Die Sache mit der Gesundheit und der Lebenserwartung

  • Hauptkategorie: News
  • Kategorie: Anti-Aging
  • Zuletzt aktualisiert: Montag, 14. Januar 2013 09:36
  • Veröffentlicht: Montag, 14. Januar 2013 09:36
  • Geschrieben von Frank Jester
  • Zugriffe: 3888

Es ist schon so eine Sache mit der Gesundheit: Der eine hat keine und möchte sie gerne haben, der andere hat keine und weiß es leider nicht, wiederum ein weiterer hat sie und gibt sie auf keinen Fall her.

Von Frank Jester, Arzt, Zahnarzt und Buchautor
www.argininbuch.de, www.frankjester.de, www.centrodent.de

Wenn Gesundheit ansteckend wäre, müsste man sich permanent mit Gesunden umgeben und sobald ein Erkrankter in die Nähe gelangte, das Weite suchen, was gleichwohl zu mehr Bewegung führte.

Danach wäre es nur logisch, dass Krankenschwestern, Pfleger, Ärztinnen, Ärzte und alle Angehörigen der Pflegeberufe nach zwei bis fünf Jahren Dienstzeit ausgestorben sein müssten.

Dass dem nicht so ist, weiß jedoch jedes Kleinkind. Doch warum führt der Kontakt zu Erkrankten nicht auch gleich zwangsläufig zu einem früheren Tod?
Die Antwort liegt auf der Hand: Unser Immunsystem schützt uns! Ein System aus bewehrten abwehrenden Körperflüssigkeiten und spezialisierten Abwehrzellen, die hochsensibel Fremdstoffe bekämpfen, aber auch im Falle von Autoimmunerkrankungen unser eigenes Gewebe angreifen können.

So macht es auch Sinn, dass Ärzte früherer Zeiten trotz der damals geringeren Lebenserwartung, der Gesamtbevölkerung (z.B. im Jahre 1911: Frauen 51 J. / Männer 47 J.) ein überaus hohes Alter erreichten. Andererseits spielte das gleichwohl höhere Salär dieses Berufsstandes sowie die damit verbundene bessere Ernährung sicherlich auch eine entscheidende Rolle.

Hier einige Beispiele hochbetagter Mediziner:

Der Entdecker des Tuberkuloseerregers und Nobelpreisträger, Robert Koch (11.12.1843 bis 27.05.1910), wurde zumindest 66 Jahre alt, obgleich er seine Arbeit, sprich die Tuberkelbakterien, zwecks Studium mit nach Hause nahm.

Louis Pasteur (27.12.1822 bis 28.09.1895), der namentlich auf vielen Milchpackungen erwähnt wird, starb im Alter von 72 Jahren.

Der Nobelpreisträger Paul Ehrlich (14.03.1854 bis 20.08.1915) wurde immerhin 61 Jahre alt.

Der Anatom Andreas Vesalius (31.12.1514 bis 15.10.1564), der öffentliche Sektionen durchführte, verstarb hingegen bei der Rückkehr von einer Pilgerreise aus Jerusalem bereits im Alter von nur 49 Jahren unter mysteriösen Umständen.

Fazit:
Mit guter Ernährung, mehr Bewegung an frischer Luft und Abhärtung im "Kranken"-haus als Angehöriger der Heil- und Pflegeberufe lässt sich die Lebenserwartung also merklich steigern.

Am längsten scheint man in Andorra und Japan zu leben.

Dort beträgt die Lebenserwartung über 82 Jahre, gefolgt von Kanada, Schweden, Frankreich, Australien und Neuseeland (ca. 80-81 Jahre). Hierzulande erlangt ein heute geborenes männliches Kind das 77ste Lebensjahr zuzüglich vier Monate. Mädchen können mit fünf weiteren Jahren rechnen. Mit Zunahme lebenserhaltender Maßnahmen wird sich das Bild in 80 Jahren jedoch weiter in Richtung höheres Alter verschoben haben.

So glaubt eine deutsch-dänische Forschergruppe, dass über 50% der heutigen Kleinkinder noch Sylvester 2100 feiern könnten. Natürlich wird man den Forschern zu deren Lebzeiten dieses Ergebnis schwerlich nachweisen können.

Der geneigte Leser hat gute Chancen, sein Leben durch folgende Faktoren zu verkürzen: Mangelnde Bewegung, Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck und die Zuckerkrankheit. Im Rahmen des Metabolischen Syndroms bedingen sich diese Punkte. Hierbei stehen erhöhte Blutfettwerte, Bauchfettsucht, Insulinproblematik und Bluthochdruck als tödliches Quartett im Mittelpunkt. Aus der PROCAM Studie von Prof. Dr. G. ASSMANN geht hervor, dass 33,7% der Frauen und 35,7% der Männer in Deutschland am Metabolischen Syndrom leiden.

Die älteste Französin, Jeanne Calment, wurde stolze 122 Jahre alt. Nehmen wir ein genetisches Alter von 125 Jahren an, so versterben wir im Alter von 80 Jahren um genau 45 Jahre zu früh!!!

Bedauerlicherweise gibt es viele Hochbetagte, die gerne früher als später von der Lebensbühne treten möchten. Einsamkeit, das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, chronische Krankheiten und mangelnde Lebensfreude sind die häufig beklagten Gründe.

Anbieter-Empfehlung für Nahrungsergänzung im Bereich Anti-Aging