Asthma

Bei Asthma handelt es sich um eine Erkrankung des Bronchialsystems, die durch Spasmen der Bronchien, Atemnot, behindertes Ausatmen, Husten und Schleimüberproduktion gekennzeichnet ist. Es tritt in der Regel anfallsweise auf. Ursächlich spielen genetische, allergische, infektiöse, emotionale, Umwelt- und Ernährungs-Faktoren eine Rolle. Von Seiten der Nahrungsergänzung gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können.

Asthma: Lohnt sich ein spezielles Atemtraining?

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Nahrungsergänzungsmittel, die bei Asthma helfen können

In einer Doppelblindstudie mit Asthmapatienten, deren Anfälle durch sportliche Aktivität ausgelöst wurden, erhielt die eine Hälfte der Patienten das zu den Carotinoiden gehörende Nahrungsergänzungsmittel Lycopin in einer Dosierung von 30 mg täglich für eine Woche. Die Kontrollgruppe nahm ein Scheinmedikament (Placebo) ein. Weder Patienten noch Studienleiter wussten, wer zu welcher Behandlungsgruppe gehörte. Erst am Ende der Untersuchung wurden die Daten decodiert (daher „doppelblind“). Es konnte gezeigt werden, dass Lycopin die Asthmasymtome signifikant reduzierte.

Bei Asthmapatienten besteht häufig Vitamin B6-Mangel. Dieser kann Folge der Erkrankung selbst oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente wie Theophyllin oder Aminophyllin herbeigeführt bzw. begünstigt sein. In einer Doppelblindstudie führte die Einnahme von 200 mg Vitamin B6 für 2 Monate bei Kindern zu einer Reduktion der Asthmasymtomatik sowie zu einer Verringerung des Verbrauchs an Asthmamedikamenten. Eine andere Studie mit erwachsenen Asthmatikern ergab eine deutliche Abnahme der Häufigkeit und des Schweregrads von Asthmaanfällen nach Einnahme von 50 mg Vitamin B6. Die Dauereinnahme von hoch dosiertem Vitamin B6 (d.h. über 50 mg täglich) muss wegen möglicher Nebenwirkungen von einem Arzt überwacht werden.

Asthmapatienten haben darüber hinaus häufig erniedrigte Magnesiumblutspiegel, wodurch die gefürchteten Bronchialspasmen begünstigt werden. In einer Studie mit 18 erwachsenen Asthmatikern führte die Einnahme von 300 mg Magnesium für 30 Tage zu einer Abnahme der Reaktivität der Bronchien. Eine signifikante Verbesserung der Symptome wurde in einer Doppelblindstudie festgestellt, in der die Studienteilnehmer 400 mg Magnesium oder ein Scheinmedikament für 3 Wochen einnahmen.

Auch für Vitamin C in einer Dosierung von 500-1000 mg wurden positive Ergebnisse in unterschiedlichen Studien berichtet. So fand man in einer Doppelblindstudie, dass die Einnahme von 1 g Vitamin C pro Tag für 14 Wochen die Häufigkeit und den Schweregrad von Asthmaattacken bei erwachsenen Asthmapatienten aus Nigeria reduzierte. In anderen Untersuchungen wurde gezeigt, dass Vitamin C die Reaktivität der Bronchien vermindern konnte. Auch bei Provokationstests mit Metacholin, einem Medikament, dass Asthmaanfälle auslösen kann, konnte eine Schutzwirkung von Vitamin C nachgewiesen werden.

In mehreren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass niedrige Selenspiegel mit einem erhöhten Risiko für Asthma einhergehen. Dies beruht möglicherweise auf den antioxidativen Eigenschaften von Selen, dass die bei Asthmatikern erhöhten Mengen an freien Radikalen reduzieren helfen kann.

In einer weiteren interessanten Studie erhielten 7 Patienten mit Asthma und Pollenallergie 3 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag für 30 Tage. Lungenfunktionsparameter wurden 1 Monat vor Beginn der Einnahme, am Ende der Einnahmeperiode und 1 Monat später gemessen. Man stellte eine signifikante Verbesserung der Werte fest, nachdem die Patienten 1 Monat lang das Nahrungsergänzungsmittel eingenommen hatten. Einen Monat danach waren die Lungenfunktionswerte wieder wie vor Beginn der Supplementierung. Dieses Ergebnis wurde von den Autoren als starken Hinweis auf eine Schutzwirkung von Omega-3-Fettsäuren bei Asthmatikern gewertet. Große Mengen dieser Fettsäuren sind in Fischöl enthalten. Die Supplementierung von 29 asthmakranken Kindern mit Fischölkapseln oder Placebo für 10 Monate führte ebenfalls zu einer Verbesserung der Symptomatik und einer reduzierten Empfindlichkeit bei Provokationstests in der Fischölgruppe.

Aus dem Kräuterbereich gibt es eine Doppelblindstudie mit dem entzündungshemmenden Weihrauch. Die Einnahme von 300 mg Weihrauch dreimal täglich führte im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer signifikanten Abnahme der Asthmaanfälle sowie einer deutlichen Verbesserung der Lungenfunktionsparameter.

Auch eine Studie mit Bestandteilen von Ginkgo Biloba führte zu einer Symptomreduktion bei Asthmapatienten. Für Erwachsene wird die Einnahme von 120-240 mg standardisiertes Ginkgo Biloba Extrakt dreimal täglich empfohlen.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.