Diabetes

Studie: Viele Kohlenhydrate am Abend sind ungünstig für die Gesundheit

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  • Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 14. Juni 2017 06:05
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 14. Juni 2017 06:05
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Eine Veröffentlichung in der internationalen Zeitschrift „Nutrients“ macht deutlich, dass Jugendliche, die abends regelmäßig mehr Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index zu sich nehmen, im jungen Erwachsenenalter höhere Risikomarker für Typ-2-Diabetes haben.

Eine Studie der Universität Bonn, an der Prof. Dr. Anette Buyken vom Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit der Universität Paderborn als Initiatorin beteiligt zeigt, dass der Spiegel vieler Hormone einem 24-Stundenrhythmus unterliegt, der durch die sogenannte innere Uhr gesteuert wird. Zum Beispiel sind wir abends weniger insulinsensitiv, d. h. unsere Stoffwechselantwort auf unsere Nahrung – vor allem Kohlenhydrate – ist abends geringer als morgens“, erklärt Buyken. Während der Pubertät komme eine natürlicherweise verminderte Insulinsensitivität hinzu.
Studien an Erwachsenen zeigten bereits, dass der regelmäßige Verzehr von Kohlenhydraten mit hohem glykämischen Index (GI) die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes begünstigen. Daher wurde in der DONALD-Studie (Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) jetzt bei Jugendlichen untersucht, ob langfristig ein abendlich höherer Konsum von Kohlenhydraten mit höherem GI ungünstig für spätere Typ-2-Diabetesrisikomarker ist.

An der Studie nahmen 252 Probanten teil, die während der Pubertät ein Wiege-Ernährungs-Protokoll geführt hatten und im jungen Erwachsenenalter erneut untersucht wurden. Die Analyse der Daten zeigte, dass Jugendliche, die im Alter von 9 bis 16 Jahren abends regelmäßig reichlich Kohlenhydrate mit höherem GI verzehrten, im jungen Erwachsenalter (durchschnittliches Alter: 21 Jahre) insulinresistenter waren und einen höheren Fettleberindex (je höher der Index, desto eher liegt eine Fettleber vor) hatten als diejenigen, die abends moderate Mengen an Kohlenhydraten mit höherem GI verzehrten.

„Interessant ist, dass sich beide Zusammenhänge für den abendlichen, aber nicht für den morgendlichen Verzehr zeigen“, sagt Erstautorin Tanja Diederichs. „Für die langfristige Diabetesprävention ist es daher vermutlich entscheidend, abends auf große Kohlenhydratportionen mit höherem GI zu verzichten. Das bedeutet, Lebensmittel wie zum Beispiel Weißbrot, Instant-Kartoffelpüree oder klebrigen weißen Reis eher zu meiden“, fügt Initiatorin Prof. Dr. Anette Buyken hinzu, die seit April 2017 Professorin an der Universität Paderborn ist.

Publikation: Diederichs T, Herder C, Roßbach S, Roden M, Wudy SA, Nöthlings U, Alexy U, Buyken AE (2017). Carbohydrates from Sources with a Higher Glycemic Index during Adolescence: Is Evening Rather than Morning Intake Relevant for Risk Markers Of Type 2 Diabetes in Young Adulthood? Nutrients, DOI: 10.3390/nu9060591

GABA regt Regeneration der insulinproduzierenden Zellen an

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  • Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 15. Dezember 2016 07:23
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 15. Dezember 2016 07:15
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Wissenschaftler des französisches Instituts für Gesundheit und medizinische Forschung haben gezeigt, dass GABA (Gamma-Aminobutansäure) die Regeneration der insulinproduzierenden Zellen anregt. Diese Entdeckung kann für Patienten mit Typ-1-Diabetes von großer Bedeutung sein.

Diabetes Typ 1 ist eine Erkrankung, die durch eine selektive Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen gekennzeichnet ist, der sogenannten β-Zellen. Die Wissenschaftler hatten zuvor gezeigt, dass die Erneuerung dieser β-Zellen durch die genetische Veränderung Glukagon-produzierender α-Zellen möglich ist. Das Forschungsteam fand jetzt heraus, dass dieser Effekt auch ohne genetische Veränderungen möglich ist, nämlich mittels GABA. Der Neurotransmitter GABA kann die Regeneration der α-Zellen des Pankreas und ihre Umwandlung in insulinproduzierende Zellen auslösen.
In den Langerhansschen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse haben die Forscher beim Menschen nach 14 Tagen beobachtet, dass die Anzahl der α-Zellen um 37% abgenommen hat, während die Anzahl der β-Zellen um 24% gestiegen ist.

Durch die Transplantation von 500 menschlichen Langerhans-Inseln wurden bei Mäusen die gleichen Ergebnisse wie durch die tägliche Nahrungsergänzung mit GABA während eines Monats erzielt.

Quelle: ” Une molécule pour régénérer les cellules produisant de l’insuline chez les diabétiques”, Pressemitteilung des Inserm, 01.12.2016 – http://presse.inserm.fr/une-molecule-pour-regenerer-les-cellules-produisant-de-linsuline-chez-les-diabetiques/25908/

Männer mit niedrigen Testosteron-Werten haben ein höheres Diabetes-Risiko

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  • Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 31. August 2016 07:10
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 31. August 2016 06:01
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zum Europäischen Kardiologiekongress (ESC) 2016 in Rom

Rom/Hamburg, 30. August 2016 Männer mit niedrigen Testosteron-Spiegeln weisen ein statistisch höheres Risiko auf, später an Diabetes zu erkranken. Bei Frauen zeigt sich im Gegensatz dazu kein Zusammenhang zwischen Testosteron und Diabetes. Das sind die Ergebnisse einer deutsch-finnischen Studie, die auf dem Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Rom präsentiert wurde. Beteiligt waren an der Untersuchung das Universitäre Herzzentrum Hamburg und das Nationale Institut für Gesundheit und Wohlfahrt in Helsinki.

