Arthrose

Als Arthrose bezeichnet man einen irreversiblen Gelenksschaden, der häufig durch Fehlbelastung verursacht ist. Auch nach Verletzungen oder bei angeborenen Knorpeldefekten kann es dazu kommen. Man geht davon aus, dass die Arthrose mit dem Untergang des Gelenksknorpels beginnt, im Anschluss kommt es zu Umbauprozessen im angrenzenden Knochen mit Zerstörung der Gelenksfläche. Folgen sind Schmerzen und Steifigkeit des Gelenkes, zunehmende Verformung, und im Endstadium kann es vollständig verknöchern.

Entstehung

Ein Missverhältnis von Belastung und Belastungsfähigkeit des Knorpels verursacht den Untergang von Knorpelgewebe. Dieses Missverhältnis kann entweder durch eine erblich bedingte Störung des Knorpels, wie z.B. bei der Fingergelenksarthrose, oder aber durch eine Fehlbelastung des Knorpels entstehen.

So kann z.B. eine X-Bein-Stellung (Valgus-Fehlstellung) der Kniegelenke oder aber eine eventuell nur angeborene leichte Hüftgelenksfehlstellung zu einer ungleichmäßigen Belastung und damit zu einer Arthrose der entsprechenden Gelenke führen. Auch Knorpelschädigungen durch lang zurückliegende Unfälle oder auch zum Teil Gelenkoperationen können eine Arthrose verursachen. In den Gelenken, welche das Körpergewicht tragen müssen wie die Kniegelenke, die Hüft-, Sprunggelenke oder die Wirbelsäule spielt auch Übergewicht eine wichtige Rolle.

Der kranke Knorpel wird abgerieben bis der Knochen erreicht ist. Gewissermaßen als Abstützreaktion wächst der Knochen um das kranke Gelenk herum und bildet Ausläufer, die so genannten Osteophyten. Dadurch kommt es zu Deformierungen und knotigen Verdickungen der betroffenen Gelenke. Abgeriebenes Knorpel- und Knochenmaterial verursacht eine Entzündung der umgebenden Gelenkhaut (Detritussynovitis). Dadurch können die Gelenke immer wieder überwärmt und gerötet sein, außerdem kann ein Gelenkerguss entstehen. Man nennt dies auch "aktivierte Arthrose".

Arthrose ist weltweit die häufigste chronisch-degenerative Gelenkerkrankung, von der allein in Deutschland rund fünf Millionen Menschen betroffen sind. Mit dem Lebensalter wächst das Risiko, eine Arthrose zu bekommen. Während nur 4% der 20-jährigen eine Arthrose haben, ist bei den über 70-jährigen Menschen zu 70% eine Arthrose vorhanden. Frauen sind davon häufiger betroffen.

Symptome

Typische Symptome sind Schmerzen und Steifigkeit der Gelenke. Diese Schmerzen werden durch kalte und feuchte Witterung und durch Belastungen verstärkt. Vor allem stoßartige Belastung wie Treppen-Hinab-Steigen bei Kniegelenksarthrose sind schmerzhaft. Fahrradfahren dagegen ist meist ohne Probleme möglich. Typisch für die Arthrose ist auch der so genannte Anlaufschmerz, das bedeutet, dass nach längerem Ruhen die ersten Bewegungen schmerzhaft sind und erst nach einigen Metern besser werden. Die Arthrose unterscheidet sich daher von den entzündlichen Erkrankungen, welche meist vor allem morgendliche Schmerzen zeigen. Auch die Morgensteifigkeit der Gelenke, welche bei entzündlichen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis oft über Stunden geht, gibt es bei der Arthrose nur für wenige Momente bis sich die Gelenke "eingelaufen" haben. Im weiteren Verlauf der Arthrose kommt es durch den Knorpelabrieb zu Reizungen des Gelenks mit Schwellungen und Ergüssen und später auch zu Verformungen der Gelenke.

Im Röntgenbild zeigen sich bei einer Arthrose typische Veränderungen:

  • verringerter Gelenkspalt
  • Bildung von Ausläufern des Knochens
  • Verdichtung des Knochens unter dem Knorpel
  • Defekte des Knochens unterhalb des Knorpels in der Hauptbelastungslinie


Nahrungsergänzungsmittel, welche bei Arthrosen im Sinne von degenerativen Gelenkerkrankungen und anderen Verschleißerscheinungen empfohlen werden, enthalten meist Glucosamin und Chondroitin. Diese Wirkstoffe haben einen wissenschaftlichen Hintergrund und zeigen eine nachprüfbare Wirkung im Sinne einer Entzündungshemmung und Schmerzlinderung. Es kommt in einer großen Zahl von Fällen zu einer Beschwerdebesserung bei bestimmten Überlastungsschäden. Glukosamin und Chondroitinsulfat sind knorpelspezifische Aminosäuren, wichtig für die Bildung der Knorpelbausteine (z.B. der Proteoglycane) und für die Kontrolle knorpelzerstörender Enzyme, also im Sinne einer Stoffwechselverbesserung für das kranke Gelenk.

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Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.