K - Vitamin

Vitamin K (Phyllochinon) ist vor allem wegen seiner Bedeutung für die Blutgerinnung bekannt, spielt aber auch im Knochenstoffwechsel eine wichtige Rolle. Hier wird es für die Synthese von Osteocalcin benötigt, einem Protein, das ausschließlich und in großen Mengen im Knochen gefunden wird und wichtig für die Bildung, Umbau und Reparatur des Knochens - z.B. nach Knochenbrüchen - ist. Osteocalcin ist eine Art Proteinmatrix, auf der das Calcium auskristallisiert. Studien an osteoporotischen Patienten haben gezeigt, dass die Behandlung mit Vitamin K den Calciumverlust deutlich reduzierte. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine größere Menge Vitamin K vor allem dann erforderlich ist, wenn eine beschleunigte Knochenbildung wünschenswert ist - wie bei der Osteoporose oder z.B. nach einem Knochenbruch.

Vitamin K ist vor allem in Gemüse enthalten. Ein Mangel an Vitamin K kommt daher besonders bei Personen, die wenig Gemüse essen, vor. Die übliche Dosierung beträgt 200 - 300 Mikrogramm täglich. Patienten mit Blutgerinnungsstörungen, die z.B. Marcumar erhalten, sollten Vitamin K allerdings nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Internisten anwenden! Vitamin K ist vor allem enthalten in Brunnen- oder Gartenkresse, Sauerkraut, grünen Gemüsen wie Spinat oder Rosenkohl und Innereien.

Japanische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass eine niedrige Vitamin-K-Aufnahme einen Risikofaktor für eine Arthrose des Kniegelenks darstellt. Bei 719 Patienten wurde der Schweregrad einer Kniegelenks-Arthrose radiologisch bestimmt. Parallel wurde die Nährstoffaufnahme über den Zeitraum eines Monats erfasst. Unter den Ernährungsfaktoren war ausschließlich die Vitamin-K-Aufnahme mit der Prävalenz der Osteoarthrose assoziiert.

Quelle: Oka H et al: Association on low diatary vitamin K intake with radiographic knee osteoarthritis in the Japanese elderly population: dietary survey in a population-based cohort of the ROAD study; J. Orthop Sci; 2009 Nov; 14(6):687-92


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Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.