Grauer Star

Was ist eigentlich "grauer Star"?

Beim grauen Star handelt es sich um eine Eintrübung der Linse, die die Sehfähigkeit je nach Lokalisation und Intensität mehr oder weniger beeinträchtigt. Zu den vielfältigen Ursachen der Linsentrübung gehören das Altern, Röntgenstrahlenexposition, Infrarotlichtbestrahlung, verschiedene Allgemeinerkrankungen (z. B. Diabetes mellitus) und möglicherweise die chronische Bestrahlung mit UV-Licht. Die Erkrankung beginnt meist mit einem schleichenden Verlust des Sehvermögens, kann aber bei Eintrübung im zentralen Linsenbereich im Frühstadium auch mit Kurzsichtigkeit einhergehen. Ein altersweitsichtiger Patient kann dann auf einmal wieder ohne Brille lesen. Behandelt wird der graue Star zunächst durch regelmäßig angepasste neue Brillengläser. Im fortgeschrittenen Stadium sind die operative Entfernung und der Einsatz einer Kunstlinse möglich.

Wie funktioniert das menschliche Auge?

Im Prinzip lässt sich die Funktion gut mit der eines Fotoapparates vergleichen. Der Blende bei der Kamera entspricht die Pupille, die das Ausmaß des Lichteinfalls ins Auge reguliert: Bei Dunkelheit wird die Pupille über Muskeln, die sich in der Iris befinden, weit gestellt, um möglichst viel Licht durchzulassen. Im Hellen dagegen verengt sie sich und die ins Auge dringende Lichtmenge nimmt entsprechend ab. Um ein scharfes Bild zu erzeugen, braucht das Auge ebenso wie der Fotoapparat eine Linse.

Die Linse ist der einzige Teil des Auges dessen Brechkraft veränderbar ist. Sie ist mit Bändern an Muskeln des so genannten Ziliarkörpers aufgehängt. Diese regulieren die Dicke der Linse, indem sie die Bänder anspannen oder erschlaffen lassen und dadurch eine abgeflachte oder mehr gekrümmte Form der Linse bewirken. Die Wölbung der Linse wird aber auch von ihrer Elastizität bestimmt. Diese nimmt im Alter ab, was zur so genannten Altersweitsichtigkeit führt.

Nachdem ein ins Auge einfallender Lichtstrahl Pupille und Linse passiert hat, trifft er auf den durchsichtigen, gallertigen Glaskörper, der dem Auge seine Form, Festigkeit und Größe verleiht und natürlich auch an der Lichtbrechung beteiligt ist. Schließlich erreicht er die Netzhaut, die dem Film im Fotoapparat entspricht. Auf der Netzhaut befinden sich die Sinneszellen, die auf die einfallenden Lichtstrahlen reagieren.

Man unterscheidet zwei Arten von Fotorezeptorzellen: Die so genannten Stäbchen befinden sich vor allem im äußeren Bereich der Netzhaut und werden durch Helligkeit aktiviert, das heißt sie vermitteln das "Schwarz-Weiß-Sehen". Für das Erkennen von Farben sind die so genannten Zapfen zuständig, die in erster Linie am gelben Fleck (auch Makula genannt) angetroffen werden. Dies ist der Ort des schärfsten Sehens im Auge. Er befindet sich am hinteren Augenpol und hat seinen Namen von der intensiven Gelbfärbung, die er den Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin verdankt. Das auf der Netzhaut entstandene umgekehrte verkleinerte Bild unserer Umgebung wird über den Sehnerv, der am so genannten blinden Fleck der Netzhaut beginnt, an die Sehrinde des Gehirns weitergeleitet. Hier findet dann das eigentliche Erkennen statt.

Welche Rolle kann die Nahrungsergänzung für das Sehen spielen?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns zunächst mit der Aufgabe der Carotinoide beschäftigen. Wie oben bereits beschrieben, befinden sich am gelben Fleck -dem Ort des schärfsten Sehens- hohe Konzentrationen der Carotinoide Lutein und Zeaxanthin. Beides sind gelbe Pigmente, die vor allem in Eigelb, gelben Früchten und Gemüsen sowie in dunkelgrünem Blattgemüse (besonders Spinat, Kohl) vorkommen. Sie haben antioxidative Eigenschaften und schützen so die Sinneszellen vor dem schädlichen Einfluss freier Radikaler. Darüber hinaus absorbieren sie ultraviolettes Licht, das ebenfalls die Netzhaut schädigen kann. Ist die Pigmentdichte -also die Menge an Lutein bzw. Zeaxanthin- am gelben Fleck reduziert, so besteht ein erhöhtes Risiko an grauem Star (=Katarakt) oder altersbedingter Makuladegeneration (=Degeneration des gelben Flecks) zu erkranken.

Wie kann man sich schützen?

Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass die Aufnahme von großen Lutein- und Zeaxanthinmengen mit der Nahrung (z. B. aus Spinat, Broccoli oder Eiern) das Risiko an grauem Star zu erkranken um bis zu 20% senken konnte. Für die altersbedingte Makuladegeneration wurde sogar eine Risikoreduktion um bis zu 40% beobachtet. Die tägliche Einnahme von 6 mg Lutein konnte das Risiko an diesem Augenleiden zu erkranken sogar nahezu halbieren. Unerwünschte Nebenwirkungen wurden bisher nicht beobachtet.

Eine Nahrungsergänzung mit Lutein kann also nachweislich helfen die Sehfähigkeit bis ins hohe Lebensalter zu erhalten und daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Grauer Star: Operationen in der Tagesklinik oder im Krankenhaus?

Lesen Sie dazu einen interessanten Artikel auf www.gesundheitsinformation.de vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), einer unabhängigen, privaten und gemeinnützigen Einrichtung, die auf Initiative des Gesetzgebers gegründet wurde, um die Wirksamkeit medizinischer Behandlungen zu bewerten. 

Zusammenfassung:

Beim grauen Star handelt es sich um eine häufige Augenerkrankungen, die zu einem allmählichen Verlust der Sehfähigkeit führen können. Die regelmäßige Aufnahme von Lutein - einem Nahrungsergänzungsmittel aus der Gruppe der Carotinoide - kann das Risiko für diese Augenleiden nachweislich erheblich senken, und das völlig ohne Nebenwirkungen.


Grauer Star: Operationen in der Tagesklinik oder im Krankenhaus?

Lesen Sie dazu einen interessanten Artikel auf www.gesundheitsinformation.de vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), einer unabhängigen, privaten und gemeinnützigen Einrichtung, die auf Initiative des Gesetzgebers gegründet wurde, um die Wirksamkeit medizinischer Behandlungen zu bewerten. 

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.