Wie Sie wiederkehrende Harnwegsinfektionen ein für allemal loswerden

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  • Kategorie: Blase und Prostata
  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Montag, 22. November 2010 07:45
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Bb der romantische Bummel über den Weihnachtsmarkt oder der sportliche Ski-Urlaub in den Bergen - auch die kalte Jahreszeit hat ihren Reiz. Doch gerade im Winter können Unterkühlungen, Zugluft, kalte Füße und ungeschützte Nierengegenden zu schmerzhaften Blasenentzündungen führen. Ist der Unterleib erst einmal unterkühlt und damit weniger durchblutet, haben Bakterien ein leichtes Spiel sich auszubreiten. Ständiger Harndrang und brennende Schmerzen beim Wasserlassen sind die Folge. Insbesondere Frauen kennen das.

Eine Harnwegsinfektion ist eine Entzündung der ableitenden Harnwege. Sie wird meist durch Bakterien verursacht. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Sogar jede zweite Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an einer Harnwegsinfektion. 20 bis 30 Prozent von ihnen bekommen immer wiederkehrende Harnwegsinfekte.

Auch Männer in der zweiten Lebenshälfte erkranken öfter an einer Harninfektion als junge Männer. Meist liegt es daran, dass eine vergrößerte Prostata den Harnabfluss stört.

Die Beschwerden sind anfänglich nicht immer vorhanden und abhängig davon, ob die unteren oder die oberen Harnwege betroffen sind. Frühe Erkennung verhindert das Aufsteigen der Bakterien und die Entstehung einer Nierenbeckenentzündung mit starken Schmerzen und hohem Fieber.

Forskolin kann helfen, das Wiederkehren von Harnwegsinfektionen zu verhindern. Der Extrakt hält die für die Infektion verantwortlichen Bakterien davon ab, sich innerhalb der Zellen in der Blase zu verstecken, haben amerikanische Forscher beobachtet. Dieses Versteckspiel schützt die Bakterien normalerweise vor der Wirkung von Antibiotika und ist die Ursache dafür, dass die Infektionen bei etwa einem Drittel der Betroffenen regelmäßig wiederkehren.

Um sich in der Harnblase festsetzen zu können, nutzen die Bakterien den Mechanismus aus, mit dem sich die Blase bei Bedarf dehnt. Als Reaktion auf steigende Urinmengen wandern kleine Säckchen aus dem Zellinneren an die Zelloberfläche, wo sie mit der Zellmembran fusionieren und sie vergrößern. Das ermöglicht der gesamten Harnblase, sich auszudehnen. Nach Entleeren der Blase werden die Säckchen wieder eingezogen und zurück ins Innere der Zellen gelotst. Das nutzen die Bakterien aus: Sie sitzen an der Außenseite der Zellen und gelangen beim Einziehen in die Säckchen hinein. Auf diese Weise werden die Mikroben ins Innere der Zellen transportiert, wo ihnen Antibiotika und andere Giftstoffe nichts anhaben können und von wo aus sie kurze Zeit später wieder eine neue Infektion verursachen können.

Dieser Kreislauf kann jedoch mithilfe des Forskolins durchbrochen werden. Es veranlasst die bakteriengefüllten Säcke an die Zelloberfläche zurückzukehren und die Bakterien können mit dem Urin ausgeschwemmt werden.
Bei Mäusen mit Blasenentzündungen konnten die Forscher eine Verringerung der Bakterienmenge im Vergleich zu unbehandelten Artgenossen um etwa achtzig Prozent beobachten.
Quelle: Brian Bishop (Duke-Universität, Durham) et al.: Nature Medicine, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/nm1572

Dass Cranberries vor Harnwegsinfektionen schützen, ist das Ergebnis einer Metaanalyse von zehn kontrollierten Studien mit insgesamt 1049 Teilnehmern (Cochrane Database Syst Rev 2008, Ausgabe 1). Als Fruchtsaft getrunken oder in Tabletten- oder Kapselform eingenommen, verringerten die roten Beeren die jährliche Anzahl von Infektionen des Harntrakts um insgesamt 35 Prozent, berichtete die Ärztezeitung am 02.04.2008.

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Mit einem völlig unkomplizierten Test für zuhause wissen Sie innerhalb kürzester Zeit Bescheid.
Für die Testdurchführung benötigen Sie den Morgenurin, der in einem Gefäß gesammelt wird. Tauchen Sie den Teststreifen für ca. 2 Sekunden in den Harnbecher ein und lesen Sie nach einer Wartezeit von 60 Sekunden das Ergebnis ab.

Der Test besteht aus drei Feldern, die durch einen Farbumschlag anzeigen, ob sich Leukozyten, Proteine oder Nitrite in Ihrem Urin befinden.
Das Vorkommen von Leukozyten im Harn ist ein wichtiges Symptom bei entzündlichen Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege. Ausgeschiedenes Nitrit kann ausschließlich durch die Umwandlung von Nitrat in Nitrit durch Bakterien im Harnwegsystem entstehen. Das Vorliegen von Protein im Harn ist bei Nierenerkrankungen ein häufiges Symptom. Es kann aber auch bei Entzündungen der Harnblase oder Prostata sowie bei Blutungen der Harnwege nachgewiesen werden.

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Hinweis: Dieser Test ersetzt nicht die Gesundheitsuntersuchung bei Ihrem Arzt!