Osteoporose in die Liste der zehn häufigsten Erkrankungen aufgenommen

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  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 03. Dezember 2008 12:55
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Laut WHO wurde Osteoporose in die Liste der zehn häufigsten Erkrankungen aufgenommen und gilt somit als Volkskrankheit. Alle 30 Sekunden erleidet jemand in Europa einen durch Osteoporose bedingten Knochenbruch, die jährlichen Kosten, die durch diese Frakturen entstehen, werden auf 10 Milliarden Dollar geschätzt. Experten gehen davon aus, dass die Anzahl der Patienten in den nächsten Jahren weltweit rasant ansteigen wird.
Knochen wirken hart, fest und nahezu leblos. Doch der Schein trügt: Sie leben! Knochenaufbauende und knochenabbauende Zellen arbeiten eng im Team zusammen. Als Teammanager fungieren die Hormone Testosteron und Östrogen, sie steuern den Knochenumbau.
In der ersten Lebensphase sind vor allem die knochenaufbauenden Zellen aktiv. Sie bauen ständig neue Knochensubstanz auf und sorgen für Stabilität und Festigkeit. Im Alter von ca. 30-35 Jahren haben die Knochen ihre höchste Dichte erreicht. Von nun an geht es langsam abwärts: Knochensubstanz wird abgebaut. Mit etwa 75 Jahren hat sich die Knochensubstanz auf etwa die Hälfte ihres Maximums reduziert. Beschleunigt wird der Prozess in vielen Fällen durch Bewegungsmangel, vitalstoffarme Ernährung, Koffein, Teein, Alkohol und Nikotin sowie hormonelle Veränderungen.

Obwohl oft unbeachtet, gibt es ein ganz offensichtliches Zeichen, das auf Osteoporose hinweist und jedermann vertraut ist: das Nachlassen der Körpergröße. Trotzdem ist Osteoporose eine Krankheit, die oft sehr lange unbemerkt bleibt und dadurch auch unterschätzt wird.
Typische Begleiterscheinungen der Osteoporose sind Brüche der Wirbelkörper, der Oberschenkelhalsbruch sowie Brüche des Handgelenks. Zu solchen Knochenbrüchen kann es während des Stehens, Laufens oder Sitzens kommen. Sogar im Schlaf kann ein Bruch auftreten. Ein weiteres typisches Merkmal der Osteoporose ist die Verformung der Wirbelsäule, die zum krummen Rücken vor allem älterer Frauen führt. Dadurch kann sogar die Atmungsfunktion negativ beeinträchtigt sein.

Doch die Knochenmasse kann bis ins hohe Alter auf gutem Niveau gehalten werden. Die beiden Schlüssel dafür sind regelmäßige körperliche Betätigung und eine ausreichende Versorgung mit Knochenvitalstoffen.

Knochen bestehen zu 65% aus Hydroxyapatit. Es gibt unserem Knochengerüst die Stabilität und erfüllt im Organismus verschiedene Funktionen. Darüber hinaus ist es der wichtigste Bestandteil der Zähne. Calcium bietet ebenfalls ernährungsphysiologische Unterstützung für gesunde Knochen und Zähne. Dieser Mineralstoff besitzt vor allem Struktur gebende Aufgaben und ist Rohstoff für den Bau unserer Knochen. Damit unser Organismus das Calcium aufnehmen kann, benötigt er Vitamin D als Resorptionshelfer. Es ist als "Einbauhelfer" ein unverzichtbarer Partner für Calcium, denn es ist an dessen Aufnahme und Einlagerung in den Knochen beteiligt.
Inzwischen haben Wissenschaftler immer mehr über die Funktion von Magnesium bei der Knochenhomöostase herausgefunden. Der überwiegende Teil des Mineralstoffs ist ebenfalls in den Knochen lokalisiert. Das Spurenelement Bor sorgt vor allem in Kombination mit Kupfer für einen effektiven Knochenstoffwechsel, indem es alle beteiligten Mikronährstoffe aufeinander abstimmt und sogar kurzfristige Defizite selbsttätig ausgleicht.
Mangan ist für die Knochenmineralisierung und für die Synthese von Bindegewebe im Knorpel und im Knochen notwendig. Der menschliche Körper enthält etwa 10 bis 40 mg Mangan. Davon befinden sich ca. 40 Prozent in den Knochen.
Zink ist ein wichtiger Katalysator der Collagenherstellung (organisches Grundgerüst) des Knochens. Es ist wesentlich für die Knochenbildung, und unterstützt das Vitamin D und somit die Calciumaufnahme. Wie das Zink ist Vitamin C bedeutsam in der Collagensynthese des Knochens, insbesondere bei der Quervernetzung gemeinsam mit Kupfer. Betain Hydrochlorid fördert die Resorption der Substanzen.