Borreliose: eng verwandt mit Syphilis

Die heimtückische und gefährliche Geschlechtskrankheit Syphilis ist in Westeuropa wieder im Kommen. Zu dieser Erkenntnis kommt das Robert Koch-Institut (RKI). Auch Wissenschaftler der Dermatologischen Klinik am Klinikum der Universität München melden, dass die Zahl der Neuerkrankungen wieder stark ansteigt.

Allem übel nicht genug scheint eine weitere Erkrankung, die durch artverwandte Bakterien verursacht wird, sich zur neuen Volksseuche zu entwickeln. über die Zahl der Neuinfektionen bzw. Neuerkrankungen pro Jahr gibt es nur Schätzungen, Tendenz steigend.
Die Rede ist von der durch Zecken oder Stechmücken übertragbaren Lyme-Borreliose. Die Erreger der sind eng mit dem Syphiliserreger verwandt. Beide Bakterien gehören zur Gruppe der Spirochäten, einer Familie von beweglichen, schraubenförmigen Bakterien. Im menschlichen Organismus sondert das Bakterium sogenannte Toxine ab, Stoffwechselprodukte, die zum typischen Krankheitsbild führen. Syphilis ist DIE klassische Geschlechtserkrankung umhin. Obwohl Borreliose und Syphilis verschiedene Erkrankungen sind, besteht hier sehr wahrscheinlich eine Verbindung. Nach bisherigen literarischen Beschreibungen kommt es im Rahmen der Lyme-Borreliose zu fast allen wie auch von der Syphilis hervorgerufenen Krankheitsbildern. Wie bei der Syphilis existieren mehrere Krankheitsstadien, die fließend ineinander übergehen oder auch durch sehr lange beschwerdefreie Intervalle getrennt sein können. Borreliose kann ähnlich wie die Syphilis auch fortschreitend und langwierig verlaufen. In der Regel treten schwere Erkrankungen auf, die sich im Laufe der Jahre zunehmend verschlimmern.
Die Franzosen nennen die Borreliose mit gutem Grund die „Syphilis des Waldes“, da die Erkrankung in der Ursache, der klinischen Symptomatik und der Verbreitung sehr viel Ähnlichkeit mit der Syphilis des Menschen besitzt.

Wegen des Klimawandels rechnen das Robert-Koch-Institut und das Mainzer Umweltministerium damit, dass es zu einer stärkeren geographischen Verbreitung von Zecken und einer Zunahme der durch die Tiere übertragenen Infektionskrankheiten kommt. Je milder der Winter, umso günstiger sind die Bedingungen für die Zecken. In diesem Jahr wurden bereits im Januar die ersten Zeckenbisse beobachtet.

Um sich vor ungewollten Bissen der Spinnentierchen zu schützen, empfehlen die Experten vom Robert-Koch-Institut eine einfache, aber wirkungsvolle Schutzmaßnahme. Wer sich in der Natur bewegt, soll lange Kleidung tragen, die den Körper bedeckt. Denn so bietet sich den Zecken erst gar keine Angriffsfläche.

Buchtipp: Borreliose natürlich heilen: Ethnomedizinisches Wissen, ganzheitliche Behandlung und praktische Anwendungen

Hörbuchtipp: Borreliose natürlich heilen - Hörbuch