Osteo-X

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  • Kategorie: Wirkstoffe N - Z
  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 04. März 2009 07:53
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Beinahe 10% der Mitteleuropäer leiden an Osteoporose. Einige Fachmedien sehen im „schleichenden Knochenschwund“ bereits eine kommende Volkskrankheit parallel zum demografischen Wandel.
Fest steht: Der dramatische Verlust von Knochenmasse ist nicht allein altersabhängig. Auch und besonders die individuellen Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände wie die genetische Veranlagung führen im schlimmsten Fall bis zur Immobilität.

Unsere Knochen leben wie ein Organ im stetigen Auf- und Abbau von Zellen. Bis etwa zum 30. Lebensjahr sind die Aufbaukräfte im Vorteil. Mit dem Erreichen der maximalen Knochendichte beginnt die Zeit des stetigen Abbaus. Beschleunigt wird dieser Prozess u.a. durch Bewegungsmangel, vitalstoffarme Ernährung, Koffein-, Teein-, Alkohol- und Nikotingenuss. Hormonelle Veränderungen – bei Frauen ab 45 und Männern ab 55 Jahren – sorgen für einen zusätzlichen Negativ-Schub.

Wird fortschreitender Knochenabbau als Osteoporose im Anfangsstadium erkannt, kann diese häufig mit dem Verzehr von Calcium- und Vitamin D-Produkten eingeschränkt werden. Den Betroffenen kann so ein Teil der Angst vor dem massiven Verlust von Lebensqualität – durch Bewegungseinschränkung, Trittunsicherheit, Angst vor Stürzen und Isolation – genommen werden.

Knochen bestehen zu 65% aus Hydroxyapatit. Es gibt unserem Knochengerüst die Stabilität und erfüllt im Organismus verschiedene Funktionen. Darüber hinaus ist es der wichtigste Bestandteil der Zähne.

Calcium
bietet ebenfalls ernährungsphysiologische Unterstützung für gesunde Knochen und Zähne. Dieser Mineralstoff besitzt vor allem Struktur gebende Aufgaben und ist Rohstoff für den Bau unserer Knochen. Damit unser Organismus das Calcium  aufnehmen kann, benötigt er Vitamin D als Resorptionshelfer. Es ist als "Einbauhelfer" ein unverzichtbarer Partner für Calcium, denn es ist an dessen Aufnahme und Einlagerung in den Knochen beteiligt. Calcium ist – als der „Haupternährer“ der Knochensubstanz – unverzichtbar zur Vorbeugung von Osteoporose (1).

Inzwischen haben Wissenschaftler immer mehr über die Funktion von Magnesium bei der Knochenhomöostase herausgefunden. Da der überwiegende Teil des Mineralstoffs im Knochen lokalisiert ist, aus dem unter Mangelbedingungen jedoch bis zu einem Drittel aktiviert werden kann, trägt eine langfristig unzureichende Versorgung zur Osteoporose bei. Die heutzutage empfohlene Osteoporoseprophylaxe mit Calciumpräparaten sollte deshalb durch eine adäquate Magnesiumzufuhr ergänzt werden.

Die effektivsten Produkte der neuesten Generation leisten jedoch viel mehr. Besonders dann, wenn Sie zusätzlich Bor, Kupfer und Mangan in ihrer Rezeptur vereinen. Das Ultraspurenelement Bor sorgt vor allem in Kombination mit Kupfer für den optimalen Knochenstoffwechsel, indem es alle beteiligten Mikronährstoffe aufeinander abstimmt und sogar kurzfristige Defizite selbsttätig ausgleicht. Bei Frauen nach der Menopause, welche zusätzlich zu ihrer Ernährung täglich 3mg Bor erhielten, verminderte sich z.B. die Ausscheidung von Calcium um 44 %, während es andererseits zu einer Erhöhung der Serumkonzentrationen des östrogenen Hormons 17ß-Östradiol kam.

Interesse an der Beziehung zwischen Mangan und Osteoporose erweckte ein berühmter Basketballspieler, der häufig sehr schlecht heilende Knochenbrüche hatte, und bei dem auch eine zunächst nicht erklärbare Osteoporose diagnostiziert wurde. Bei einer Blutuntersuchung wurde ein Mangel an diversen Mineralien und insbesondere auch an Mangan aufgezeigt. Nach Ausgleich dieser Mangelsituation spielte er innerhalb von 6 Wochen wieder Basketball. Diese Beobachtungen regten zu einer Untersuchung bei osteoporotischen Frauen an, bei der man fand, dass die Blut-Mangan-Werte nur 25% derer von gesunden Kontrollpersonen betrugen.

Zink ist ein wichtiger Katalysator der Kollagenherstellung (organisches Grundgerüst) des Knochens. Es ist wesentlich für die Knochenbildung, es verbessert die Wirkung von Vitamin D und die Calciumaufnahme. Studien zeigten erniedrigte Zinkkonzentrationen im Serum und im Knochen von älteren Patienten mit Osteoporose. Auch Personen mit erhöhtem Knochengewebsverlust im Bereich des Kieferknochens zeigten in einigen Studien wohl verminderte Serumkonzentrationen von Zink.

Wie das Zink ist Vitamin C bedeutsam in der Kollagensynthese des Knochens, insbesondere bei der Quervernetzung gemeinsam mit Kupfer.

Betain Hydrochlorid fördert die Resorption der Substanzen.

Das Produkt ist ohne Vitamin K und daher auch bei Einnahme von Blut verdünnenden Medikamenten geeignet.



(1) Palacios C: The role of nutrients in bone health, from A to Z. Crit Rev Food Sci Nutr. 2006;46(8):621-8. Review.
 

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.