Lust auf Salat? Dann sollten Sie diesen Artikel unbedingt lesen!

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  • Kategorie: Essen und Trinken
  • Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 16. Juli 2013 09:43
  • Veröffentlicht: Montag, 15. Juli 2013 07:50
  • Geschrieben von Sabine Zimmermann
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Abgepackte und verzehrfertige Salate sollen die gesunde Ernährung im stressigen Alltag erleichtern. Doch nach Ergebnissen der Stiftung Warentest könnte das Gegenteil der Fall sein, denn häufig enthalten die Fertigsalate zu viele Keime.


Bei einem aktuellen Vergleich sei fast die Hälfte von insgesamt 19 untersuchten Salaten zu stark belastet gewesen, berichtet die Stiftung in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „test“.

Keime können Magen-Darm-Beschwerden verursachen


Keines der untersuchten Produkte sei zum Verbrauchsdatum „von guter mikrobiologischer Qualität“ gewesen. Zehn abgepackte Salate hätten deswegen bei diesem Testmerkmal mit dem Qualitätsurteil „befriedigend“ abgeschnitten, acht mit „ausreichend“. Ein Biosalat sei sogar verdorben gewesen und habe deswegen die Note „mangelhaft“ erhalten.

Häufig seien die Salate zu stark mit Hefen belastet gewesen, berichtet „test“. Gefährliche Krankheitserreger wie Salmonellen, Listerien oder Ehec seien aber nicht gefunden worden. Würden die Richtwerte für die maximal zulässige Anzahl an Keimen für Hefen und Schimmelpilze überschritten, könne es nach dem Verzehr bei empfindlichen Personen zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.

„Test“ untersuchte die abgepackten Salate auch auf ihre Schadstoffbelastung hin. Zwar seien viele Salate „nicht oder kaum mit Pestiziden belastet“ gewesen, berichtet die Zeitschrift. Allerdings habe es zum Teil auch deutliche Abweichungen gegeben. Ein Biosalat hätte demnach aufgrund seiner Pestizidbelastung nicht als Bioprodukt verkauft werden dürfen. Für einen konventionellen Salat wären die Höchstwerte eingehalten worden.

 

Wichtig: Salat waschen, auch wenn er küchenfertig verkauft wird


Von sieben festgestellten Schadstoff-Rückständen habe bei dem Produkt einer sogar über der gesetzlichen Höchstgrenze
gelegen. Wobei auch dieser Salat verkauft werden durfte, weil Messunsicherheiten berücksichtigt werden müssen.

Allgemein gilt, dass abgepackter Salat so empfindlich ist wie rohes Hackfleisch. Er sollte entsprechend gut gekühlt transportiert und aufbewahrt sowie möglichst rasch verzehrt werden. Jede Stunde, die der Salat beispielsweise auf dem Heimweg ungekühlt bleibe, verringere die Haltbarkeit um einen Tag, schreiben die Tester. Auch wenn der Fertigsalat küchenfertig verkauft wird, sollten Verbraucher ihn am besten vor dem Essen noch mal unter fließendem Wasser waschen, rät Stiftung Warentest.

Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Kleinkindern, Schwangeren und Älteren raten die Warentester sogar ganz von Tütensalat ab, alle anderen sollten ihn besser nur ab und an essen. Grundsätzlich sollte man abgepackten Salat einige Tage vor dem Verbrauchsdatum kaufen und verwenden.