Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS)

Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) betrifft ca. 3-5% der Schulkinder, wobei diese Zahl regional sehr schwanken kann. Es ist gekennzeichnet durch eine Altersunangemessene Impulsivität, Konzentrationsmangel und manchmal Hyperaktivität. Darüber hinaus kommen Lern- und soziale Anpassungsschwierigkeiten vor.

Kann die Änderung der Ernährungsgewohnheiten helfen?


In einer Studie mit ADS-Kindern, die eine hypoallergene Diät erhielten, kam es bei ca. 30% zu einer Verbesserung der Symptomatik. Die anschließende Provokation mit Nahrungszusätzen führte bei allen Kindern zu einer Verschlimmerung. In anderen Untersuchungen wurde eine Verbesserung beobachtet, wenn es bei bekannter Nahrungsmittelallergie gelang, das auslösende Allergen aus der Diät zu eliminieren. Positive Erfahrungen insbesondere bezüglich Unruhe und Aggressivität wurden auch mit einer Zuckerreduzierten Diät gemacht.

Nahrungsergänzungsmittel, die helfen können

Algen enthalten hochwertiges Eiweiß sowie Omega-3-Fettsäuren, die zum Aufbau der Neurotransmitter notwendig sind. In Studien mit ADS-Kindern, die über einen Zeitraum von 10 Wochen 1,5 g AFA-Algen täglich bekamen, konnte eine Verbesserung der schulischen Leistungen, das Nachlassen der Hyperaktivität, die Verlängerung der Aufmerksamkeitsspanne sowie ein besseres Sozialverhalten beobachtet werden. Die Kinder wurden ruhiger und ausgeglichener.
Bei einigen ADS-Kindern wurden erniedrigte Magnesiumspiegel gemessen. Die Einnahme von 200 mg Magnesium täglich für 6 Monate führte zu einer signifikanten Abnahme der Hyperaktivität.
Auch ein Mangel an essentiellen Fettsäuren wurde bei einigen ADS-Kindern festgestellt. Ein Versuch mit Nachtkerzenöl kann in diesem Fall sinnvoll sein. Auch in der AFA-Alge sind diese Fettsäuren reichlich vorhanden. Weiterhin sind Fischöl oder Leinöl gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren.
Bei jüngeren Menschen und sogar bei Kindern kommt es offensichtlich häufig zu Engpässen in der körpereigenen Produktion von Phosphatidylserin (PS). Ist der PS-Spiegel im Gehirn zu niedrig, wirkt sich das negativ auf die Signalübertragung aus. Um diesen Unterschied im Hirn-Aktivitätsniveau wieder auszugleichen, werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet. Führt man dem Gehirn genügend Phosphatidylserin zu, funktioniert die Signalübertragung im Gehirn wieder auf normalem Weg. Die Überaktivität des Gehirns verschwindet.
In einer Studie mit ADS-Kindern zeigte Phosphatidylserin in 92% der fälle eine deutliche Verbesserung der Symptome.
Positive Erfahrungen wurden auch mit B-Vitaminen gemacht. Insbesondere Vitamin B6 kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Die hoch dosierte Einnahme dieses Produkts kann jedoch zu Nervenschädigung führen, so dass große Mengen Vitamin B6 Kindern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gegeben werden sollten.
Interessante Erfolge wurden auch für Ginkgo Biloba berichtet. Beim Berner Kinder- und Jugendpsychiatriesymposium zur Psychopharmakotherapie wurden im Februar 2003 von H. Frei die Ergebnisse einer Studie mit 50 ADS-Kindern (Durchschnittsalter 8 Jahre) vorgestellt. 56% sprachen gut auf die 4-wöchige Therapie mit Ginkgo Biloba an, 36% zeigten eine ungenügende Besserung und 8% reagierten paradox. Als unerwünschte Wirkung wurde bei einem Kind eine Einschlafstörung beobachtet.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.