Osteoporose

Was ist Osteoporose?

Die Osteoporose (v. griech. „Knochen“ und lat. porus „Öffnung“) ist ein übermäßiger Abbau der Knochensubstanz, der das ganze Skelett betrifft. Die Krankheit ist daher auch als Knochenschwund bekannt. Das typische Merkmal der Osteoporose ist eine Abnahme der Knochenmasse und Verschlechterung der Knochenarchitektur, in der Folge der Knochenstabilität, was zu einer erhöhten Gefahr von Knochenbrüchen führt. Zur Diagnose wird die Knochendichtemessung herangezogen, bei der ein so genannter T-Wert ermittelt wird. Der T-Wert ist ein statistischer Wert, der einen Vergleich des gemessenen Knochendichtewertes mit der Population der jungen erwachsenen Frauen und eine Aussage zum Bruchrisiko ermöglicht. Der Stellenwert der Osteoporose als Erkrankung ist in den Knochenbrüchen begründet. Hier sind es vorwiegend die Brüche der Wirbelkörper, der Schenkelhälse und in geringerem Umfang auch der Speichen, die eine besondere Bedeutung erfahren. Die Heilung von Knochenbrüchen bei Osteoporose ist nicht gestört, der Zeitrahmen ist kein anderer als beim jüngeren Menschen. Die Folgen der Brüche können jedoch vor allem beim älteren Menschen sehr nachhaltig sein und unter Umständen sogar zum Tode führen.

Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Osteoporose. Zur wesentlich häufigeren primären Osteoporose zählen die postmenopausale (oder postklimakterische) Osteoporose und die Altersosteoporose (Involutionsosteoporose). Die sekundäre Osteoporose tritt u. a. als Folge von Stoffwechselerkrankungen oder hormonellen Störungen auf.

Für Deutschland ist davon auszugehen, dass etwa jede fünfte Frau über 50 Jahren bereits eine Osteoporose-assoziierte Fraktur erlitten hat. Für Männer ist ab dem 70. Lebensjahr die Altersosteoporose ebenso ein häufiges Krankheitsbild.

Knochenbrüche bei Osteoporose finden sich insbesondere an den Wirbelkörpern der Wirbelsäule, am Oberschenkelhals und am Handgelenk.

Umstellung der Lebensgewohnheiten

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Substanzverlust der Knochen zu stoppen oder sogar umzukehren. Da Salz- und Koffeinkonsum den Verlust von Kalzium – einem wichtigen Mineralbaustein des Knochens – im Urin steigern, empfiehlt es sich, diese Substanzen in nur geringen Mengen aufzunehmen. Das Gleiche gilt für die so genannten Softdrinks, die vermutlich aufgrund ihres Gehalts an Phosphorsäure zu reduzierten Kalziumblutspiegeln führen. Auch Rauchen steigert den Knochenverlust und sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Dagegen haben Sportarten, bei denen das eigene Körpergewicht zum Tragen kommt, wie z. B. Wandern oder Walking eine ausgesprochen positive Wirkung auf die Festigkeit der Knochen.

Der Verzehr von Milchprodukten, die ja für ihren hohen Kalziumgehalt bekannt sind, kann ebenfalls der Entstehung einer Osteoporose entgegenwirken. Interessanterweise ergab die Überprüfung von 46 Studien zu diesem Thema, dass fettarme Milch und fettarmer Joghurt positiv eingestuft werden können, während stark gesalzener, proteinreicher Käse den Kalziumverlust über den Urin sogar erhöht.

Der Verzehr von Soja z. B. als Sojamilch, Tofu oder Sojaproteinpulver kann dagegen das Risiko für Osteoporose reduzieren. In Tierversuchen hatten Soja-Isoflavone eine Schutzwirkung gegenüber Knochenverlust. In einer Doppelblindstudie mit Frauen nach den Wechseljahren konnte der Mineralstoffverlust in der Wirbelsäule durch die Einnahme von 40 g Sojaprotein verhindert werden.

Kalzium, Magnesium, Zink, Vitamin D und Kupfer
Aus der Gruppe der Mineralstoffe empfiehlt sich die Einnahme von Kalzium in einer Dosierung von 800 bis 1000mg in Kombination mit Vitamin D (800 I.E.) und Soja-Isoflavonen. Die gemeinsame Einnahme von Kalzium und Vitamin D konnte in einer Doppelblindstudie mit älteren Frauen nachweislich die Zahl der Stürze (und damit das Risiko für Knochenbrüche) reduzieren. Dies wurde auf eine Wirkung auch auf die Muskulatur zurückgeführt, die für ihre Funktion wesentlich auf Kalzium angewiesen ist.

In einer anderen Untersuchung konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von Magnesium in einer Dosierung von 250 bis 750 mg pro Tag für zwei Jahre bei 87% der Teilnehmer den weiteren Knochenverlust stoppen oder sogar zu einer Zunahme der Knochensubstanz führen konnte. Auch die Einnahme von Zink und Kupfer wurde in verschiedenen Studien als positiv für Osteoporose-Patienten bewertet.

Zusammenfassung
Die Kombination einer gesunden Lebensweise mit der Einnahme verschiedener Nahrungsergänzungsmittel kann sich also positiv auf die Knochenzusammensetzung auswirken.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.