Mineral Kaps

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  • Kategorie: Wirkstoffe D - M
  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Montag, 08. März 2010 22:00
  • Geschrieben von med. Consultant
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Bei den Mineralstoffen handelt es sich um anorganische Nährstoffe, die der Körper selbst nicht herstellen kann. Sie müssen somit mit der Nahrung zugeführt werden, da sie lebensnotwendig sind.  Es wird zwischen Mengen- und Spurenelementen unterschieden. Im Körper sind drei bis vier Kilo Mengenelemente (Natrium, Kalium, Magnesium, Chlorid und Calcium) enthalten. Die Spurenelemente (u. a. Eisen, Jod, Zink, Fluor und Mangan) sind hingegen nur bis zu 10 Gramm enthalten.
Verglichen mit Vitaminen ist der Aufbau von Mineralstoffen chemisch sehr einfach. Sie liefern auch keine Energie, sondern bauen Knochen, Zähne, Hormone und Blutzellen auf, sie erhalten die Gewebespannung, sind für die Reizübertragung und/oder Enzymaktivierung verantwortlich. Viele Mineralstoffe übernehmen äußerst vielfältige Funktionen im Körper. Calcium baut beispielsweise Knochen und Zähne auf und wirkt gleichzeitig bei der Blutgerinnung und der Erregbarkeit der Muskeln mit.
Obwohl Mineralstoffe gegen die meisten Nahrungszubereitungen unempfindlich sind (Kochen, Einfrieren etc.) gehen sie doch häufig verloren, weil Lebensmittel durch zu langes Kochen und zu viel Wasser im Topf ausgelaugt werden. Häufig gehen Mineralstoffe und Spurenelemente mit weg gegossenem Kochwasser verloren.

Calcium sorgt für Stabilität von Knochen und Zähnen, hat Funktionen in Nerven- und Muskelzellen und spielt bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle.
Magnesium hat wichtige Funktionen bei der Knochenbildung, für die Muskeln und die Herstellung von Eiweißen. Ein Magnesiummangel kann sich zum Beispiel durch Wadenkrämpfe bemerkbar machen.
Magnesium dient auch als Coenzym für über 300 Enzyme. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Erregungsleitung des Nervensystems und dadurch für die Muskelarbeit. Es ist wichtig für den Energiestoffwechsel.
Zink ist für die Aktivierung vieler Enzyme erforderlich und hat dadurch Bedeutung für den Eiweiß-, Fett-, und Kohlenhydratstoffwechsel sowie für den Säure-Basenhaushalt. Es gibt auch Hinweise, dass Zink zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gehirns beiträgt und die Konzentration verbessert.
Bor ist an der Bildung von Steroidhormonen beteiligt. Es wird auch angenommen, dass es für den Gehirnstoffwechsel eine Rolle spielt.
Selen ist Hauptbestandteil des Enzyms Glutathionperoxydase eines an der Entgiftung von Wasserstoffperoxyd beteiligten Enzyms. Bei Fehlen des Enzyms würden hochreaktionsfreudige Radikale frei, die zu einer Zell- und Gewebeschädigung führen können.
Chrom spielt im menschlichen Körper im Kohlenhydratstoffwechsel eine wichtige Rolle. Es ist unter anderem notwendig, damit das Hormon Insulin seine Aufgabe den Blutzucker zu senken erfüllen kann. Chrom ist außerdem nötig für die Funktion der Schilddrüse und für die Produktion körpereigener Eiweiße.
Auch Molybdän ist ein Bestandteil verschiedener Enzyme, die u. a. für Stoffwechselprozesse im Lebergewebe verantwortlich sind.