Bei Nachtblindheit hilft Vitamin A, oder nicht?

Von Jeanne Waldorf, Dipl.-Oecotrophologin

Fast jeder hat es schon einmal gehört oder gelesen: An Nachtblindheit ist ein Vitamin A Mangel schuld. Das stimmt zwar - aber nicht immer. Auch eine Unterversorgung mit Zink kann zu einer Nachtblindheit führen, was wesentlich weniger bekannt ist. Zinkmangel kann die Aktivität von Retinol-Dehydrogenase reduzieren, einem Enzym, das benötigt wird, damit Vitamin A in den Augen wirksam wird. Selbst bei einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin A kann es also zu einer Nachtblindheit kommen, da dieses ohne Zink nicht wirksam werden kann.

Zink ist nicht nur für die Sehkraft wichtig.

Zink zählt zu den unentbehrlichen (essentiellen) Spurenelementen und erfüllt im Körper zahlreiche verschiedene Funktionen. So wurde die folgende Liste von gesundheitsbezogenen Aussagen zu Zink von der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit als gesichert angesehen und offiziell zugelassen:

  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei
  • Zink trägt zu einem normalen Fettsäurestoffwechsel bei
  • Zink trägt zu einer normalen Eiweißsynthese bei
  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei
  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare, Nägel und Haut bei
  • Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei
  • Zink trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei
  • Zink trägt zu einem normalen Kohlenhydrat-Stoffwechsel bei
  • Zink trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei
  • Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei
  • Zink trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei
  • Zink trägt zu einem normalen Fettsäurestoffwechsel bei
  • Zink trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • Zink hat eine Funktion bei der Zellteilung.

Bei dieser Vielzahl an Aufgaben von Zink ist es kein Wunder, dass sich eine Unterversorgung durch zahlreiche verschiedene Symptome sichtbar machen kann. Vielleicht können auch Sie bei sich oder einem Ihrer Familienangehörigen eines oder mehrere der folgenden häufigsten Symptome entdecken: Weiße Flecken auf den Fingernägeln, Antriebsschwäche, Nachtblindheit, verzögerte Wundheilung, Hautausschläge, erhöhte Infektanfälligkeit.

 

Eine Unterversorgung mit Zink ist leider recht häufig.

So erreichen laut Nationaler Verzehrsstudie 32% der Männer und 21% der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr von Zink nicht.

Gefährdet sind Personen, die wenig Fleisch essen, denn Zink wird aus tierischen Lebensmitteln besser resorbiert als aus pflanzlichen. Zudem ist es in tierischen Lebensmitteln in höheren Mengen vorhanden. Die Zinkresoprtion wird zudem durch zahlreiche Medikamente gehemmt, hierzu zählen Antazida, Antibiotika, Tetrazykline, Corticoide, Zytostatika, Diuretika und orale Kontrazeptiva (Pille). Auch ein hoher Alkoholkonsum sowie eine ballaststoffreiche Kost verschlechtert die Resorption von Zink.

Besonders empfehlenswert für die Zinkversorgung ist Zinkcitrat.

In dieser Form wird das Zink sehr gut aufgenommen. Eine Dosierung von 50 mg Zink pro Tag ist sowohl für therapeutische Anwendungen als auch zum Ausgleich einer Unterversorgung ideal.

Sie wollen genau wissen, wie gut Sie selbst mit Zink versorgt sind? Bitten Sie Ihren Therapeuten, den Zinkstatus zu bestimmen oder starten Sie die kostenlose Ernährungsanalyse von Fairvital: http://www.fairvital.com/information.php?info_id=41

Kombi-Tipp: Da Zink die Kupferresorption hemmt, ist es bei einer hochdosierten Einnahme von Zink über einen längeren Zeitraum sinnvoll, auch ein Nahrungsergänzungsmittel mit Kupfer einzunehmen. Hier empfehlen wir Kupfer 2mg.

Quellennachweis: Nationale Verzehrsstudie II (NVS II), Max Rubner-Institut (Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel)

Anbieter-Empfehlung für Zinkcitrat