung der Bakterienmenge im Vergleich zu unbehandelten Artgenossen um etwa achtzig Prozent beobachten.

Forskolin gehört in Teilen von Asien zu den traditionellen Heilmitteln; eine klinische Verwendung befindet sich derzeit in der Testphase. In früheren Studien hatte sich der Extrakt aus einer indischen Buntnessel bereits als blutdrucksenkend erwiesen und konnte auch den Augeninnendruck beim Grünen Star vermindern.

Quelle: Brian Bishop (Duke-Universität, Durham) et al.: Nature Medicine, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/nm1572

In einer Doppelblindstudie konnte gezeigt werden, dass die gleichzeitige Einnahme des Eiweißspaltenden Enzyms Bromelain mit einem Antibiotikum bei allen Patienten zur erfolgreichen Therapie der bakteriellen Entzündung führte, während dies nur bei 46% der Mitglieder der Kontrollgruppe der Fall war, die ausschließlich das Antibiotikum erhielt.

Häufig wird auch die Einnahme von hoch dosiertem Vitamin C empfohlen. Dies beruht darauf, dass Vitamin C das Immunsystem unterstützt, das Wachstum von E. coli (einem häufigen Erreger von Harnwegsinfekten) hemmt und durch Ansäuerung des Urins ein Erreger-feindliches Milieu schafft.

Da Vitamin A–Mangel bekanntermaßen das Infektionsrisiko erhöht, wird auch die Supplementierung mit diesem Vitamin empfohlen. Vitamin C und A sind in den meisten Multivitaminpräparaten enthalten. Eine Untersuchung mit älteren Personen, die ein Jahr lang ein Multivitaminpräparat erhielten, zeigte, dass die Immunabwehr sich verbesserte und die Zahl der Infektionen (auch der Harnwege) deutlich abnahm.


Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

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