Depressiv durch Lichtmangel im Herbst?

Werden die Nächte länger, verdunkelt sich bei vielen auch die Stimmung. Vorübergehend gedrückte Stimmung, wenn mit dem Sommer auch der Schwung geht, gehört zum Leben und ist noch keine Depression.
Mangelnde Energie, verminderter Antrieb, niedergedrückte Stimmung, Schuldgefühle und Freudlosigkeit sind Kennzeichen der saisonalen Verstimmung. Im Unterschied zur dauerhaft auftretenden Depression haben Betroffene häufig Heißhunger auf Süßes und nehmen eher an Gewicht zu als ab. Außerdem schlafen sie mehr.


Weniger natürliches Tageslicht und verminderte Lichtstärke könnten Auslöser der saisonal abhängigen Verstimmung sein. Bestimmte biochemische Abläufe im Gehirn ändern sich. Licht wirkt auf die Produktion des Hormons Melatonin, das unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers beeinflusst. Während der dunkleren Jahreshälfte wird vermehrt Melatonin gebildet, was dazu führen könnte, dass sich manche Menschen zunehmend schlapp und schläfrig fühlen.

Verkriechen Sie sich nicht den ganzen Tag in geschlossenen Räumen. Regelmäßige Bewegung im Freien gibt Ihnen wieder Auftrieb. Genießen Sie frische Luft und Herbstsonne oder gehen Sie trotz stürmischen und nasskalten Wetters an nach draußen, atmen Sie dabei tief durch.
Achten Sie auf Ihre Ernährungsgewohnheiten. Das beste Weg zur Ausschöpfung aller Möglichkeiten besteht in der Entscheidung für Nahrungsmittel, die reich an Vitaminen der B-Gruppe sind. Die Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin) und B9 (Folsäure) sind für das Funktionieren des Nervensystems unerlässlich. Viel Fisch in der Ernährung stabilisiert auch die Seele. Ein niedriger Omega-3-Fettsäuren-Spiegel führt zu Serotoninmangel, was Verstimmungen hervorrufen kann. Sanfte Hilfe bringt auch eine Nahrungsergänzung mit pflanzlichen Produkten.