Tinnitus

Ein kurzes, lautes Fiepen im Ohr hat fast jeder schon einmal erlebt. Was aber tun, wenn das lästige Geräusch länger anhält oder ständig wiederkehrt? Dann spricht man von einem Tinnitus, also von Ohrgeräuschen.

Der Tinnitus ist eine akustische Wahrnehmung des Menschen, die zusätzlich zum Schall, der auf das Ohr wirkt, wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung beruht auf einer Störung der Hörfunktion des Menschen. Der Höreindruck des Tinnitus hat also nichts mit dem Schall in der Umgebung des Patienten zu tun. Die Art der scheinbar wahrgenommenen Geräusche ist sehr vielfältig.

Man fasst unter anderem folgende akustischen Eindrücke unter dem Begriff Tinnitus zusammen:
  • ein oder mehrere Brumm- oder Pfeiftöne
  • Zischen
  • Rauschen
  • Donnern
  • Zwitschern
  • Stimmengewirr

Das Thema Tinnitus ist von vielen Missverständnissen umsäumt. Häufig wird der Fehler begangen, den Tinnitus als eigene Krankheit zu betrachten. Da er aber oft ein Symptom einer anderen Krankheit ist, verstellt diese Betrachtungsweise oft den Blick auf mögliche Ursachen. Blutgefäßveränderungen im Kopf können ebenso dahinterstecken wie Entzündungen oder Durchblutungsstörungen im Ohr, zum Beispiel bei einem Hörsturz. Aber auch Stoffwechselstörungen im Innenohr oder hohe Stressbelastungen können das laute Fiepen im Ohr hervorrufen.

Besonders in den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Tinnituspatienten laut Meinung einiger Autoren in den westlichen Industrieländern sehr stark angestiegen. Man spricht daher in Deutschland mitunter von einer Volkskrankheit.

Nahrungsergänzungsmittel, die helfen können

Tinnitus-Patienten, die gleichzeitig an Zinkmangel litten, zeigten in einer Studie eine Verbesserung der Symptomatik nach Einnahme von Zink.

Bei Lärmbedingten Ohrgeräuschen besteht häufig ein Vitamin B12-Mangel. Die Wirkung von Vitamin B12 wurde bei diesen Patienten untersucht. Bei einigen Betroffenen kam es zu einer Abnahme des Tinnitus.

Als Ergebnis einer Studie führte Vinpocetin zur Verbesserung der Beschwerden. Der Tinnitus verschwand bei 50 Prozent der Patienten, die innerhalb einer Woche nach dem Ereignis mit der Einnahme von Vinpocetin begannen. Unabhängig von der Zeitspanne zwischen Trauma und Therapiebeginn verbesserte sich bei 79 Prozent der Patienten das Hörvermögen. Bei 66 Prozent ging der Schweregrad des Tinnitus signifikant zurück.

Auch Ginkgo Biloba reduzierte in mehreren Studien nachweislich die Tinnitus-Symptomatik.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.