Schnarchen

Nächtliche Ruhestörung im Schlafzimmer

Nerven zerreißendes Schnarchen löst in deutschen Schlafzimmern Nacht für Nacht eine wahre Massenflucht aus. Den Ergebnissen einer Umfrage zu Folge wandern mehr als zwei Millionen Menschen nachts in ein anderes Zimmer aus, um dem unerbittlichen Sägen zu entgehen. In etwa 800 000 Schlafzimmern hat das Schnarchen bereits zu getrennten Schlafzimmern geführt.“ So steht es zu lesen in der Ausgabe 100 der „Ärztlichen Praxis“, Jahrgang 2001.
Ist Schnarchen also ein weit verbreitetes Problem, dessen Ursachen und Bedeutung aber weitgehend unbekannt sind?

Wie kommt es eigentlich zum Schnarchen?

Die unangenehmen Geräusche entstehen, wenn die Luftpassage im Bereich von Nasen-Rachenraum, weichem Gaumen, Zäpfchen oder auch Stimmritze behindert ist. Vergrößerte Mandeln und so genannte Polypen können ebenso eine Rolle spielen wie eine verschobene Nasenscheidewand. Aber auch geschwollene Schleimhäute, wie sie im Zusammenhang mit Erkältungen oder allergischen Erkrankungen vorkommen, können eine ursächliche Bedeutung haben.

Befreien Sie sich von den schlaflosen Nächten und wachen Sie morgens wieder ausgeschlafen auf!Ist Schnarchen ungesund?

Einfaches Schnarchen hat für die Gesundheit in der Regel keine Bedeutung. Es kann aber zu qualitativ und quantitativ gestörtem Schlaf, Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut und Kopfschmerzen führen. Außerdem besteht ein Zusammenhang zwischen Schnarchen und dem Auftreten von Herzerkrankungen. Darüber hinaus kann es zu Unterbrechungen der Atmung kommen, die man auch als Schlafapnoe bezeichnet und die wegen der möglichen ernsthaften Folgen einer ärztlichen Untersuchung bedürfen.

Was kann man gegen das Schnarchen tun?

Da das Schnarchen häufig im Zusammenhang mit Allergien auftritt, ist es sinnvoll, dieser Frage im Einzelfall nachzugehen und gegebenenfalls –wenn möglich– das auslösende Allergen zu meiden. Wegen der bekannten Assoziation mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit) sollte bei ausgeprägtem Schnarchen auch ein diesbezüglicher Check durch den Arzt erfolgen. Darüber hinaus spielen Übergewicht und Mangel an sportlicher Betätigung eine wichtige Rolle für das Schnarchen. Häufig reicht allein Gewichtsreduktion aus, um das Schnarchen zu reduzieren oder ganz verschwinden zu lassen. Eine wichtige Rolle spielt außerdem das Rauchen, das bereits Teenager in heftige Schnarcher verwandeln kann. Wenn es gelingt den Zigaretten- und auch Alkoholkonsum zu reduzieren, ist ein weiterer Schritt in Richtung ruhige Nächte getan.

Wie können Nahrungsergänzungsmittel helfen?

Aus dem Bereich der Nahrungsergänzungsmittel kommen zunächst einmal solche in Frage, die die Atmung erleichtern, also Präparate, die ätherische Öle und Schleimhaut abschwellende und entzündungshemmende Kräuterextrakte enthalten. Zur Schleimverflüssigung, die ebenfalls zu einer erleichterten Atmung beitragen kann, kommt N-Acetyl-Cystein (NAC) in Frage. Bei diesem Produkt muss besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Zur allgemeinen Gesundheitsförderung, die das Risiko für Infektionskrankheiten einerseits und Arteriosklerose andererseits reduzieren hilft, kann ein hoch dosiertes Multivitaminpräparat eingenommen werden. Falls Übergewicht eine Rolle spielt, gibt es eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln, die die Gewichtsreduktion erleichtern können.


Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.