Deutscher Kopfschmerztag am 5. September - Welche Vitalstoffe helfen wirklich?

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  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Freitag, 27. August 2010 08:28
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Kopfschmerzen sind eine der häufigsten Krankheiten der ganzen Welt. In Deutschland ist mehr als die Hälfte aller Menschen regelmäßig betroffen. Knapp 40 Prozent der Erwachsenen haben nach Angaben des "Forums Schmerz" regelmäßig Spannungskopfschmerzen, weitere 10 Prozent Migräne.
Oftmals wird nur zu chemischen Keulen gegriffen, um das Hämmern im Kopf weg zu bekommen. Aber das kann auf Dauer keine Lösung sein.

Kopfschmerz beruht auf einer Reizung von schmerzempfindlichen Strukturen (Schädeldecke, Hirnhäute, Blutgefäße im Gehirn, Hirnnerven, oberste Spinalnerven). Das Gehirngewebe selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren.

Spannungskopfschmerz (über 50%) ist der häufigste Kopfschmerz überhaupt. Meistens tritt dieser Schmerz nur an wenigen Tagen im Monat auf, deshalb nennt man ihn episodischen Spannungskopfschmerz. Allerdings quälen jeden 13. Betroffenen sogenannte chronische Spannungskopfschmerzen. Diese Menschen leiden im Durchschnitt etwa alle 2 Tage darunter.
Wer seine Kopfschmerzen nicht behandelt, läuft Gefahr, dass die Schmerzen chronisch werden. Wer dagegen Kopfschmerzmittel zu häufig, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt, muss damit rechnen, dass die Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen auslösen.

Migräne (fast 40%) gibt es in circa 16 verschiedenen Formen. Migräne tritt fast immer nur in einer Kopfhälfte auf. Nach diesem Charakteristikum hat die Migräne ihren Namen (griechisch: Hemikranie, halbköpfig). Migräne ist eine ernsthafte chronische Erkrankung. Das Leben der Betroffenen ist dadurch erheblich belastet.

Nur 8% der Kopfschmerzen betreffen andere Formen als Migräne und Spannungskopfschmerzen. Diese sind beispielsweise Clusterkopfschmerz, Kopfschmerzen nach Schädelverletzungen, Traumata, Infektionen oder Gefäßstörungen.

Neue Studien belegen einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und den Kopfschmerzattacken, wie der ärztliche Leiter des Ostdeutschen Kopfschmerzzentrums in Berlin, Dr. Jan-Peter Jansen, anlässlich einer Veranstaltung zu dem Thema in Berlin sagte. Demnach verursachen vor allem Wetterwechsel Schmerzen im Kopf und können für den gesamten Körper purer Stress sein.
Weitere Auslöser für Spannungskopfschmerzen können psychosozialer Stress im Kreis der Familie, oder auf der Arbeit, das Arbeiten in falscher Körperhaltung oder bei schlechtem Licht, ein ungesunder Lebenswandel hin zu Alkohol oder Nikotin, zu wenig Schlaf oder Störungen des Kauapparates zum Beispiel durch Zähneknirschen sein.
Für Migräne sind neben Wetterwechseln folgende Auslöser bekannt: Stress, körperliche Anstrengung, Nahrungsmittel und Alkohol, Abweichungen vom gewohnten Schlafrhythmus, hormonelle Probleme durch Menstruation oder Verhütungsmittel.

Naturheilkundlich betrachtet, werden folgende Ursachen für Kopfschmerz dokumentiert:

 

  • an der rechten Schläfe = Leberschwäche
  • dumpf an der Stirn: Verstopfung
  • Stirn über den Augen = Nierenprobleme
  • in der Mitte des Scheitels = Wechseljahrbeschwerden
  • Schläfe links = Milzprobleme, Pankreas, Diabetes
  • im ganzen Kopf = Rheumatische Erkrankungen, Gicht, Harnsäure
  • Halswirbel = Haltungsfehler, Verkrampfungen, blockiertes Kreuz-Darmbein-Gelenk

Die Orthomolekulare Medizin empfiehlt für Kopfschmerzen allgemein ein Präparat mit B-Vitaminen, vor allem wenn Sie unter Stress leiden.

Besonders die Vitamine B1 und B6 sind eng mit dem Serotonin-Stoffwechsel verbunden. Ein Mangel senkt den Serotoningehalt des Gehirns mit der Folge einer gesteigerten Schmerzwahrnehmung.

Vitamin B2 (Riboflavin) ist ein sehr wichtiges Vitamin, wenn es um Migräne geht. So hat sich die Vorbeugung von Migräneattacken mit Riboflavin (Vitamin B2) in Studien als wirksam gezeigt. Die Wirkrate entspreche etwa der von Betablockern, berichtete die Ärztezeitung bereits 2004.
In einer placebokontrollierten Studie an 55 Patienten konnte nach drei Monaten Vitamin-B2-Einnahme eine signifikante Verminderung der Migränehäufigkeit und -dauer bei 60 Prozent der Studienteilnehmer nachgewiesen werden.

Ein anderer, häufiger, bisher wenig beachteter Grund für Kopfschmerzen ist Vitamin B12-Mangel.

Auch Heidelbeerextrakt hat sich bei Migräne und Spannungskopfschmerz bewährt. Meist kommt es bei Migräne zu einer starken Verengung der empfindlichen Blutgefäße im Kopf, gefolgt von einer anschließenden Erweiterung dieser Blutgefäße. Ein auslösender Faktor lässt zunächst die Blutgefäße enger werden, was zum Krankheitsbild der Migräne führt - normalerweise eine Veränderung der optischen Wahrnehmung oder funkelnde Lichter, die im Gesichtsfeld erscheinen. Anschließend dehnen sich die Blutgefäße wieder aus, was Kopfschmerz, Übelkeit und Licht- bzw. Lärmempfindlichkeit nach sich zieht.
Neu in diesem Zusammenhang sind die Erkenntnisse über die positiven Wirkungen eines Blaubeerkonzentrates. Denn bei Migräne und Spannungskopfschmerzen sind es die Erweiterungen und Entzündungen kleinster, kapillarer Blutgefäße im Gehirn, die an der Entstehung der gefürchteten Schmerzen beteiligt sind. Die enthaltenen Anthocyane fördern sowohl die Durchgängigkeit der Gefäße als auch ihre Elastizität auf natürliche Weise.

5-HTP wird mit Erfolg zur Vorbeugung von Kopfschmerzen verschiedenen Typs eingesetzt, z.B. Migräne, Spannungskopfschmerz und chronischem Kopfschmerz

Der Wissenschaftler J. Schoenen von der Universität Lüttich führte zusammen mit Sandor (Univ. Zürich) eine doppelblinde Studie mit flüssigem Q10 über 3 Monate durch. Es wurde eine signifikant überlegene Halbierung der Migräne-Anfallshäufigkeit mit flüssigem Q10 festgestellt.

Patienten mit Migräne und Spannungskopfschmerzen haben meist verminderte Magnesiumkonzentrationen im Serum. Ein Magnesiummangel kann zu einer vermehrten Freisetzung von Schmerzmediatoren führen.
In einer randomisierten Doppelblindstudie wurde nachgewiesen, dass die Einnahme von 600 mg Magnesium täglich über einen Zeitraum von 12 Wochen die Häufigkeit von Kopfschmerzen um 41,6 Prozent verminderte.
Magnesium ist bei vielen Schmerzzuständen hilfreich, auch wegen seiner entkrampfenden und entspannenden Eigenschaften.