PMS: Studien

Studien: Wie die Tage vor den Tagen zu normalen Tagen werden

Schätzungen zufolge sind bis zu 50 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter vom Prämenstruellen Syndrom (PMS) betroffen. Das typische Frauenleiden kann seine "Besitzerin" mit mehr als 150 (!) psychischen und körperlichen Beschwerden ärgern. Appetitzunahme, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Verdauungsprobleme, Wassereinlagerungen, Depressionen und Kopfschmerzen sind nur einige Beispiele aus der Palette der Symptome.

B-Vitamine können das Risiko auf PMS herabsetzen, war auf www.netdoktor.de im März 2011 zu lesen. Nahrungsmittel, die reich an Vitamin B1 und Vitamin B2 sind, können die Wahrscheinlichkeit für PMS um etwa ein Viertel reduzieren, berichten US-Forscher im Fachmagazin "The American Journal of Clinical Nutrition" (doi: 10.3945/ajcn.110.009530).

Die Wissenschaftler analysierten die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 3.000 Teilnehmerinnen der sogenannten Nurses Health Study II. Die Frauen hatten innerhalb von zehn Jahren dreimal Fragebögen zu ihrer Ernährung ausgefüllt. In diesem Zeitraum entwickelten etwa 1.050 Frauen ein moderates bis schweres Prämenstruelles Syndrom. Sie litten einige Tage bis zu zwei Wochen vor jeder Regelblutung unter anderem an Ängstlichkeit, Depression, Reizbarkeit und Bauchschmerzen.

Im Datenabgleich zeigte sich der Einfluss der B-Vitamine: Bei Frauen, die über die Nahrung täglich etwa 1,9 Milligramm Thiamin zu sich nahmen, trat PMS seltener auf als bei Teilnehmerinnen, deren Tagesdosis bei ungefähr 1,2 mg lag. Der gleiche Zusammenhang ergab sich in Bezug auf Riboflavin (2,5 vs. 1,4 mg pro Tag).

Eine tägliche Portion ungesättigter Fettsäuren kann PMS ebenfalls Einhalt gebieten. Das haben brasilianische Forscher in einer Studie mit insgesamt 120 Frauen herausgefunden. Sie verabreichten 80 Frauen mit PMS täglich eine Mischung aus verschiedenen Fettsäuren, während 40 weitere ein Placebo erhielten. Ergebnis: Nach drei Monaten hatten sich die Beschwerden bei allen Frauen verringert, am meisten jedoch bei denjenigen, die eine hohe Dosis der Fettsäuren erhalten hatten. Der Effekt verstärkte sich nach sechsmonatiger Einnahme noch, berichten Edilberto Rocha Filho und seine Kollegen von der Federal University of Pernambuco in Recife, Brasilien, im Fachmagazin "Reproductive Health" (doi: 10.1186/1742-4755-8-2).
Der Fettsäuren-Komplex enthielt gamma-Linolensäure, Ölsäure, Linolsäure, eine Mischung weiterer mehrfach ungesättigter Fettsäuren sowie Vitamin E.


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