Bösewichter am Badesee

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  • Kategorie: Aufgepasst!
  • Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 16. Juli 2013 09:43
  • Veröffentlicht: Montag, 15. Juli 2013 08:20
  • Geschrieben von Sabine Zimmermann
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Bakterien, Pilze oder sogar Würmer - in Badeseen und Freibädern tummelt sich allerhand Unappetitliches. Zwar wird man beim Schwimmen in deutschen Gewässern nur selten ernsthaft krank. Doch Fußpilz, Haut- und Augenentzündungen treten relativ häufig auf.


Das Tückische: Weder die Farbe noch die Klarheit des Wassers lassen darauf schließen, wie viele Keime im See oder Becken schwimmen.
 

Hautausschlag durch Saugwürmer


Saugwürmer können Schwimmern den Spaß am Baden schnell verleiden. Sie leben nicht nur in tropischen Gewässern, sondern auch in deutschen Badeseen. Die Larven der Würmer sind eigentlich auf Wasservögel spezialisiert, befallen aber gelegentlich auch Menschen und lösen die so genannte Badedermatitis aus. Den ersten Hautkontakt bemerken Schwimmer meistens gar nicht. Manchmal kommt es zu mückenstichähnlichen roten Flecken, die kaum jucken. Das Immunsystem tötet die Eindringlinge zwar schnell ab. Daraus resultiert jedoch eine Sensibilisierung, die bei einem zweiten Kontakt einen stark juckenden Hautausschlag, teilweise am ganzen Körper, verursacht. Die Hautveränderungen sind zu Beginn sehr unangenehm, heilen aber nach spätestens 20 Tagen ab. In der akuten Phase helfen juckreiz- und entzündungshemmende Salben, Gele oder Lotionen.

 

Intiminfektionen nach dem Baden


Mindestens ebenso unangenehm wie Hautausschläge sind Infektionen im Intimbereich, die nach dem Baden in Naturgewässern vorkommen können. Die Erreger können Bakterien oder Hefepilze sein und betreffen hauptsächlich Frauen. Symptome für eine Erkrankung sind Juckreiz und Ausfluss. Da eine Intiminfektion unter anderem zu einer Blasen- oder Eileiterentzündung führen kann, sollten sich Betroffene von einem Arzt behandeln lassen.

Ohrenentzündungen und Hautausschläge


Weit verbreitet ist auch das Bakterium Pseudomonas aeruginosa - ein Keim, der bei mangelnder Hygiene kleine Becken und Whirlpools verunreinigt. Er kann Hautausschläge - die so genannte Whirlpool-Dermatitis - sowie eine Ohrenentzündung, die Schwimmbad-Otitis, auslösen. Ohren, die jucken und schmerzen, sowie gerötete und geschwollene Gehörgänge sind Symptome, die auf diese Entzündung hindeuten. Klingen die Beschwerden im Ohr nicht von selbst ab oder verschlimmern sie sich, sollte man zum Arzt gehen. Bleibt die Entzündung unbehandelt, droht im schlimmsten Fall Taubheit. Wer seine Ohren nach dem Schwimmen mit Leitungswasser ausspült und mit einer Fettcreme einreibt, vermindert das Risiko einer Otitis. Um sich vor Hautschäden, gereizten Atemwegen oder einer Entzündung zu schützen, sollte man sich nach dem Schwimmen gut abduschen und eincremen.
 

Wasser im Ohr


Häufiger als die Ohrenentzündung ist ein verstopftes Ohr. Kommt man aus dem Wasser, hört man plötzlich nichts mehr. Häufig ist einfach nur Wasser in den Gehörgang gelangt. Schütteln Sie leicht den Kopf: Dadurch fließt das Wasser ab und das Ohr wird wieder frei. Oft lässt das Wasser auch einen Schmalzpfropf im Ohr aufquellen, der dann den Gehörgang verschließt. In diesem Fall sollte man zum HNO-Arzt gehen, um den Pfropf entfernen zu lassen. Auf keinen Fall sollte man selbst versuchen, das Ohr mit Wattestäbchen oder anderen Gegenständen zu reinigen - damit drückt man den Pfropf nur noch tiefer ins Ohr und kann zudem das Trommelfell verletzen.
 

Fußpilz und Warzen aus dem Freibad


Im Gegensatz zum Badesee oder Whirlpool tummeln sich im Schwimmbecken vergleichsweise wenige Keime. Die vorgeschriebene Desinfektion mit Chlor oder Ozon verhindert, dass sich Bakterien und Pilze vermehren können. Dennoch sind Schwimmbäder keine keimfreie Zone. Auf den nassen Fliesen in Duschen und Umkleidekabinen fühlen sich vor allem die Erreger von Fußpilz und Warzen wohl. Wer hier ohne Badeschlappen herumläuft, hat sich schnell infiziert. Wer sich mit Badeschlappen schützt und nach dem Schwimmen abduscht, kann einen Großteil der Infektionen vermeiden.

Bindehautentzündung durch Chlamydien


Mindestens ebenso unangenehm wie Hautausschläge sind Infektionen im Intimbereich, die nach dem Baden in Naturgewässern vorkommen können. Die Erreger können Bakterien oder Hefepilze sein und betreffen hauptsächlich Frauen. Symptome für eine Erkrankung sind Juckreiz und Ausfluss. Da eine Intiminfektion unter anderem zu einer Blasen- oder Eileiterentzündung führen kann, sollten sich Betroffene von einem Arzt behandeln lassen.