NADH - Coenzym 1

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  • Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 09. Februar 2014 12:01
  • Veröffentlicht: Sonntag, 09. Februar 2014 07:45
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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NADH: Der Schlüssel für Energie, Kraft und ewige Jugend?

Der Traum vom ewigen Leben bei guter Gesundheit existiert seit jeher. Wir alle kennen die klassische Schlussformel von Märchen bereits aus unserer Kindheit: "...und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute." Doch wie sieht es in der Realität aus? Gibt es vielleicht schon etwas, was den Traum wahr werden lassen kann? Die Wissenschaft arbeitet seit Jahrzehnten mit Hochdruck an diesem Thema. Und ja, es gibt immer wieder Erfolge, die einen Schritt weiter führen. NADH ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Es spendet nicht nur Kraft und Energie, sondern kann auch vor typischen Alterserkrankungen schützen und die Zellalterung rückgängig machen.

NADH ist die Abkürzung für die reduzierte (und somit energiereiche) Form von Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD). Das H steht für Hydrogenium (Wasserstoff), dem energiereichen Teil dieser Verbindung.

NADH ist das aktive Co-Enzym von Vitamin B3 und wird häufig auch als Co-Enzym 1 bezeichnet. Es kommt in allen Körperzellen vor und ist an mehreren hundert verschiedenen enzymatischen Reaktionen in der Zelle beteiligt. Es wird zum Aufbau vieler Neurotransmitter (Botenstoffe im Nervensystem), wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin, benötigt. Die Hauptaufgabe von NADH besteht im Transport des bei Stoffwechselreaktionen freigesetzten Wasserstoffs (Hydrogenium, H) und der daran gebundenen Energie. Daher ist NADH ein hervorragender Energielieferant. Somit kann eine Einnahme bei allen Formen des Energiemangels und einer verminderten Leistungsfähigkeit des Gehirnes hilfreich sein.

Außerdem hat NADH eine sehr starke antioxidative Wirkung. Dies ist besonders wichtig, wenn man die zahlreichen oxidativen Stressfaktoren (z.B. Umweltgifte, Genussmittel usw.) bedenkt, denen wir in unserer modernen Industriegesellschaft in zunehmendem Maße ausgesetzt sind. Häufig führen diese Stressfaktoren dazu, dass wir uns nach einem anstrengenden Tag ausgelaugt fühlen und keine Kraft bzw. Energie mehr haben.

NADH wird bereits seit vielen Jahren mit großem Erfolg angewendet: Als Energie- und Kraftlieferant gegen Stress, bei Nervosität, bei chronischer Müdigkeit, bei Leberproblemen, bei Herzschwäche, bei Depressionen, bei Erschöpfung und Immunschwäche. Es scheint, dass die Anwendung von NADH sogar bei Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer helfen sowie den Alterungsprozess hinauszögern kann.

Aufgabe von NADH für das Gedächtnis

Das Gedächtnis ist aus einer Reihe von Funktionssystemen zusammengesetzt. Zunächst nehmen wir Signale von außen war, die uns in Form eines Reizes erreichen und biochemische Reaktionen in den Zellen des zentralen Nervensystems in Gang setzen. Dabei übertragen Botenstoffe (Neurotransmitter) die Informationen zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Die bekanntesten dieser so genannten Neurotransmitter sind Adrenalin sowie seine Vorstufen Noradrenalin und Dopamin. Wird die Produktion dieser Neurotransmitter erhöht, verbessert sich auch das Gedächtnis. Des Weiteren spielt das Enzym Tyrosinhydroxylase (TH) eine wichtige Rolle. Es ist ebenfalls in der Lage, Informationen von einem äußeren Reiz zu speichern und später wieder abzurufen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Co-Enzym NADH sowohl die Produktion der Neurotransmitter, als auch des Enzyms Tyrosinhydroxylase (TH) erheblich steigern kann. Steht den Zellen dagegen zu wenig NADH zur Verfügung, sinkt die Konzentration der Neurotransmitter und das Gedächtnis lässt nach. In Amerika gilt NADH deshalb als ein potenter Gedächtnisverstärker für alle, die geistig aktiv sind und es auch bleiben wollen.

Anti-Aging

Biologisch kann der Alterungsprozess als eine Umwandlung von einem energiereichen zu einem energiearmen Zustand gesehen werden. NADH spielt eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von neuer Energie. Ferner spielt NADH eine Schlüsselrolle bei der Regenerierung der Zellen und der Reparatur der DNA. Je mehr DNA repariert werden muss, desto mehr NADH verbraucht die Zelle. Je mehr NADH eine Zelle zur Verfügung hat, desto größer ist ihre Fähigkeit alte, verletzte oder beschädigte Zellen zu erneuern. Schäden der DNA werden als Grundlage einer Vielzahl von degenerativen Erkrankungen des Gehirns, wie der Alzheimer Erkrankung, vermutet.

