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HIV-Therapie - Ist Heilung in Aussicht?

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Hauptkategorie: News
Erstellt am 31. Mai 2016 Zuletzt aktualisiert am 09. Juni 2016 Veröffentlichungsdatum
Geschrieben von Lisa Oberländer Zugriffe: 1593

Neue Ansätze in der Erforschung des Erbguts der HI-Viren und einer Stammzelltherapie bei HIV lassen Betroffene und Ärzte aufhorchen. Doch was sind HIV und AIDS?

AIDS wird durch das HI-Virus (Humanes Immundefizienz Virus) verursacht. Es schädigt das Abwehrsystem unseres Körpers und löst die Immunschwächekrankheit AIDS aus. Dabei dringt das HI-Virus in die T-Helferzellen (CD4-T-Lymphozyten) des Immunsystems ein, so dass Krankheitserreger nicht als körperfremde Strukturen (Antigene) erkannt und abgewehrt werden. Typ HIV-1 kommt weltweit, HIV-2 vor allem in Westafrika vor.
Die Übertragung von HIV geschieht durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, infiziertes Blut, sowie eine Infizierung des Kindes durch die Mutter vor oder während der Geburt.

Der Krankheitsverlauf:

  1. Stadium A - Infektion mit HIV, unsymptomatischer Verlauf wie grippaler Infekt, krankheitsfreie Phase von etwa 10 Jahren
  2. Stadium B - Krankheitszeichen einer gestörten Immunabwehr bis zum Zusammenbruch der körperlichen Abwehr
  3. Stadium C - Ausbruch von AIDS, Phasen schwerer Infektionen und Tumor-Erkrankungen

 

Wie werden HIV-Infektion und AIDS behandelt?

Der HI-Virus gehört zur Gruppe der Retroviren. Die Therapie wird deshalb als Antiretrovirale Therapie (HAART)bezeichnet. Eine Kombination von 3 Medikamenten wird erst verabreicht, wenn Symptome einer HIV-Infektion auftreten. Ihr Einsatz soll die Vermehrung des HI-Virus verhindern. Die Wahl der Präparate ist von den Bedürfnissen und Begleiterkrankungen des Betroffenen abhängig.

Wie ist der aktuelle Forschungsstand zur Therapie von HIV?

  1. In einem einzigartigen Ansatz ist es bei der HIV Forschung inzwischen gelungen, bestimmte Enzyme so zu verändern, dass sie das Erbgut der HI-Viren in den infizierten Zellen aufspüren und zerstören. Im Reagenzglas war die Rekombinase-Technik bei 90% der Stammzellen erfolgreich. Unter Laborbedingungen konnte bestätigt werden, dass Stammzellen und künftige Generationen ihrer Zellen immun gegen HIV sind. Diese Zellen gelten als geheilt. Eine klinische Studie zur Stammzellentherapie ist frühestens für 2018 vorgesehen.
  2. Auch für sogenannte "Schläferzellen" von HI-Viren, die in bestimmten Zellen verbleiben und sich dort vermehren können, muss erst eine Lösung gefunden werden. Im "Shock and Kill-Ansatz" wird mit speziellen Medikamenten nach den Rückzugsorten der HI-Viren gesucht. Welche Zellen sich die Viren dazu aussuchen, ist nicht bekannt, so dass die bisherigen Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind.
  3. Ein weiterer Ansatz berücksichtigt die Rezeptoren der Zelloberfläche, an denen die HI-Viren andocken. Diese werden gentechnisch verändert, um ein Anhaften und Eindringen der Viren zu verhindern. So könnten die Zellen Antikörper gegen HIV bilden. Eine Überlegung ist deshalb, Antikörper selbst herzustellen, um sie HIV-infizierten Menschen zu verabreichen.

