Indikationen

Erkältung - Alle Jahre wieder...

Im Herbst, wenn die Tage kürzer, die Spätnachmittage kühler werden und die Natur sich auf den kommenden Winter einstellt, braucht auch unsere Gesundheit besonders viel Zuwendung.

Für die nächsten Tage sagen die Wetterfrösche 14 Grad vorher, am Wochenende sollen es sogar nur noch um die zehn Grad werden - begleitet von fiesem Regen. Genau die richtige Ausgangslage für eine ordentliche Erkältung mit all ihren unangenehmen Begleiterscheinungen und Einschränkungen.

Aber was genau steckt eigentlich dahinter?

Die Erreger, die uns mit unschöner Regelmäßigkeit Husten, Schnupfen und Heiserkeit bescheren, gehören zu den Viren und zwar im Frühling, Sommer und Herbst in der Regel zur Gruppe der Rhinoviren, im Spätherbst und Winter dagegen meist zu den RS- (=respiratory syncytial) oder den Influenza-Viren. Letztere sind die Erreger der "echten Grippe". Diese winzigen Eindringlinge brauchen für ihre Vermehrung lebende Zellen, oft sogar einen ganz bestimmten Zelltyp, in denen sie nach dem Eindringen ihre DNA oder RNA -also ihre Erbinformation- freisetzen können. Sie übernehmen dann die Kontrolle über einen Teil des Stoffwechsels der befallenen Zelle und bringen diese so dazu, neue Viruspartikel herzustellen. Die so entstehenden neuen Viren attackieren Nachbarzellen und so breitet sich die Infektion weiter aus.

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5 Fakten über Cellulite

Viele Frauen kennen es zu gut. Früher oder später zeigen sie sich – die kleinen Grübchen an Po und Beinen. Wie kommt das eigentlich oder besser gesagt: Was kann Frau dagegen tun?
Für die meisten Frauen ist Cellulite einer der nervigsten Schönheitsfehler und rangiert in der Hitliste der tagtäglichen Ärgernisse beim Blick in den Spiegel weit vor den Krähenfüssen im Augenwinkel und den unabwendbar sprießenden Haaren auf den Beinen.

Welche Faktoren stimulieren das Entstehen von Cellulite?
Die Ursachen können vielfältig sein: Hormonschwankungen, zu viel Zucker und Fett in der Nahrung, schlechte Blut- und Lymphzirkulation oder zu wenig Bewegung. Außerdem können es folgende Faktoren noch verschlimmern: langes Stehen, Wärme (Sauna), enge Kleidung und Stress.

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Krampfadern und Besenreißer

Krampfadern gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in Deutschland. Verschiedenen Studien zu Folge weisen 50 bis 80 % der Deutschen Venenveränderungen unterschiedlicher Ausprägung auf.

Krampfadern, auch Varizen (lat. varix = Knoten), sind erweiterte, oft geschlängelte, oberflächlich liegende Venen. Durch ihre starke Erweiterung und ihre schlussunfähig gewordenen Klappen wird der Transport des Blutes von den Füßen zum Herzen gestört. Sie entstehen zum einen auf der Basis einer angeborenen Bindegewebsschwäche, die zu einer Störung der Funktion der Venenklappen führt (primäres Krampfaderleiden), wobei zusätzlich begünstigende Faktoren wie Stehberufe, Bewegungsmangel, Schwangerschaft und Übergewicht wirken.
Zum anderen können Krampfadern durch eine Abflussbehinderung im tiefen Venensystem, z.B. bei Thrombosen oder Tumoren, hervorgerufen werden (sekundäres Krampfaderleiden).

Bei fortgeschrittener Erkrankung leiden die betroffenen Patienten unter verschiedenen Symptomen wie Schweregefühl der Beine, nächtlichen Wadenkrämpfen, Schwellungen der Beine besonders im Knöchelbereich und Hautverfärbungen. Häufig werden die bläulichen, oberflächlich gelegenen Krampfadern unter der Haut sichtbar und führen zu kosmetischen Beeinträchtigungen.
Krampfadern neigen auf Grund ihrer starken Erweiterung und der im Verhältnis zu Arterien dünnen Venenwand dazu zu platzen und führen so mitunter zu starken Blutungen. Darüber hinaus kann das sich in den Krampfadern nur langsam bewegende Blut gerinnen und eine Verstopfung der oberflächlichen Venen mit Blutgerinnseln (=Thrombose) oder eine oberflächliche Venenentzündung (=Varikophlebitis) hervorrufen.
In Abhängigkeit davon, welche Venen von der krankhaften Erweiterung betroffen sind, werden drei Formen der Krampfadern unterschieden:

Stammvarizen
Bei der Stammvarikose kommt es zu einer Erweiterung der beiden Hauptvenen (=Stammvenen) des oberflächlichen Systems des Beins, der Vena saphena magna, auch große Rosenvene genannt, und der Vena saphena parva, auch kleine Rosenvene genannt. Sichtbar werden die Krampfadern entsprechend ihrer anatomischen Lage an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel. Stammkrampfadern bilden mit etwa 85 % die häufigste Form der Krampfadern.