NADH spielt außerdem eine wichtige Rolle zur Erhaltung der geistigen Beweglichkeit und des Erinnerungsvermögens, indem es die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin im Gehirn anregt. Dopamin und Noradrenalin sind wichtig für die geistige Aufmerksamkeit, das Denken, die kognitiven Fähigkeiten, wie Erinnerungsvermögen und Entscheidungsfähigkeit, die Stimmung und vieles, vieles mehr. Klinische Studien ergaben, dass das Gehirn umso besser funktionierte, je mehr NADH ihm zur Verfügung stand. Eine ergänzende Einnahme von NADH kann also sinnvoll sein, um die negativen Begleiterscheinungen des Alterungsprozesses auf das Gehirn (wie z.B. Gedächtnisschwäche) zu verringern.

Eine Studie hat gezeigt, dass NADH die Konzentration von Cholin im Gehirn steigert, indem es das Cholin aus cholinhaltigen Phospholipiden freisetzt. Aus Cholin wird der Neurotransmitter Acetylcholin hergestellt, der für die Konzentrationsfähigkeit und das Vorstellungsvermögen benötigt wird.

Der Schlüssel zur ewigen Jugend?

Wissenschaftler aus Harvard haben möglicherweise eine bahnbrechende Entdeckung gemacht: Das natürliche Co-Enzym NADH macht aus alten Zellen wieder fitte, junge.

Zusammen mit seinem Team von der Harvard Medical School in Cambridge (Massachusetts) und weiteren Forschern aus Portugal und Australien hat der berühmte Altersforscher, David Sinclair, getestet, wie sich eine Erhöhung der NADH-Konzentration auf die Zellalterung auswirkt. Seine Experimente zeigen: NADH kann die schädlichen Prozesse nicht nur stoppen, sondern es kann sie sogar wieder rückgängig machen. Dabei wird vor allem die Funktion der Mitochondrien wieder hergestellt. Diese erfüllen eine Schlüsselfunktion beim programmierten Zelltod und stellen Energiepakete für den Zellstoffwechsel bereit. Leider verlieren die Mitochondrien mit dem Alter an Kraft. In Fachkreisen spricht man von einem voranschreitenden Abfall der mitochondrialen Funktion mit dem Alter.

Wird den Zellen NADH zugeführt, so können sich bereits nach einer Woche die Zeichen der Alterung zurückbilden. Dies stellten die Forscher anhand der üblichen Alterungs-Parameter, wie Entzündungsreaktion, Insulinresistenz und Muskelschwund, fest. Alle drei davon bildeten sich in erstaunlichem Ausmaß zurück. Der Grund für die Verjüngung scheint in der Zusammenarbeit zwischen der mitochondrialen und der Zellkern-DNA zu liegen. Fällt eine der beiden Erbinformationen aus, wird die Zellfunktion gestört. Das könnte auch die Grundlage für verschiedene Erkrankungen des Alters bilden, beispielsweise Parkinson, Alzheimer und Diabetes.

Parkinsonsche-Erkrankung (Morbus Parkinson)

Genau wie die Alzheimer-Erkrankung zählt Morbus Parkinson bis heute zu den unheilbaren Krankheiten. Betroffen sind etwa ein Prozent der über 60-jährigen, wobei die Krankheit häufiger Männer als Frauen trifft. Zu den Symptomen der Krankheit zählen Steifheit und Zittern der Muskulatur sowie die Verlangsamung der Bewegung.

Bei der Parkinson-Krankheit fehlt dem Gehirn der Signalstoff Dopamin. Das Gehirn braucht diesen Stoff jedoch für die Bewegungskontrolle. Dopamin wird in speziellen Regionen des Gehirns (in den Stammganglien) gebildet. Es wird ständig produziert und abgebaut. Bei der Parkinson-Krankheit ist die Produktion dieses Stoffes vermindert und da der Abbau gleich bleibt, fehlt dem Körper nach kurzer Zeit Dopamin.
Eine Erhöhung des NADH-Spiegels kann im Gehirn eine verbesserte Bildung von lebenswichtigen Neurotransmittern zur Folge haben.

Groß angelegte Studien, in denen NADH oral eingenommen oder injiziert wurde, zeigten eine Verringerung der körperlichen Beschwerden bei Morbus Parkinson und der notwendigen Medikamentendosis.

In einer Studie mit 34 Parkinson-Patienten konnte bei allen Patienten eine Besserung der Beschwerden festgestellt werden. Bei 61,7% der Patienten verbesserten sich die Beschwerden sogar um über 30%. Gleichzeitig mit der Abnahme der Beschwerden konnte eine Stimulation der körpereigenen Bildung von L-Dopa festgestellt werden. Die hierbei verwendete therapeutische Dosierung lag zwischen 25 und 50 mg pro Tag. Die positive NADH-Wirkung scheint somit besser zu wirken, wenn die Erkrankung noch im Anfangsstadium ist.

Chronisches Müdigkeitssyndrom

Das chronische Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome: CFS) ist ein vielgestaltiges Krankheitsbild. Im Vordergrund steht eine schwere und lang andauernde Müdigkeit (über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten), für die sich keine körperlichen Ursachen finden lassen. Zu den vielfältigen weiteren Beschwerden zählen Konzentrationsschwäche, Kopf- und Muskelschmerzen, Benommenheit, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Depressionen.
Da NADH die Energiebereitstellung in der Zelle fördert, kann es als "Energietreibstoff", genauso wie das Benzin für den Motor, hilfreich sein.

