Älter werden

Angst vor dem Alter?

Ab 25 wird man alt!
Die Lebenserwartung für ein heute geborenes Mädchen beträgt 80,6 Jahre, für einen Jungen 74,4. Auch wenn Sie schon seit einiger Zeit auf der Welt sind, haben Sie eine hohe Lebenserwartung, die sich laufend steigert: für eine heute 60jähirge Frau ergeben sich noch weitere 23,3 Jahre, für einen 60jährigen Mann ergeben sich noch weitere 19. Das sind statistisch drei Monate mehr als vor vier Jahren.

Vielleicht haben Sie auch schon das eine oder andere bei sich festgestellt: Man wird vielleicht öfter krank. Die Haut wird faltig und trocken. Der Appetit lässt nach, man isst weniger, nimmt aber trotzdem zu. Das Kurzzeitgedächtnis lässt einen manchmal im Stich, während einen das Langzeitgedächtnis mit Geschichten von Früher versorgt, die keiner hören mag.

Die Alterungsprozesse der Haut beginnen sehr früh, nämlich schon sieben Jahre nach der Volljährigkeit. Schuld daran sind u.a. sog. freie Radikale, aggressive Moleküle, die sich durch falsche Ernährung, Alkohol und Nikotin, aber auch durch die UV-Strahlen im Körper bilden. Die freien Radikale schädigen Zellen oder behindern die Reparaturmechanismen. Die Hautalterung schreitet voran und die Immunabwehr wird beeinträchtigt.

Ab dem 30. Lebensjahr lässt in der Regel die Fähigkeit nach, unter Zeitdruck viele gleichzeitig eintreffende Informationen zu verarbeiten. Die zeitunabhängige „kristallisierte kognitive Leistung", die von der schulischen Bildung und sonstigen frühen Lernerfahrungen abhängt, kann dagegen mit den Jahren sogar wachsen. Geistige Mobilität ist eine Trainingsfrage. Die zuverlässigsten Mittel, das Gehirn fit zuhalten, sind: Lesen statt Fernsehen, Erlernen und Üben einer Fremdsprache oder das Ausüben eines anspruchsvollen Hobbys.
Das Altwerden ist nicht gleichbedeutend mit Krankheit oder Schwäche.Ihr Energiebedarf nimmt in den Jahren zwischen 45 bis 65 ab, von täglich 2400 auf 1700-1900 kcal. Sie gewinnen Energie für etwa 15 Minuten Treppensteigen dazu. Die Abnahme von aktivem Muskelgewebe führt aber zu einem verlangsamten Energieverbrauch. Sie nehmen also zu, obwohl Sie nicht mehr essen als gewohnt.
Auch der Durst lässt nach. Aufgrund der verringerten Flüssigkeitsaufnahme sinkt der Wasserhaushalt auf 55 Prozent. Folge ist u.a. ein Elastizitätsverlust der Bandscheiben, man 'schrumpft' und auch die Haut wird faltiger. Aus diesem Grund sollten Sie am Tag mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Dem Beta-Carotin (einer Vorstufe des Vitamin A) und den Vitaminen A, C und E sagt man nach, dass sie das Immunsystem stärken und die so genannten Freien Radikale unschädlich machen. Ältere Menschen sollten außerdem Biotin, Folsäure, Pantothensäure sowie Selen und Zink über Vitalstoffpräparate zu sich nehmen. Speziell für Männer empfehlen sich Sägepalme-Extrakte. Sie enthalten Hormon-Vorstufen die bei Haarproblemen und zur Prostata-Vorbeugung günstige Wirkungen gezeigt haben.

Den Antioxidanz-Vitaminen sowie den sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden oder Phytoöstrogenen wird nach medizinischen Studien auch ein positiver Effekt auf die Hirnleistung zugesprochen. Gleichzeitig sprechen Mediziner auch von Schutzwirkungen bei altersbedingten Hirnkrankheiten (Alzheimer und Parkinson).

Die besten Altersvorsorge ist: gesund, fit und mobil bleiben. Wenn Sie einige medizinische Fakten und Erfahrungswerte akzeptiert und einige Gesundheitsregeln befolgt, können Sie beim Altwerden für sich das Optimale herausholen.


Quelle: Statistisches Bundesamt

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Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.