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EHEC – Was wäre wenn?

Es ist wieder so weit. EHEC ist da! Mit Schweine-oder Vogelgrippe kann man niemanden mehr aus der Reserve locken. Von Aids, Ebula oder dem Norovirus ganz zu schweigen. Die sind nicht mehr spannend genug.

Doch jetzt bereiten wir uns europaweit-gemeinschaftlich auf die Folgen einer neuen tödlichen Epidemie vor. „Der Höhepunkt der EHEC-Welle ist noch nicht erreicht.“, warnen die Medien.
„Wir haben gemeinsam Angst. Wir sind uns alle einig. Wir überstehen das zusammen“, scheint ein Chorus aus dem Hintergrund zu suggerieren.
Eine prima Methode, um neue Dinge möglichst ohne Widerstand umsetzen zu können. Die große Gemeinschaft ist stark auf ein Thema fokussiert. Alles andere tritt zurück. Es wird zwar wahrgenommen, aber es ist nicht wichtig… Und so ist es nicht verwunderlich, dass zurzeit neue Konzepte für eine Sicherung der medizinischen Versorgung in Deutschland beraten werden. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich leicht erahnen.

Die Gurke versetzt alles in Aufruhr. Ein Gemüse, das bisher an nichts schuld hatte - noch nicht einmal am Übergewicht, denn die Gurke hat kaum Kalorien.
Letzten Samstag beim Abendessen hatte ich in einem meiner Lieblingsrestaurants einen kurzen analysierenden Blick über die Salatteller der Gäste schweifen lassen. 85% haben die Gurkenscheibe (es war wirklich nur eine) nicht angerührt.  Die Angst scheint tief im Nacken zu sitzen.

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Skandal um schädliche Prothesen

Von Udo Ludwig, Ansgar Mertin und Barbara Schmid

Eine Tochter des US-Konzerns Johnson & Johnson hat weltweit künstliche Hüftgelenke zurückgerufen. Doch viele der 5500 deutschen Patienten wissen noch gar nichts davon.

Auf dem Esstisch von Martha Hussung stehen acht Flaschen Mineralwasser, daneben liegen mehrere Packungen mit Schmerztabletten. Das Wasser hat ihre Tochter Karin vor zwei Tagen dort hingestellt. Die 74-Jährige braucht diesen Vorrat, denn allein kann sie die Flaschen nicht mehr tragen.

Martha Hussung schaut die Flaschen an und legt den Kopf in die linke Hand. "Das Leben ist sooo langweilig geworden", sagt die ehemalige Postangestellte dann, "ich häng hier rum wie ein Krüppel, eigentlich ist das kein Leben mehr."

Vor fünf Jahren noch war Martha Hussung eine vitale Frau. Sie wanderte, machte Gymnastik, fuhr Auto. Dann tat auf einmal die linke Hüfte weh, eine Arthrose. Sie erhielt ein künstliches Hüftgelenk.

Die Ärzte bauten ihr eine Prothese der Firma DePuy ein, einer Tochter des amerikanischen Weltkonzerns Johnson & Johnson. Das hätten sie besser nicht gemacht, denn das Produkt hat offenbar Mängel. Und zwar nicht nur im Fall von Martha Hussing, sondern bei vielen Menschen überall in der Welt.

Tausende Prothesen sind inzwischen wieder herausoperiert worden; die Firma hat das Modell vom Markt genommen. Allein in Deutschland wurden in 157 Krankenhäusern 5500 dieser DePuy-Implantate eingesetzt. Fachleute rechnen damit, dass die meisten irgendwann vorzeitig ausgetauscht werden müssen. Es geht um Kosten in dreistelliger Millionenhöhe. Die Affäre könnte sich zu einem der größten Schadensfälle der deutschen Medizingeschichte entwickeln.

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Schluss mit Hokuspokus. Handlesen wird wissenschaftlich!

Haben Sie einen relativ kurzen Ringfinger oder verfügen Sie über die längere Ausführung?

Egal, wie lang er ist. Denn das, was in diesem Artikel steht, wird Sie auf alle Fälle interessieren.

Das Verhältnis der Fingerlängen erlaubt Forschern vorsichtige Aussagen über die hormonelle Entwicklung eines Menschen und somit über seine Charakterzüge, seine sexuelle Orientierung und sein Risiko für hormonabhängige Krebsarten.