In einer 1999 an der Georgetown University School of Medicine durchgeführten Studie konnte die Wirksamkeit von NADH nachgewiesen werden. Innerhalb von 12 Wochen bekamen die Teilnehmer entweder 10mg NADH pro Tag oder ein Placebo (Scheinmedikament). Nach vier Wochen erhielten die Patienten weder NADH noch das Placebo und die letzten vier Wochen bekam die Gruppe, die anfänglich ein Placebo genommen hatte, das NADH, während die ehemalige NADH-Gruppe ein Placebo erhielt. Von den insgesamt 26 Patienten sprachen 31 Prozent auf eine Behandlung mit NADH an.

Eine darauf folgende Studie (mit höheren Dosierungen) über den Zeitraum von 6 Monaten führte sogar bei 72 % der Teilnehmer zu einer Linderung der Symptome. Prof. Dr. Birkmayer geht (lt. einer Veröffentlichung im Journal für orthomolekulare Medizin, 2/1999) davon aus, dass die Dosis von 10mg bei manchen stark übergewichtigen Patienten zu niedrig angesetzt war. So stellte man in der Folgestudie fest, dass sich einige Patienten mit einer Dosierung von 30mg NADH pro Tag ausgezeichnet fühlten, während sie mit nur 10mg immer noch Symptome der Müdigkeit bemerkten.

Alzheimer-Erkrankung (Morbus Alzheimer)

NADH wurde bei 17 Patienten mit Alzheimer angewendet. Bei allen Patienten konnte nach einer Therapiedauer zwischen 8 und 12 Wochen eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten festgestellt werden. (The Annals of Clinical and Laboratory Science USA, Jan-Feb 1996, 26 (1) pl-9)

Jetlag

Bei Langstreckenflügen verursacht die Zeitverschiebung und die dadurch verursachte Verschiebung des gewohnten Tag-Nacht-Rhythmus zahlreiche Beschwerden wie Unkonzentriertheit, Schläfrigkeit am Tag und Schlaflosigkeit in der Nacht. Stark betroffen sind vor allem Personen über 30, die einen starren Tagesablauf haben. Je mehr Zeitzonen übersprungen werden, desto länger hält der Jetlag an. In der Regel dauert es ca. einen Tag pro übersprungener Zeitzone, bis sich der Körper an den neuen Wach-Schlaf-Rhythmus gewöhnt.

Forscher der Universität Georgetown und des Washington Neurophysiological Institut fanden heraus, dass die Einnahme von NADH die Begleiterscheinungen des Jetlag verringern kann. Durch die Einnahme von NADH wird die Produktion von ATP (Adenosintriphosphat) in der Zelle gesteigert und die Bildung von Dopamin (ein wichtiger Neurotransmitter /Überträger von Nervenimpulsen im Gehirn) angeregt. Hierdurch können die unangenehmen Begleiterscheinungen von Langstreckenflügen, wie Schläfrigkeit und Unkonzentriertheit, abgemildert werden.

Depressionen

Man geht davon aus, dass bei Depressionen der Serotonin-, Dopamin- und/oder Noradrenalinspiegel im Gehirn erniedrigt ist. Da NADH die Ausschüttung dieser Neurotransmitter anregt, liegt die Vermutung nahe, dass die Anwendung auch bei Depressionen hilfreich sein kann. In einem 1992 in New Trends in Clinical Pharmacology veröffentlichtem Bericht wurde in einer Studie mit 205 depressiven Patienten eine 93%-ige positive Wirkung festgestellt, nachdem sie mit NADH behandelt wurden. Dabei stellte man vor allem bei Patienten unter 65 Jahren und bei Patienten, bei denen die Krankheit erst kurze Zeit bestand, eine Besserung fest.

Vorkommen und Verfügbarkeit für den Körper

Der Körper kann NADH selber bilden. Die körpereigene Bildung von NADH setzt jedoch nicht nur eine ausreichende Niacin-Zufuhr voraus, sondern ist darüber hinaus auch von einer lückenlosen und ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen, wie Vitaminen, Spurenelementen und Pflanzennährstoffen, abhängig. NADH kommt in allen lebenden Zellen vor und somit auch in vielen Nahrungsmitteln, z.B. Muskelfleisch (Rind - 50 mg/kg) Leber (40 mg/kg), in Herz (90 mg/kg), Hirn (50 mg/kg), Niere (40 mg/kg) und Blut (3 mg/kg).
Vor allem Muskelgewebe von Fisch und Geflügel sowie die Lebensmittel, die mit Hefe hergestellt werden, weisen einen hohen Gehalt an NADH auf. Der Gehalt von NADH in Obst und Gemüse ist dagegen nur sehr gering. Da NADH durch Luftsauerstoff und den Kochvorgang zerstört und durch Magensäure abgebaut wird, ist das NADH aus der Nahrung leider nicht für den Körper verfügbar.

Anbieter-Empfehlung: NADH 20mg sublingual, NADH 12mg mikroverkapselt