Metabolisches Syndrom - Das tödliche Quartett

In Deutschland gibt es inzwischen fast neun Millionen Personen mit Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen, die zur Todesursache Nummer eins geworden sind. Nahezu 50 % sind laut einer Angabe des Verbraucherministeriums übergewichtig und fast 20% über 35 leiden an Fettstoffwechselstörungen. Doch oft führen erst die bekannten Folgeschäden, wie Schlaganfall oder Herzinfarkt, zum Arzt.

In diesem Zusammenhang ist immer häufiger vom metabolischen Syndrom die Rede. Auch als tödliches Quartett bezeichnet, wird es als der entscheidende Risikofaktor für koronare Herzerkrankungen angesehen. Erste Voraussetzung für das Vorhandensein des metabolischen Syndroms ist das Vorliegen einer bauchbetonten Adipositas (Fettleibigkeit). Kommen noch die Risikofaktoren Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck hinzu, spricht man vom Metabolischen Syndrom. Das Gefährliche: Jede Krankheit für sich stellt schon ein Risiko für schwere Gefäßerkrankungen dar. Treten diese jedoch in Kombination auf, verstärken sie sich. Meist sind es die über 60-Jährigen, die ein Metabolisches Syndrom entwickeln. Besorgnis erregend ist allerdings, dass zunehmend auch Kinder und Jugendliche ein derartiges Krankheitsbild zeigen.

Als Richtwerte für das Metabolische Syndrom gelten:
  • Adipositas: Taillenumfang größer als 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern
  • HDL-Cholesterin weniger als 50 mg% bei Frauen und 40 mg% bei Männern
  • Triglyceride höher als 150 mg%
  • Blutdruck höher als 130/85 mmHg
  • Nüchternblutzucker höher als 110 mg%
Schätzungen zufolge kann man davon ausgehen, dass ca. 20 bis 30% der Mitteleuropäer im Laufe ihres Lebens ein Metabolisches Syndrom entwickeln.