L-Arginin + Vitamine schützen vor später Schwangerschaftsvergiftung

Forscher aus Mexico und den USA haben jetzt belegt, dass die Aminosäure L-Arginin in Kombination mit antioxidativen Vitaminen die Erkrankungsrate bei Schwangeren mit hohem Risiko für Präeklampsie senkt.

Präeklampsie ist eine nur in der Schwangerschaft auftretende Erkrankung, die durch erhöhten Blutdruck, vermehrte Eiweißausscheidung im Urin und Wassereinlagerungen gekennzeichnet ist . Die Präeklampsie zeigt sich erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte – seltenen Fällen tritt sie sogar erst bis zu 14 Tage nach der Entbindung auf.  Neben den bereits genannten drei Leitsymptomen berichten die Betroffenen über Schwindel und Kopfschmerzen, Benommenheit, Sehstörungen wie Augenflimmern sowie Übelkeit und Erbrechen. In 20 % der Fälle kommt es zu einer Leberbeteiligung. Eine Präeklampsie entwickelt sich in etwa 5 bis 7 Prozent aller Schwangerschaften in Westeuropa.

An der Studie nahmen 672 Schwangere mit Präeklampsie in der Anamnese oder mit Frühsymptomen der Krankheit teil. Jeweils ein Drittel der Frauen bekam nach dem Zufallsprinzip ab der 20. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt täglich Energie-Riegel ohne Zusätze, mit zusätzlich antioxidativen Vitaminen oder mit antioxidativen Vitaminen plus L-Arginin.

Studienergebnis: In der Kontrollgruppe entwickelten 30 Prozent der Frauen eine Präeklampsie, in der Gruppe mit ausschließlich Vitaminen waren dies 23 Prozent und in der Gruppe mit L-Arginin plus Vitaminen 13 Prozent.

Quelle: BMJ online, 19. Mai 2011 http://www.bmj.com/content/342/bmj.d2901