Der Spinner war schuld

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  • Kategorie: Aufgepasst!
  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Freitag, 18. Mai 2012 07:37
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Vor kurzem hat es mich selbst erwischt. Das freundliche Wetter überredete mich, den Liegestuhl im Garten aufzustellen. Schließlich sind ein paar Sonnenstrahlen gut für den Vitamin-D-Spiegel.

Ich hätte wohl besser darauf achten sollen, aus welcher Richtung der Wind kommt, denn direkt hinter der Grundstücksgrenze beginnt ein abgesperrtes Naturschutzgebiet mit Eichenbäumen. Und auf einmal ging es los mit Juckreiz und Brennen auf der Haut. Im ersten Moment dachte ich an Insektenstiche...

Der Spinner war schuld. Die Raupe des Eichenprozessionsspinner-Schmetterlings ist giftig und kann allergische Reaktionen auslösen. Im dritten Larvenstadium bilden die Tiere ihre Brennhaare aus. Diese sind circa zwei bis drei Millimeter lang, mit Widerhaken versehen und enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Bei günstiger Witterung können die feinen Brennhaare über weite Strecken mit der Luftströmung getragen werden. Kommt es zu Hautkontakt, entwickeln sich lokale Hautausschläge (Raupendermatitis) mit punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen. Atmet man die Brennhaare ein, kann es zu Atemnot und Asthma-Anfällen kommen. Auch Schwindel und hohes Fieber sind möglich.

So schützen Sie sich: Vermeiden Sie Ausflüge in befallene Gebiete während der Raupenperiode von Ende April bis Juni. Forstämter können hierüber Auskunft geben. Tragen Sie langärmelige Hemden und lange Hosen aus möglichst dicht gewebten Stoffen, da diese einen Schutz bieten können. Lassen Sie an windigen Tagen besondere Vorsicht walten, da die Gifthärchen mit dem Wind über weite Strecken getragen werden.