Was passiert eigentlich bei Arteriosklerose?

  • Hauptkategorie: News
  • Kategorie: Herz und Gefäße
  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Dienstag, 29. November 2011 07:39
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
  • Zugriffe: 2865

Wenn Ablagerungen an und in den Wänden die Arterien verengen und verhärten, spricht man von Arteriosklerose.

Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff bindegewebige Verhärtung der Schlagadern.

Die Arteriosklerose beginnt mit einer kleinen Verletzung in der Gefäßinnenwand, hervorgerufen zum Beispiel durch die mechanische Belastung bei Bluthochdruck, durch Viren oder durch die Giftstoffe in Zigaretten. Die innere Arterienwandschicht besteht aus einer einzelligen Lage Endothelzellen und dem darunter liegenden Bindegewebe.

Mit der Verletzung haben beispielsweise Fette die Chance, in die Gefäßwand einzudringen. Oft entstehen dadurch Entzündungsherde, welche im weiteren Verlauf auf tiefere Bereiche der Arterienwand übergreifen können. Die Folge ist ein allmählicher Gewebeumbau, wobei in der Arterie eine bindegewebeartige Kappe entsteht, die im Inneren einen Fettkern aufweist.

An den aufgebrochenen Stellen finden Blutgerinnungsreaktionen statt und der Körper versucht, die betroffenen Regionen mit Narbengewebe zu verschließen. Im Verlauf der Erkrankung wird die Wand immer dicker und zusätzliche Kalkeinlagerungen verhärten die Stellen. Die Arterie verliert ihre Elastizität und der Blutstrom gerät an der verengten Stelle ins Stocken.

Dadurch können die verdickten Stellen wieder aufreißen und es bilden sich Blutgerinnsel, die die betroffenen Arterien weiter verengen oder sogar verschließen. Teile des Blutgerinnsels, die vom Blutstrom mitgerissen werden, können an anderen Stellen zu Gefäßverschlüssen führen und so zum Beispiel einen Herzinfarkt auslösen.