Gesunde Lebensweise senkt Risiko für chronische Erkrankungen um 78 Prozent

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  • Kategorie: Diabetes
  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 12. August 2009 12:23
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Bei Personen, die niemals geraucht haben, nicht übergewichtig und mehr als dreieinhalb Stunden pro Woche körperlich aktiv sind und sich gesund ernähren, sinkt das Diabetesrisiko um 93 Prozent.

Das Herzinfarktrisiko sinkt um 81 Prozent,das Schlaganfallrisiko um die Hälfte und das Krebsrisiko um 36 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer großen Potsdamer Langzeitstudie, veröffentlicht in der Zeitschrift „Archives of Internal Medicine“.

Ziel der Studie war, Einzel- sowie kombinierte Effekte der vier wohl einflussreichsten Lebensstilfaktoren zu untersuchen: Raucherstatus, Körpergewicht, Aktivitätsstatus und Ernährungsweise. Grundlage der Studienergebnisse waren Daten von 23.153 weiblichen und männlichen Studienteilnehmern der Potsdamer European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC).


Im Schnitt waren sie bei Studieneintritt 49,3 Jahre alt. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug etwa acht Jahre. Neun Prozent der Studienteilnehmer erfüllten alle vier Kriterien einer gesunden Lebensweise. Nur vier Prozent der Probanden wiesen keine dieser positiven Merkmale auf. Den meisten Teilnehmern konnten die Wissenschaftler ein bis drei der Kriterienpunkte zuordnen. Generell galt: Je mehr der vier Merkmale die Teilnehmer aufwiesen, desto geringer war ihr Erkrankungsrisiko.

Ein BMI unter 30 vermindert das Risiko chronisch zu erkranken um mehr als die Hälfte. Dies trifft besonders auf das Typ-2-Diabetesrisiko zu. Ist man zudem sein Leben lang Nichtraucher, vermindert sich das Risiko für chronische Erkrankungen um 70 Prozent. Aber auch Raucher und Exraucher können ihr Risiko durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und ein normales Körpergewicht um bis zu 70 Prozent senken.

Quelle: "Artzt am Abend", Ausgabe 11.08.2009