Warum Reisen Kopf und Magen verdreht

Warum Reisen Kopf und Magen verdreht

Oft startet die Urlaubsreise mit einer „üblen“ Hürde: Der Magen spielt verrückt. Einige brauchen selbst am Urlaubsziel noch einen ganzen Tag, um sich von den Strapazen zu erholen.
Unter Reisekrankheit, Kinetose oder auch Bewegungskrankheit versteht man verschiedene Symptome wie Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen, die bei der Fortbewegung in einem Verkehrsmittel auftreten. Seekrankheit ist sicher die bekannteste Form der Reisekrankheit. Reisebusse, Autos, Züge mit Neigetechnik oder auch Flugzeuge können ebenso gut die Symptome hervorrufen. Nur rund 15 % der Menschen sind weitgehend unempfindlich gegenüber Reisekrankheit. 10 % sind besonders stark betroffen. Bei Frauen treten Reisekrankheiten häufiger auf als bei Männern, bei Asiaten häufiger als bei Europäern.

Als Ursache der Reisekrankheit ist gemeinhin anerkannt, dass der Gleichgewichtssinn im Innenohr durch Beschleunigungen (Schaukeln, Stöße, etc.) oft über einen längeren Zeitraum gereizt ist, ohne dass diese Bewegungen von anderen Sinnesorganen wie den Augen bestätigt werden.
Nach neueren Untersuchungen (seit ca. 1993) ist vor allem ein hoher Histamin-Spiegel im Blut eine wichtige Ursache der Seekrankheit. Viele (natürliche) Gifte wirken ähnlich auf die Gleichgewichtszentren. Im Laufe der Evolution hat sich deshalb Erbrechen als Reaktion auf solche Gleichgewichtsirritationen entwickelt. Ein wirksamer Mechanismus, um den Körper vor aufgenommenem Gift zu befreien und gleichzeitig die weitere Giftzufuhr zu unterbinden.

Ein allgemein gültiges Rezept gegen die Reisekrankheit gibt es wohl nicht. Aber es gibt Tipps und eine Reihe von Verhaltensregeln für Menschen, die für Reisekrankheiten anfällig sind:
Freuen Sie sich auf die Urlaubsreise und bereiten Sie sich innerlich darauf vor. Eine leichte Kostumstellung schon vor der Abreise ist ratsam. Nehmen Sie Vitamine zu sich:

  • Vitamin B1 stärkt die Nerven und wirkt sich positiv auf das Ertragen von Reisebewegungen aus

  • Vitamin C stärkt die Abwehrkraft und erfrischt den ganzen Körper

Ein leerer Magen hilft nicht gegen die Reisekrankheit, sondern fördert sie eher (Schwindel, flaues Gefühl in der Magengegend). Kurz vor der Reise sollten Sie leichte Kost zu sich nehmen. Fetthaltige Speisen, Wurst und Milchprodukte sollten vermieden werden. Verzichten Sie besser auf starken Kaffee, alkoholische Getränke und Nikotin. Setzen Sie sich in Fahrtrichtung und wählen Sie einen Fensterplatz. Ein Gespräch mit Sitznachbarn lenkt von den eigenen Empfindungen ab und Sie spüren das Unwohlsein nicht so stark. Lesen und ähnliche Tätigkeiten werden meist schlecht vertragen und sollten vermieden werden.

Ingwer kann Sie auf gesunde Art auf Ihrer Reise begleiten. Der knollige Wurzelstock einer südasiatischen Pflanze, hemmt den Brechreiz und beruhigt den Magen-Darm-Trakt. Verantwortlich dafür ist eine Vielzahl ätherischer Öle und Bitterstoffe, vor allem Gingerole und Shogaole. Die traditionelle chinesische Medizin nutzt die vielfältige therapeutische Wirksamkeit dieser Substanzen seit Jahrhunderten. Gingerol beispielsweise wirkt krampflösend, absorbiert Säuren und lindert so Übelkeit und Magenkrämpfe.
Schon eine halbe Stunde vor Reiseantritt können Sie Ingwer verzehren. Aber auch, wenn Magengrummeln und Übelkeit bereits eingesetzt haben, schafft Ingwer rasch Abhilfe.
Ingwer bekämpft Brechreiz auch dann, wenn er nicht reisebedingt ist. Zum Beispiel nach der Narkose. Sogar gegen Schwangerschaftsübelkeit hilft die Wurzelknolle. Nur ein Gramm täglich verschafft Linderung, fanden australische Forscher jetzt heraus.
Das Gingerol gleicht in seiner chemischen Struktur dem Aspirin. Möglicherweise wirkt Ingwer deshalb so vielfältig. Zum Beispiel bekämpft er auch Föhn- und Wetterfühligkeit. Die durchwärmende Kraft der Ingwer-Scharfstoffe ist günstig bei Erkältungen. Sie lösen den in Atemwegen festsitzenden zähen Schleim. Großer Vorteil des Naturprodukts: Es gibt praktisch keine Nebenwirkungen.

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