Bluthochdruck (Hypertonie)

In den Industriestaaten leiden 20% der Bevölkerung an erhöhtem Blutdruck. Von Bluthochdruck spricht man laut der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wenn bei Erwachsenen an mehreren verschiedenen Tagen in Ruhe Werte über 140/90 m Hg gemessen werden. In 90% der Fälle kann keine Ursache für die Blutdruckerhöhung gefunden werden. Man spricht dann auch vom essentiellen Hypertonus (= Bluthochdruck).
Der so genannte sekundäre Hypertonus, der sehr viel seltener vorkommt, kann auf verschiedene Grundkrankheiten (z.B. der Schilddrüse, Niere oder Nebenniere) oder die Einnahme bestimmter Medikamente zurückgeführt werden.

Erhöhter Blutdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose. Diese kann ihrerseits zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenerkrankungen und Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen führen. Daher ist es unbedingt erforderlich, normale Blutdruckwerte zu erreichen. Neben der medikamentösen Therapie kann eine Anpassung der Lebensgewohnheiten zur Normalisierung der Werte wesentlich beitragen. So sollten Raucher den Nikotinkonsum einstellen. Auch regelmäßige sportliche Betätigung und Normalgewicht sind wichtige Faktoren, um normale Blutdruckwerte zu erreichen.

Nahrungsergänzungsmittel zur Blutdrucksenkung

Neben den genannten Allgemeinmaßnahmen gibt es aber auch die Möglichkeit über Nahrungsergänzungsmittel die Blutdruckwerte positiv zu beeinflussen. So konnte in verschiedenen wissenschaftlichen Studien gezeigt werden, dass Coenzym Q10 bei Hochdruckpatienten zu einer signifikanten Blutdrucksenkung führte. In der Regel wurde Coenzym Q10 in einer Dosierung von 100 mg täglich für mindestens 10 Wochen eingenommen.

Die Analyse von 31 Studien ergab, dass die hoch dosierte Einnahme von Fischöl ebenfalls einen Blutdruck senkenden Effekt hat. Dies wird auf den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und hier insbesondere EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) zurückgeführt.

In einigen Studien konnte außerdem gezeigt werden, dass Magnesium in einer Dosierung von 350-500 mg täglich eine Blutdruck senkende Wirkung hatte. Der Effekt war besonders eindrucksvoll bei Patienten, die mit Diuretika (=Entwässerungstabletten) behandelt wurden, deren Einnahme mit Kalium- und Magnesiumverlust einherging (z.B. Lasix).

Auch die Einnahme von Kalzium in einer Dosierung von 800-1500 mg täglich führte zur Blutdrucksenkung, was die Auswertung von 42 entsprechenden Studien ergab. Es wird empfohlen im Einzelfall einen Versuch mit 1000 mg Kalzium täglich für 12 Wochen zu machen, um die individuelle Wirksamkeit zu testen.

Geringe Blutdrucksenkungen wurden in drei Studien auch für Vitamin C beobachtet. Daher empfehlen manche Ärzte die Einnahme von 1000 mg Vitamin C täglich.

Bei einem Teil der Patienten, die schlecht auf die übliche Medikation ansprachen, konnte außerdem die zusätzliche Einnahme von Arginin in einer Dosierung von 2 g drei mal täglich zu einer Reduzierung der Blutdruckwerte beitragen.

Aus dem Pflanzenbereich wird vor allem Knoblauch und Zwiebeln eine milde Blutdruck senkende Wirkung nachgesagt.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.