Seitenastvarizen
Unter einer Seitenastvarikose wird die krankhafte Erweiterung von bestimmten Seitenästen der beiden Stammvenen des oberflächlichen Venensystems verstanden. Häufiger sind die Seitenäste im Bereich der Vena saphena magna betroffen. In vielen Fällen geht eine Seitenastvarikose gleichzeitig mit einer Stammvarikose einher. Seitenastkrampfadern werden ebenfalls an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel sichtbar.

Besenreiser- und retikuläre Varizen
Diese beiden Formen betreffen kleine Gefäße in der Haut, die einen Durchmesser von weniger als einem Millimeter haben. Die retikulären Krampfadern (lat. reticularis = netzförmig) sind netzförmig angeordnet. Die so genannten Besenreiserkrampfadern weisen häufig eine birkenreisartige Anordnung auf. Besenreiser- und retikuläre Krampfadern treten vor allem an der Außenseite der Ober- und Unterschenkel und an der Innenseite des Knies auf. Sie sind für viele der Betroffenen kosmetisch besonders störend.

Allgemeine Maßnahmen
Zu den allgemeinen Behandlungsmaßnahmen eines Krampfaderleidens gehört in erster Linie die Bekämpfung von Bewegungsmangel. Körperliche Bewegung im Alltag oder in der Freizeit fördert über die Betätigung der Wadenmuskulatur den Abfluss des Blutes aus den oberflächlichen Venen. Auch häufiges Hochlagern der Beine und kalte Wassergüsse zeigen einen entstauenden Effekt auf das Venensystem.
Bei ausgeprägten Krampfadern, die stärkere Beschwerden verursachen, kann die Kompression als eine Art Basistherapie eingesetzt werden.

Nahrungsergänzungsmittel, die helfen können
- Flavonoide steigern vor allem die Durchblutung in den Kapillaren und wirken allgemein stabilisierend auf Gefäßwände.
- Rosskastanienextrakte führen in vielen Fällen zu einer deutlichen Besserung von Symptomen. Die enthaltenen Heilsubstanzen, allen voran das Aescin, wirken abschwellend und entzündungshemmend, verbessern die Elastizität der Venenwände und verhindern ihre Durchlässigkeit und Brüchigkeit
- Die Vitamine C und E wirken antioxidativ und beugen somit Zellschädigungen des Bindegewebes der Venen vor.
- Hesperidin verstärkt die Schutzwirkung von Vitamin C um ein Vielfaches.
- OPC hat günstige Auswirkungen auf die Durchblutung, hier besonders auf die kleinen Blutgefäße und es schütz die Gefäßwände. OPC stärkt das Bindegewebe der Blutgefäße und ist aus diesem Grund bei müden Beinen und Krampfadern zu empfehlen
- Gotu Kola wird erfolgreich bei der Behandlung von Krampfadern und Venenentzündungen eingesetzt, wie auch Beinkrämpfen, geschwollenen Beinen und Schwere oder Kribbeln in den Beinen.
- Die Hauptinhaltsstoffe des Mäusedorns, die gefäßaktiven Ruscogenine, verbessern die Spannkraft der Venen. Die Blutkapillaren (kleinste Blutgefäße) werden abgedichtet, der Abfluss von Gewebeflüssigkeit erleichtert und Wasseransammlungen (Ödeme) in den Beinen ausgeschwemmt. Einer Bildung von Krampfadern wird vorgebeugt.
- Rutin mindert die Durchlässigkeit und fördert die Elastizität der Blutgefäße.
Es schützt die Venen und Arterien vor Brüchigkeit, normalisiert den Stoffaustausch bis in die kleinsten Äderchen und erhält somit deren Funktionsfähigkeit.
- Ingwer wirkt Durchblutungsstörungen, Krämpfen und Bindegewebsentzündungen entgegen
- Ginkgo Biloba hält die Blutgefäße sauber und stark, und verbessert dadurch die Durchblutung.


Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

Homocystein

Schreckgespenst Homocystein

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, also ein Eiweißbaustein. Sie entsteht aus dem lebenswichtigen Methionin, ebenfalls einer Aminosäure, die für eine Vielzahl chemischer Reaktionen Methylgruppen liefert und außerdem für den Eiweißaufbau Schwefel zur Verfügung stellt. Das bei diesen Stoffwechselvorgängen anfallende Homocystein wird entweder zu Cystein umgewandelt und ausgeschieden oder in Methionin zurückverwandelt. Für den Abbau bzw. die Rückführung in die Ausgangssubstanz werden Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure benötigt.

Welche Rolle spielt Homocystein für die Gesundheit?

Erbfaktoren können dazu führen, dass der Homocysteinspiegel wesentlich erhöht ist. Bereits seit Langem ist bekannt, dass die seltene Erbkrankheit Homocystinurie bereits in jungen Jahren zu vorzeitiger Gefäßalterung und dadurch zu Herzinfarkt und Schlaganfall führt. Aber erst in jüngster Zeit haben Forscher herausgefunden, dass schon bei geringgradig erhöhten Homocystein-Blutwerten das Risiko für Arteriosklerose zunimmt. In der Folge werden die Arterien immer enger und schließlich kann es zum Verschluss kommen. Das führt am Herzen zu Angina-Pectoris-Anfällen bis hin zum Herzinfarkt, zu Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche. Am Gehirn sind Durchblutungsstörungen mit Schwindel, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit, geistigem Verfall und Schlaganfall mögliche Folgen. Sind die Beinarterien betroffen, so spricht man von der so genannten Schaufensterkrankheit: Die Betroffenen haben unter Belastung Schmerzen in den Beinen, in fortgeschrittenen Stadien sogar in Ruhe. Schließlich kommt es zum Absterben von Gewebe.

Wie schädigt Homocystein die Blutgefäße?

Homocystein greift die Gefäße durch eine ganze Reihe von Mechanismen an:
Es vermindert die Bildung von NO, der am stärksten gefäßerweiternden körpereigenen Substanz und produziert aggressive Sauerstoffradikale (H2 O2).
Es greift die Zellschicht, die die Gefäße innen auskleidet, an. Für eine gute Durchblutung ist aber eine absolut glatte Gefäßoberfläche erforderlich. Ist die Zellschicht einmal aufgebrochen, so lagern sich Blutplättchen und Fibrin an. Durch Ablagerung von oxidiertem LDL-Cholesterin und Calcium, durch die Vermehrung von Bindegewebsfasern und Gefäßwandzellen sowie durch den Abbau von elastischen Fasern kommt es zur Arteriosklerose. Diese Vorgänge werden durch einen erhöhten Homocysteinspiegel direkt oder indirekt begünstigt.

Welchen Einfluss hat Homocystein auf die Entwicklung von Demenz?

Wissenschaftler aus Schweden, Großbritannien und Deutschland untersuchten bei 501 Studienteilnehmern die Konzentrationen von Vitamin B12 und Folsäure in den Erythrozyten sowie Homocystein und verglichen diese mit dem Verlust an Hirnsubstanz. Höhere Konzentrationen von Vitamin B12 und Holotranscobalamin waren im Studienzeitraum von acht Jahren mit einem verminderten Verlust von Hirnvolumen assoziiert. Erhöhte Homocysteinspiegel waren mit einem schnelleren Abbau von Hirnvolumen verbunden. Sowohl Vitamin B12 wie auch die Homocysteinkonzentration haben also einen wichtigen Einfluss auf die Alterung des Gehirns.
Hooshmand B, Mangialasche F et al.: Association of Vitamin B12, Folate, and Sulfur Amino Acids With Brain Magnetic Resonance Imaging Measures in Older Adults: A Longitudinal Population-Based Study. JAMA Psychiatry. 2016 Apr 27.

Wer hat einen erhöhten Homocysteinspiegel?

