Wie Sie ganz ohne Sport Ihre Fitness verbessern können

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  • Zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. September 2013 09:51
  • Veröffentlicht: Freitag, 27. September 2013 09:51
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Das Bioflavonoid Quercetin sorgt stets für neue Überraschungen! So berichtete die Ärztezeitung, dass Quercetin die körperliche Fitness verbessern kann - ganz ohne Sport.

Ein US-Forscherteam um Dr. J. Mark Davis von der Universität Columbia fand Anhaltspunkte  heraus, dass Quercetin die Biogenese der Mitochondrien, die als biochemische "Kraftwerke" der Zellen gelten, verbessern kann. In der Studie wurde nach Einnahme von Quercetin eine Erhöhung der Ausdauerkraft nachgewiesen - ganz ohne zusätzliche körperliche Aktivität.

Eine weitere kleine Studie mit zwölf gesunden, aber sportlich untrainierten Personen folgte. Diese erhielten jeweils sieben Tage lang entweder zweimal täglich ein Präparat mit Quercetin oder ein Placebo. Am Beginn und am Ende der einwöchigen Behandlungsperiode stand jeweils ein Belastungstest auf dem Fahrradergometer. Die Einnahme von Quercetin konnte die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2) um 3,9 Prozent erhöhen, berichten die Forscher im "International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism". Noch Deutlicher war die Verbesserung bei der Zeitspanne bis zur Erschöpfung, die um 13,2 Prozent verlängert wurde. Die Autoren schlussfolgern: Quercetin verbesserte bei Untrainierten die Ausdauerleistung in einem Maße, wie es sonst nur durch konsequentes Training zu erreichen ist.

Quercetin werden starke antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Es schützt das Herz-Kreislaufsystem, wirkt der unkontrollierten Zellteilung entgegen, verhindert allergische Reaktionen, beugt Grauem Star vor und wirkt antiviral.

Quercetin gehört zur Gruppe der Bioflavonoide, ist aber frei von Zitrusallergenen. Das Polyphenol kommt in höherer Konzentration beispielsweise in Zwiebeln, Äpfeln oder Brokkoli vor. Seine überaus vielfältige Wirkung beruht hauptsächlich auf den herausragenden antioxidativen Eigenschaften.

Quercetin hemmt die Oxidation von LDL-Cholesterin. Allein oder in Verbindung mit Vitamin C senkt Quercetin die Häufigkeit oxidativer Schäden an Nerven und Blutgefäßen.

Es kann Entzündungen entgegenwirken, weil es die entzündungsfördernden Enzyme Zyklooxygenase und Lipoxygenase hemmt.

Quercetin agiert als Radikalfänger und hemmt ein Metalloenzym, welches die Harnsäurebildung katalysiert. Diese Hemmwirkung reduziert die Harnsäurebildung und kann zur Behandlung der Gicht genutzt werden.

Quercetin wirkt dem oxidativen Abbau von Fetten (Lipidperoxidation) entgegen. Bei diesem Prozess "stehlen" freie Radikale Elektronen von Lipiden in der Zellmembran und verursachen so eine Kettenreaktion, die zur Zellschädigung führt.

Quercetin kann die Histamin-Freisetzung bei Allergikern unterdrücken.

Es kann der Entstehung von Grauem Star entgegen wirken, indem es das Enzym Aldosereduktase hemmt. Dieses Enzym spielt eine besonders wichtige Rolle im Auge. Dort ist es an der Entstehung diabetischer Katarakte beteiligt.

Quercetin verspricht einen erfolgreichen Einsatz bei Virusinfektionen. Nachgewiesen wurde beispielsweise, dass es die Infektiosität und Vermehrung folgender Viren hemmt: Herpes simplex Typ 1, Polioviren Typ 1, Parainfluenzaviren Typ 3, Respiratory-Syncytial-Viren (RS-Viren). Es ist außerdem wirksam gegen die Reverse Transkriptase des HI-Virus und anderer Retroviren.
Das Enzym Reverse Transkriptase ist ein Schlüsselenzym der HIV-Vermehrung. Das Virus bringt RNA als Informationsmaterial in die Zelle ein, welche in DNA umgeschrieben wird - ein in der Molekularbiologie einmaliger Vorgang. Diese Übersetzung von viraler Information in eine Form, die von der eigenen Erbinformation nicht zu unterscheiden ist und in diese eingebaut wird, nimmt die Reverse Transkriptase vor.

Es wurde außerdem beobachtet, dass Quercetin in vitro das Wachstum von Helicobacter pylori hemmt.

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