Fazit

Eine vollständige Heilung ist derzeit nicht möglich. Realistisch ist die Entwicklung einer kombinierten Therapie aus allen aktuellen Forschungen. Studien zum klinischen Verlauf und mögliche Nebenwirkungen liegen noch nicht vor. Bis die Betroffenen von einer entsprechenden Therapie profitieren können, muss mit weiteren 10 Jahren gerechnet werden. Bei Symptomen einer HIV-Infektion ist die Einnahme einer Kombination aus verschiedenen Medikamenten indiziert, um eine Vermehrung der Viren in den infizierten Zellen zu verhindern.

Schlagzeilen

In 19 randomisierten kontrollierten Studien über die Wirksamkeit der Aufnahme von Antioxidantien während der Chemotherapie wurde die Wirkung von Vitamin A, Vitamin C, Melatonin, NAC, Ellagsäure, Glutathion und eine Antioxidantien-Mischung für Personen mit fortgeschrittenen oder rezidivierenden Tumoren untersucht. Es wurden keine Minderungen der Wirksamkeit durch die Supplementierung mit Antioxidantien während der Chemotherapie beobachtet, dafür aber Erhöhung von Überlebenszeit und verbesserte Ansprechraten von Tumoren sowie geringere Toxizitätserscheinungen. Ergebnisse: 1. Antioxidantien beeinträchtigen nicht die Wirksamkeit der Chemotherapie. 2. Antioxidantien könnten die Wirksamkeit der Chemotherapie verstärken. 3. Antioxidantien können die Toxizidät der Chemotherapien vermindern – das hilft den Patienten die notwendige Dosis der Chemotherapie einzuhalten und diese nicht vorzeitig abzubrechen. Auszug aus: http://www.rieb-service.de/3-Moeglichkeiten/Nachrichten/ Quelle: https://www.researchgate.net/profile/Constantine_Kaniklidis/publication/248702917_Drug_Interactions_in_Oncology_-_Review/links/02e7e51e0634da6a81000000.pdf

Monika Prinz übergibt Spende der Fa. Fairvital an die Knochenmarkspenderzentrale

Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 12.000 Menschen an Leukämie oder anderen bösartigen Blutkrankheiten. Einige der Erkrankten können durch Medikamente geheilt werden, aber häufig kann nur eine Übertragung gesunder Blutstammzellen helfen. Diese Blutstammzelltransplantation ist dann für viele Kinder und Erwachsene die einzige Hoffnung auf Heilung.



Um möglichst vielen dieser Patienten zu helfen, sucht die Knochenmarkspenderzentrale an der Universität Düsseldorf seit fast dreißig Jahren freiwillige Stammzellspender, so 2015 u.a. für Monika Prinz, die die Diagnose Blutkrebs erhalten hatte und dringend einen passenden Spender brauchte. Die Wahrscheinlichkeit, seinen genetischen Zwilling zu finden, ist wie ein Sechser im Lotto. Monika hatte dieses Glück!

Jetzt möchte sie anderen Menschen helfen! Auf ihre Initiative rief ihr ehemaliger Arbeitgeber, die Fa. Fairvital, nicht nur alle Kunden auf, sich als Spender registrieren zu lassen, sondern nutzte eine Rabatt-Aktion, um einen Teil der Erlöse an die Knochenmarkspenderzentrale zu spenden. So kam der stattliche Betrag von Euro 13.790,22 zusammen, den die Knochenmarkspenderzentrale nutzen wird, um die Gewebemerkmale vieler Neuspender zu typisieren. Und vielleicht ist einer dieser Neuspender einmal der passende Lebensretter für einen erkrankten Patienten!

Die Knochenmarkspenderzentrale Düsseldorf und das Universitätsklinikum Düsseldorf bedanken sich herzlich für die Spende.
Monika Prinz und die Firma Fairvital danken allen, die mitgeholfen haben, diesen stattlichen Betrag zu erreichen.

Alle Informationen zur Aktion finden Sie auf https://www.fairvital.com/de/leben-retten

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