Denken Sie an Ihren Q10-Spiegel

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  • Kategorie: Nahrungsergänzung
  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Freitag, 18. Mai 2012 07:02
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling nannte das Co-Enzym Q10 eine der wichtigsten Entdeckungen auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaften. Er selbst nahm es täglich.

Die Entdeckung des revolutionären Co-Enzyms hat einen Meilenstein in der Medizinwissenschaft gelegt und führte 1978 sogar zur Verleihung des Nobelpreises an Prof. Dr. Mitchell.

Wussten Sie, ...

  • dass Co-Enzym Q10 für 95% unserer gesamten Körperenergie sorgt?
  • dass im Herzen das höchste Q10-Vorkommen ist?
  • dass man bei Herzerkrankungen im Herzmuskel deutlich verminderte Q10-Werte findet?
  • dass nur circa 25% aller gesunden Menschen einen gesättigten Q10 Spiegel haben?
  • dass Q10 in Japan eines der am häufigsten verordneten Mittel ist?

 

Co-Enzym Q10 oder Ubichinon ist eine körpereigene, vitaminähnliche Substanz, die in allen Zellen des Körpers und dort vor allem in den Mitochondrien, den sogenannten "Kraftwerken" der Zellen, vorkommt. Die Q-Co-Enzyme sind chemische Verbindungen aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen, die sich zu einer ringförmigen Chinonstruktur zusammensetzen. Diese Substanzen kommen in allen lebenden Zellen in der Natur vor und werden deshalb als "Ubichinone" (lat. "ubi"="überall") bezeichnet. Natürlich vorkommend sind die Co-Enzyme Q1 bis Q10, wobei für den Menschen vor allem Q10 relevant ist, während Tiere und Pflanzen auch Q1 bis Q9 verwenden können. Im Körper wird das Co-Enzym Q10 zu einem großen Teil in seine aktive Form, das Ubiquinol, umgewandelt. Im Blutplasma und in allen Organen liegt der Anteil an Ubiquinol immer weit über 50 Prozent, im Blut sogar über 90 Prozent.
Mit dem Alter nimmt die mittlere Q10-Konzentration der Zellen stetig ab. Studien zeigten, dass Herzzellen eines 40-jährigen Menschen im Durchschnitt rund 30 Prozent weniger Q10 enthielten als die Zellen eines 20-jährigen Menschen und die eines 80-jährigen sogar mehr als 60 Prozent weniger. Durch das stetige Absinken der Konzentration im Körper kommt es zu geringerer Energieerzeugung sowie zu verringertem Schutz vor freien Radikalen.


Die wohl bisher beeindruckendste Studie zu Q10 wurde in Italien an 2664 Patienten durchgeführt, die an Herzinsuffizienz litten.
Sie dauerte 90 Tage und den Patienten wurden täglich 50-150mg Co-Enzym Q10 supplementiert. Nach Ablauf der drei Monate berichteten alle Patienten von einer wesentlichen Besserung ihrer Beschwerden. Prozentual sieht das wie folgt aus:

  • Herzrhythmusstörungen 63,4% Linderung
  • Starkes Herzklopfen 75,4% Linderung
  • Schwindel 73,1% Linderung
  • Kurzatmigkeit 52,7% Linderung
  • Zyanose (bläuliche Verfärbung von Haut und Schleimhäuten) 78% Linderung
  • Wassereinlagerungen/Ödeme 78% Linderung
  • Schlaflosigkeit 62,8% Linderung
  • Nächtlicher Harndrang 53,6% Linderung
  • Vergrößerung der Leber 49,8% Linderung
  • Schwitzen 79,8% Linderung

Am Universitätskrankenhaus Kopenhagen führte Prof. Dr. Svend A. Mortensen Gewebeuntersuchungen am Herzmuskel durch. Diese ergaben bei höhergradiger Herzinsuffizienz gegenüber der niedergradigen Form einen deutlich niedrigeren Q10-Gehalt. Nach Q10-Gabe stieg die Konzentration im Herzmuskel deutlich messbar an. Begleitend kam es zu einer deutlichen Verbesserung der typischen klinischen Parameter.

Eine Doppelblindstudie unter R.B. Singh et al. am Medical Hospital and Research Center in Moradabad zeigte an 144 Patienten mit einem Myokard-Infarkt auf, dass bei einer Einnahme von 120mg Q10 über 6 Wochen lang nicht nur die Herzinfarkte deutlich zurückgingen, sondern zusätzlich eine deutliche Reduzierung von Herzdysfunktionen, Arrthymien und Angina Pectoris-Anfällen zu beobachten war.

In einer Langzeitstudie von Langsjoen et al. an 424 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verbesserte sich der Schweregrad durch die tägliche Gabe von durchschnittlich 242 mg Co-Enzym Q10 bei über 80% der Patienten um mindestens einen Grad.

In Pilotstudien an 70 Rheumapatienten haben Dr. F. Enzmann et al. bereits 1992 festgestellt, dass bei 60-80% der Patienten eine Q10-Einnahme zur Dämpfung des Rheumaschmerzes und verbesserter Beweglichkeit führte.

In verschiedenen Studien konnte eine blutdrucksenkende Wirkung von Co-Enzym Q10 belegt werden. So auch in einer Metaanalyse von 12 klinischen Studien, die eine Blutdrucksenkung von durchschnittlich 16,6/8,8 mmHg zeigten bei Einnahme von 60-120 mg Co-Enzym Q10 pro Tag.

Laut einer Studie von Fujimoto et al an Patienten mit Chronisch obstruktiver Lungenerkrankung bzw. Idiopathischer Lungenfibrose weisen diese Patienten einen gesenkten Q10-Spiegel auf. Die Patienten leiden unter anderem an Atemproblemen und schweren Beinen. Nach einer Einnahme von 90mg Q10 pro Tag normalisierte sich der Q10-Plasmaspiegel und die körperliche Belastbarkeit der Patienten stieg signifikant.

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