Abgesehen von Patienten mit angeborener Homocystinurie (s. o.), sind in erster Linie Menschen im höheren Lebensalter betroffen. In einer 1995 in der medizinischen Fachzeitschrift Circulation veröffentlichten wissenschaftlichen Studie konnte gezeigt werden, dass bereits in als sicher angesehenen Konzentrationsbereichen für Homocystein ein signifikantes und zunehmendes Risiko für die Koronare Herzerkrankung besteht. Daher und aufgrund zahlreicher weiterer Studien gilt heute ein Homocysteinspiegel von über 9 µmol/l als behandlungsbedürftig. Bei den über 50-Jährigen findet man in über 50% erhöhte Werte. Darüber hinaus geht eine Reihe chronischer Erkrankungen häufig mit erhöhten Homocystein-Blutwerten einher, insbesondere Diabetes mellitus, aber auch Krebsleiden, chronische Nierenkrankheiten usw. Das Gleiche gilt bei Einnahme bestimmter Medikamente.

Was kann man gegen einen erhöhten Homocysteinspiegel tun?

Zur Senkung des Homocysteinspiegels wird die Einnahme einer Kombination aus Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure empfohlen. In einer Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift American Journal of Hypertension veröffentlicht wurde, konnten Wissenschaftler an Hand von Ultraschalluntersuchungen zeigen, dass diese Kombination in einer Dosierung von 25 mg Vitamin B6 , 250 mcg Vitamin B12 und 2,5 mg Folsäure bereits vorhandene Verengungen der Halsschlagader nahezu vollständig rückgängig machen konnte. Eine andere klinische Studie untersuchte über 500 Patienten mit nachgewiesener Koronarer Herzkrankheit, die bereits eine Dehnung der Herzkranzgefäße mittels Ballonkatheter durchgemacht hatten. Eine Gruppe erhielt Folsäure 1 mg, Vitamin B12 400 mcg und Vitamin B6 10 mg, die andere ein Scheinmedikament. Nach einem Jahr zeigte sich, dass in der Vitamingruppe die Zahl der Herzinfarkte bzw. der erneut erforderlichen Herzkranzgefäßerweiterungen um rund ein Drittel geringer gewesen war als in der Kontrollgruppe. Indirekte Hinweise auf die schützende Wirkung der B-Vitamine-Folsäure-Kombination ließen sich auch aus den Ergebnissen der Nurses Health Study mit über 80 000 Teilnehmerinnen entnehmen: Bei den 20% der Frauen mit dem höchsten Folsäure- und Vitamin-B-Konsum war die Herzinfarktrate im Vergleich zu den übrigen 80% nur halb so hoch.



Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

Grauer Star

Was ist eigentlich "grauer Star"?

Beim grauen Star handelt es sich um eine Eintrübung der Linse, die die Sehfähigkeit je nach Lokalisation und Intensität mehr oder weniger beeinträchtigt. Zu den vielfältigen Ursachen der Linsentrübung gehören das Altern, Röntgenstrahlenexposition, Infrarotlichtbestrahlung, verschiedene Allgemeinerkrankungen (z. B. Diabetes mellitus) und möglicherweise die chronische Bestrahlung mit UV-Licht. Die Erkrankung beginnt meist mit einem schleichenden Verlust des Sehvermögens, kann aber bei Eintrübung im zentralen Linsenbereich im Frühstadium auch mit Kurzsichtigkeit einhergehen. Ein altersweitsichtiger Patient kann dann auf einmal wieder ohne Brille lesen. Behandelt wird der graue Star zunächst durch regelmäßig angepasste neue Brillengläser. Im fortgeschrittenen Stadium sind die operative Entfernung und der Einsatz einer Kunstlinse möglich.

Wie funktioniert das menschliche Auge?

Im Prinzip lässt sich die Funktion gut mit der eines Fotoapparates vergleichen. Der Blende bei der Kamera entspricht die Pupille, die das Ausmaß des Lichteinfalls ins Auge reguliert: Bei Dunkelheit wird die Pupille über Muskeln, die sich in der Iris befinden, weit gestellt, um möglichst viel Licht durchzulassen. Im Hellen dagegen verengt sie sich und die ins Auge dringende Lichtmenge nimmt entsprechend ab. Um ein scharfes Bild zu erzeugen, braucht das Auge ebenso wie der Fotoapparat eine Linse.

Die Linse ist der einzige Teil des Auges dessen Brechkraft veränderbar ist. Sie ist mit Bändern an Muskeln des so genannten Ziliarkörpers aufgehängt. Diese regulieren die Dicke der Linse, indem sie die Bänder anspannen oder erschlaffen lassen und dadurch eine abgeflachte oder mehr gekrümmte Form der Linse bewirken. Die Wölbung der Linse wird aber auch von ihrer Elastizität bestimmt. Diese nimmt im Alter ab, was zur so genannten Altersweitsichtigkeit führt.