Die Fingerlänge wird bereits vor der Geburt festgelegt. Sie steht im Zusammenhang mit der Menge an Sexualhormonen in der Gebärmutter. Fetale Androgene, vor allem Testosteron, werden ab der achten Schwangerschaftswoche produziert und bestimmen die relative Länge der Finger. Je mehr Testosteron der Fötus produziert, umso länger wird der Ringfinger im Vergleich zum Zeigefinger.

Die Testosteron-Konzentration vor der Geburt beeinflusst neben der Bildung der Geschlechtsorgane auch die Entwicklung des Gehirns. Zuviel Testosteron kann nach Ansicht des britischen Forschers John Manning von der Universität Liverpool das Wachstum der rechten Gehirnhälfte auf Kosten der linken fördern. Das wiederum kann zu besseren mathematischen und musikalischen Fähigkeiten, aber auch zu einem eingeschränkten Leseverständnis führen.

Zuviel vorgeburtliches Testosteron wurde außerdem mit Migräne, Autismus, Stottern, Schizophrenie und Depressionen in Zusammenhang gebracht, so Manning. Er untersuchte unter anderem autistische Kinder und deren Familien und stellte fest, dass sie übermäßig lange Ringfinger haben. Das galt auch für die Familienangehörigen, die selbst nicht betroffen waren.

Schauen Sie etwa noch immer wie gebannt auf Ihre Finger?

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Werden wir seit Jahren immer dümmer?

  • Hauptkategorie: News
  • Kategorie: Aufgepasst!
  • Veröffentlicht: Donnerstag, 21. Oktober 2010 13:06
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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In Deutschland sind etwa 70 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen zwischen 18 und 80 Jahren übergewichtig, davon etwa rund ein Drittel krankhaft fettleibig. Tendenz steigend. Übergewicht scheint sich langsam aber sicher zu einer Epidemie zu entwickeln. Diabetes, Darm- und Brustkrebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten können die Folge sein. Vor 1980 war das Problem kaum bekannt. Damals lag der Anteil der krankhaft dicken Menschen in den meisten Ländern noch deutlich unter zehn Prozent.

Doch woher kommt dieser Trend? Die 2008 erschienene Ernährungsstudie stellt einen Zusammenhang zwischen Bildung und Übergewicht her. Die Wissenschaftler lehnen sich dabei sehr weit aus dem Fenster und folgern, dass Dicke wirklich dumm, dafür aber lustig und gemütlich sind. Der BMI soll sowohl mit dem Bildungsniveau als auch der Höhe des Pro-Kopf-Nettoeinkommens variieren. Wer einen höheren Schulabschluss hat oder mehr verdient, wiegt weniger.

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Gefährlicher Trend: Botox*-Flatrate

  • Hauptkategorie: News
  • Kategorie: Aufgepasst!
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 29. September 2010 08:24
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
  • Zugriffe: 4545

Das Leben hinterlässt Spuren - auch auf der Haut. Einfach nur wieder etwas jugendlicher aussehen, der Haut ein wenig "auf die Sprünge helfen". Diesen Wunsch haben ab einem gewissen Zeitpunkt fast alle Frauen... und Männer. Sie auch?
Faltenfrei und entspannt aussehen für wenig Geld - so lautet ein neuer Trend einiger in- und ausländischer Schönheitskliniken. Denn es wurde die sogenannte Botox*-Flatrate erfunden. Für eine monatliche Gebühr von 39 bis 99 Euro können sich Patienten beliebig oft Botulinumtoxin spritzen lassen. Die Verführung ist groß. Schließlich ist bereits alles gezahlt. Doch viel hilft nicht immer viel; und schon gar nicht, wenn es sich um ein Nervengift handelt.

Viel zu schnell werden mit der Botox-Flatrate Überdosierungen und Nebenwirkungen riskiert. Das können asymmetrische Gesichtszüge sein, vermehrte Falten an angrenzenden Hautarealen oder sogar hässliche Hängelider. Das Schlimme daran: Diese Entstellungen verschwinden erst nach Monaten wieder, denn Botulinumtoxin, welches unter die Haut gespritzt wird, baut sich nur sehr langsam wieder ab.

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