In dieser Bevölkerungsstudie wurden bei 3.810 Männern und 3.896 Frauen die Testosteron-Werte erhoben. Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 13,8 Jahren fand sich bei 7,8 Prozent aller Untersuchten ein Diabetes mellitus. Die Testosteronwerte zu Studienbeginn lagen bei Männern durchschnittlich bei 17,12 nmol/L, bei den späteren Diabetes-Patienten allerdings waren sie mit 15,61nmol/L deutlich niedriger. Bei Frauen gab es mit 1,15 bzw. 1,16 nmol/L diesbezüglich keinen signifikanten Unterschied.

Quelle: ESC 2016 Abstract Karakas et al. Differential prognostic value of low testosteron levels for incident diabetes in men an women: evidence from the FINRISK study

Olivenblatt-Extrakt zeigt vielfältige Wirkungen

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  • Zuletzt aktualisiert: Montag, 01. August 2016 07:44
  • Veröffentlicht: Freitag, 13. Februar 2015 09:04
  • Geschrieben von Ilja Rieb
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Fachinformation

(von Ilja Rieb, Dipl.-Oecotrophologe, http://www.rieb-service.de)


Ein breites therapeutisches Potential – nicht nur bei Diabetes.

Olivenblätter sind eine reiche Quelle für Oleuropein. Oleuropein im Olivenblatt-Extrakt ist die wichtigste phenolische Verbindung, die auch für das Olivenöl typisch ist. Dem Olivenöl wird durch Oleuropein (und durch sein für die Gesundheit ebenfalls sehr wertvolles Abbauprodukt Hydroxytyrosol) der bittere, charakteristische Geschmack verliehen. In der Olivenfrucht variiert der Gehalt an Oleuropein je nach Entwicklung und Reifung erheblich. Deshalb ist Olivenblatt-Extrakt eine bevorzugte Quelle für Oleuropein.

Für Oleuropein wurden erstaunlich viele positive Wirkungen in Laborstudien nachgewiesen.

Oxidativer Stress, Entzündungen

Oleuropein wirkt anti-rheumatisch und fiebersenkend. Es wirkt der Bildung der freien Radikale entgegen, indem es Metallionen (wie Kupfer und Eisen), die die Reaktionen mit freien Radikalen katalysieren können, durch Chelat-Bildung bindet sowie indem es inflammatorische Enzyme wie Lipoxygenasen hemmt.

Diabetes

Oleuropein hemmt Blutzuckeranstieg und oxidativen Stress bei Diabetes, was in der Vorbeugung der diabetischen Komplikationen hilfreich sein kann.
(Es gibt Hinweise, dass die Einnahme von Olinvenblatt-Extrakt nach z.B. drei Monaten die Insulinsensitivität erhöht und die sekretorische Funktion von pankreatischen ß-Zellen verbessert.)

Oleuropein besitzt therapeutisches Potential zur Verminderung der neuronalen Zellschäden und der Neuropathie-Schmerzen bei Diabetes. [Kaeidi A et al., „Olive (Olea europaea L.) leaf extract attenuates early diabetic neuropathic pain through prevention of high glucose-induced apoptosis: in vitro and in vivo studies.“ J Ethnopharmacol. 2011 Jun 14;136(1):188-96.]

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Pycnogenol bei Diabetes

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  • Zuletzt aktualisiert: Montag, 01. August 2016 07:45
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 05. Februar 2015 09:27
  • Geschrieben von Ilja Rieb
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Fachinformation

(von Ilja Rieb, Dipl.-Oecotrophologe, http://www.rieb-service.de)

 

Erfahrungswerte in der Behandlung von Retinopathie bei Diabetespatienten zeigen, dass mit 50 mg Pycnogenol drei Mal täglich (150 mg / Tag) beachtliche Erfolge zu erzielen sind.

Die Wirkung von Pycnogenol kann durch seine antioxidativen, antientzündlichen und kapillarprotektiven Eigenschaften erklärt werden. Sie wurde mittels Fluorangiographie, Ophthalmoskopie und Elektroretinogramm bestätigt. Die Erfolge waren bei Patienten mit Retinopathie und anderen Retina-Erkrankungen in Folge von Diabetes, Atherosklerose oder anderen Gefäßerkrankungen, die die Netzhaut betreffen, signifikat messbar. Die Dosierung betrug 50 mg 3 x tgl. für 2 Monate. [Spadea L, Balestrazzi E. Treatment of vascular retinopathies with Pycnogenol. Phytother Res. 2001 May;15(3):219-23.]

Kapillar-Schutz:

  • Die brüchigen Kapillaren der Netzhaut werden stabilisiert, so dass keine überschüssige Flüssigkeit aus den Kapillaren in die Netzhaut übertritt.
  • Außerdem wird das Endothel der Kapillaren so beeinflusst, dass die Mikrozirkulation des Blutes verbessert wird.


Antioxidativer Schutz:

  • Eine ausgeprägte antioxidative Wirkung von Pycnogenol auf die Netzhautlipide ist im Versuch nachweisbar. Die Kombination von Pycnogenol mit anderen Antioxidantein zeigt einen synergistischen Schutz der Retina vor Oxidation. [Chida M et al. In vitro testing of antioxidants and biochemical end-points in bovine retinal tissue. Ophthalmic Res. 1999;31(6):407-15.]

 

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