Nachdem ein ins Auge einfallender Lichtstrahl Pupille und Linse passiert hat, trifft er auf den durchsichtigen, gallertigen Glaskörper, der dem Auge seine Form, Festigkeit und Größe verleiht und natürlich auch an der Lichtbrechung beteiligt ist. Schließlich erreicht er die Netzhaut, die dem Film im Fotoapparat entspricht. Auf der Netzhaut befinden sich die Sinneszellen, die auf die einfallenden Lichtstrahlen reagieren.

Man unterscheidet zwei Arten von Fotorezeptorzellen: Die so genannten Stäbchen befinden sich vor allem im äußeren Bereich der Netzhaut und werden durch Helligkeit aktiviert, das heißt sie vermitteln das "Schwarz-Weiß-Sehen". Für das Erkennen von Farben sind die so genannten Zapfen zuständig, die in erster Linie am gelben Fleck (auch Makula genannt) angetroffen werden. Dies ist der Ort des schärfsten Sehens im Auge. Er befindet sich am hinteren Augenpol und hat seinen Namen von der intensiven Gelbfärbung, die er den Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin verdankt. Das auf der Netzhaut entstandene umgekehrte verkleinerte Bild unserer Umgebung wird über den Sehnerv, der am so genannten blinden Fleck der Netzhaut beginnt, an die Sehrinde des Gehirns weitergeleitet. Hier findet dann das eigentliche Erkennen statt.

Welche Rolle kann die Nahrungsergänzung für das Sehen spielen?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns zunächst mit der Aufgabe der Carotinoide beschäftigen. Wie oben bereits beschrieben, befinden sich am gelben Fleck -dem Ort des schärfsten Sehens- hohe Konzentrationen der Carotinoide Lutein und Zeaxanthin. Beides sind gelbe Pigmente, die vor allem in Eigelb, gelben Früchten und Gemüsen sowie in dunkelgrünem Blattgemüse (besonders Spinat, Kohl) vorkommen. Sie haben antioxidative Eigenschaften und schützen so die Sinneszellen vor dem schädlichen Einfluss freier Radikaler. Darüber hinaus absorbieren sie ultraviolettes Licht, das ebenfalls die Netzhaut schädigen kann. Ist die Pigmentdichte -also die Menge an Lutein bzw. Zeaxanthin- am gelben Fleck reduziert, so besteht ein erhöhtes Risiko an grauem Star (=Katarakt) oder altersbedingter Makuladegeneration (=Degeneration des gelben Flecks) zu erkranken.

Wie kann man sich schützen?

Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass die Aufnahme von großen Lutein- und Zeaxanthinmengen mit der Nahrung (z. B. aus Spinat, Broccoli oder Eiern) das Risiko an grauem Star zu erkranken um bis zu 20% senken konnte. Für die altersbedingte Makuladegeneration wurde sogar eine Risikoreduktion um bis zu 40% beobachtet. Die tägliche Einnahme von 6 mg Lutein konnte das Risiko an diesem Augenleiden zu erkranken sogar nahezu halbieren. Unerwünschte Nebenwirkungen wurden bisher nicht beobachtet.

Eine Nahrungsergänzung mit Lutein kann also nachweislich helfen die Sehfähigkeit bis ins hohe Lebensalter zu erhalten und daher uneingeschränkt empfohlen werden.

Grauer Star: Operationen in der Tagesklinik oder im Krankenhaus?

Lesen Sie dazu einen interessanten Artikel auf www.gesundheitsinformation.de vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), einer unabhängigen, privaten und gemeinnützigen Einrichtung, die auf Initiative des Gesetzgebers gegründet wurde, um die Wirksamkeit medizinischer Behandlungen zu bewerten. 

Zusammenfassung:

Beim grauen Star handelt es sich um eine häufige Augenerkrankungen, die zu einem allmählichen Verlust der Sehfähigkeit führen können. Die regelmäßige Aufnahme von Lutein - einem Nahrungsergänzungsmittel aus der Gruppe der Carotinoide - kann das Risiko für diese Augenleiden nachweislich erheblich senken, und das völlig ohne Nebenwirkungen.


Grauer Star: Operationen in der Tagesklinik oder im Krankenhaus?

Lesen Sie dazu einen interessanten Artikel auf www.gesundheitsinformation.de vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), einer unabhängigen, privaten und gemeinnützigen Einrichtung, die auf Initiative des Gesetzgebers gegründet wurde, um die Wirksamkeit medizinischer Behandlungen zu bewerten. 

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

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