Diabetes Mellitus

Beim Diabetes Mellitus handelt es sich um eine Zuckerverwertungsstörung, bei welcher der Blutzuckerspiegel erhöht ist, während die Körperzellen gleichzeitig „hungern“. Ursache ist eine Unterproduktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse und/oder eine unzureichende Antwort der Zellen auf das vorhandene Insulin. Die Therapie besteht aus einer Kombination von Diät mit Insulininjektionen oder Medikamenten, die die Ausschüttung dieses Hormons aus der Bauchspeicheldrüse anregen. Diabetes kann auf die Dauer zu Organschäden insbesondere von Nieren, Herz, Augen und Nerven führen. Darüber hinaus ist das Risiko für Infektionen erhöht und die Wundheilung häufig verzögert.

Nahrungsergänzungsmittel, die helfen können

Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass Chrom die Glukosetoleranz verbesserte, d.h. bei gleicher verzehrter Zuckermenge stiegen die Blutzuckerspiegel weniger an. Dies wird auf eine Zunahme der Empfindlichkeit gegenüber Insulin zurückgeführt. Die empfohlene tägliche Zufuhr beträgt dabei mindestens 200 mcg, in einigen Studien wurden aber auch bis zu 1000 mcg täglich eingenommen.

Diabetiker haben häufig reduzierte Magnesiumspiegel. Bei Insulin-abhängigen Diabetikern, die gleichzeitig an Magnesiummangel litten, kam es häufiger zu Augenschäden. Die erhöhte Rate an Spontanaborten sowie an Geburtsdefekten bei Müttern mit diesem Krankheitsbild wurde ebenfalls mit Magnesiummangel in Zusammenhang gebracht. In einigen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von Magnesium bei Altersdiabetes die Insulinproduktion steigerte. Die empfohlene Verzehrsmenge beträgt 200-600 mg pro Tag.

Viele Diabetiker haben Zinkmangel, was zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems führen kann. Aus diesem Grund empfehlen viele Ärzte die Einnahme von 15-25 mg Zink täglich.

Ein weiteres wichtiges Nahrungsergänzungsmittel bei Diabetes mellitus ist die Alpha-Liponsäure. Dabei handelt es sich um ein starkes Antioxidans, das in mehreren Doppelblindstudien nachweislich die Insulinempfindlichkeit verbesserte und die Symptome der diabetischen Neuropathie (= Nervenschädigung) linderte. Die tägliche Verzehrsmenge lag zwischen 600 und 1200 mg täglich.

Auch die hoch dosierte Einnahme von Nachtkerzenöl (4 g täglich) für 6 Monate führte in einer Doppelblindstudie zu einer Verbesserung der Nervenfunktion und zur Schmerzlinderung bei neuropathischen Beschwerden.

Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass erniedrigte Vitamin E-Blutspiegel mit einem erhöhten Risiko für Diabetes einhergehen. In anderen Studien konnte die Nahrungsergänzung mit Vitamin E die Glukosetoleranz bei Altersdiabetes verbessern, wobei täglich mindestens 900 I. E. verzehrt wurden. Eine schützende Wirkung gegenüber den bekannten und gefürchteten Komplikationen an Augen und Nieren wurde ebenfalls beschrieben. Bis zum Wirkungseintritt können bis zu 3 Monate vergehen.

Auch die Vitamin C-Blutspiegel sind bei Diabetikern häufig erniedrigt. Studien konnten zeigen, dass die Einnahme von 1-3 g Vitamin C die Glukosetoleranz verbessern und die Nieren schützen konnten.

Ähnliche Ergebnisse wurden auch für Vitamin B6 berichtet. Die gemessenen Blutspiegel waren bei Diabetes-Patienten mit Nervenschäden besonders niedrig. Auch hier konnte die Einnahme eines entsprechenden Nahrungsergänzungsmittels die Glukosetoleranz verbessern.

Der gleichzeitige Verzehr von Vitamin B1 und B12 wird insbesondere bei Diabetikern mit Neuropathie empfohlen.

In einer vorläufigen Studie konnte gezeigt werden, dass der Verzehr von Vitamin D bei Altersdiabetes zur Zunahme des Insulinspiegels führte. Bei Dauereinnahme kann es auch zur Abnahme des Blutzuckerspiegels kommen.

Im Glukosestoffwechsel spielen auch Biotin und Coenzym Q10 eine Rolle. Die Einnahme von 9-16 mg Biotin für mindestens 1 Woche konnte in verschiedenen Studien den Nüchtern-Blutzucker von Diabetikern deutlich senken. Eine positive Wirkung auf den Schmerz bei Nervenschädigung wurde ebenfalls beschrieben. Um einem möglichen Coenzym Q10-Mangel, wie er bei Altersdiabetikern beobachtet wurde, vorzubeugen, raten manche Ärzte zusätzlich zum Verzehr von 50 mg Coenzym Q10 täglich.

Der Eiweißbaustein L-Carnitin ist für den Fettstoffwechsel von Bedeutung. In einer Studie erhielten Patienten mit Diabetes 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht L-Carnitin. Bereits nach 10 Tagen wurden um 25-39% reduzierte Blutfettwerte (Cholesterin bzw. Triglyzeride) gemessen.

Für einen anderen Eiweißbaustein, das Taurin, wurden bei Diabetes Typ 1 erniedrigte Blutspiegel gemessen, was mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen einhergeht. Daher kann die gleichzeitige Einnahme von Taurin sinnvoll sein.

Auch aus dem Pflanzenbereich gibt es eine Reihe von Möglichkeiten die Diabetestherapie zu unterstützen. In einer Doppelblindstudie erhielten Männer mit Altersdiabetes 5 g Psyllium täglich für 8 Wochen. Die Blutglukosespiegel nahmen daraufhin um 11-19,2% ab. Gleichzeitig konnte der Cholesterinspiegel (Gesamt- und LDL-Cholesterin) gesenkt werden.

Eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel bei Altersdiabetikern konnte auch in Untersuchungen mit Sibirischem Ginseng (200 mg täglich) sowie mit Aloe Vera beobachtet werden.


Da einige der genannten Nahrungsergänzungsmittel die Insulinwirkung verstärken können, ist vor der Einnahme die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt unbedingt zu empfehlen.


Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.