Warum die Schilddrüse wächst

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  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Sonntag, 22. April 2012 13:50
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Jodmangel ist ein weltweites Problem. Von Seiten der WHO wird geschätzt, dass weltweit etwa 750 Millionen bis eine Milliarde Menschen von Jodmangel betroffen sind. In West- und Zentraleuropa betrifft dies mehr als 380 Millionen Menschen.

Etwa jeder dritte Erwachsene hat Zeichen des Jodmangels, wie beispeilsweise Schilddrüsenvergrößerung (Kropf), Knoten, hormonelle Störungen und sich daraus ergebende gesundheitliche Probleme. Besonders risikoreich ist der Jodmangel für Schwangere und Stillende und in der Folge für Säuglinge und Kleinkinder. Im Klartext bedeutet das ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie Entwicklungsstörungen.

Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin erwartet eine steigende Zahl von Schilddrüsenerkrankungen, berichtete das Ärzteblatt (www.aerzteblatt.de) im April 2012. Nachdem in den vergangenen Jahren die Jodversorgung der Bevölkerung in Deutschland besser geworden sei, zeichne sich nun eine Verschlechterung der Situation ab.

 

Im Bereich der Nahrungsmittel verarbeitenden Industrie kommt weniger jodiertes Speisesalz zum Einsatz, als das noch vor fünf Jahren üblich war. Ein wichtiger Grund dafür ist die zunehmende Internationalisierung der Lebensmittelindustrie. Auf die Verwendung von jodiertem Speisesalz wird aufgrund der unterschiedlichen gesetzlich empfohlenen Obergrenzen der Jodaufnahme lieber verzichtet.
In der Folge verschlechtert sich die Jodversorgung in Deutschland. Laut der Fachgesellschaft sind besonders jüngere Frauen mittlerweile oft unterversorgt.

Auf Jodmangel reagiert die Schilddrüse mit einer Unterfunktion. Das bedeutet, sie kann weniger Schilddrüsenhormone bilden. Daraus resultierend können Beeinträchtigungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sowie die Neigung zu erhöhter Infektanfälligkeit, zu Veränderungen von Haut und Haaren und Darmträgheit auftreten.
Um diesen Mangel auszugleichen, reagiert die Schilddrüse, indem sie wächst. So entstehen mehr größere Drüsenzellen, die vermehrt Hormone produzieren sollen. Es kommt zur typischen Kropfbildung, der Arzt spricht von einer Struma. Ein Kropf ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Größere Kröpfe üben Druck auf Speise- und Luftröhre sowie die Blutgefäße im Halsbereich aus. Es kann zu Schluckbeschwerden, Luftnot und Beklemmungsgefühl kommen.

Zur Stabilisierung und weiteren Verbesserung der Jodzufuhr empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), wöchentlich ein- bis zweimal Seefisch zu verzehren und jodiertes Speisesalz zu verwenden. Wertvolles natürliches Jod liefert auch die Braunalge Kelp. Da Kelp eine natürliche Jodquelle ist, wird es vom Körper langsam und sicher aufgenommen.
Kelp unterstützt nicht allein die Schilddrüse und damit die Fruchtbarkeit von Mann und Frau sondern auch das seelische Befinden. Die Alge spricht außerdem alle weiteren Drüsen im Körper an. Sie kann Haarverlust entgegenwirken und kann helfen, die Körpertemperatur zu regulieren (auch bei chronisch niedriger Temperatur). Wenn Sie abnehmen möchten, sollten Sie auf eine ausreichende Jodzufuhr achten. Kelp besitzt alle wichtigen wasser- und fettlöslichen Antioxidantien (C, E und Selen), die die Zellen zum Schutz vor oxidativem Stress benötigen.
Aufgrund des reichen Jod-Gehalts ist Kelp auch bei Lymphknotenvergrößerungen, geschwollenen Hoden und Ödemen von großem therapeutischem Nutzen. Es unterstützt die Therapie von Infektionen (Vitamin C, E, Zink) und ist in der Lage, Blutzucker zu stabilisieren. Zink und Selen verhindern, dass Giftstoffe in den Magen-Darm-Trakt gelangen und dort vom Körper resorbiert werden. Deshalb ist es geeignet für die Anwendung bei schädlichen Strahleneinflüssen sowie bei Schwermetallvergiftungen, insbesondere durch Strontium 90, Barium, Plutonium, Cäsium, und Quecksilber. Vor dem Hintergrund von Studien über die schädlichen Wirkungen von Amalgam-Füllungen kommt Kelp auch in diesem Bereich eine wichtige Funktion zu. Neben seiner entgiftenden und darmreinigenden Funktion gilt Kelp auch als Blutreiniger.

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