Passionsblume

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  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Montag, 26. Juli 2010 11:20
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Kennen Sie das? Eine Ihnen unangenehme Sache steht Ihnen bevor und Sie würden am liebsten Reißaus nehmen? Gibt es Situationen, in denen Sie sich wünschen, ganz ruhig und gelassen zu bleiben? Hatten Sie auch schon mal einen weniger guten Tag, der sich förmlich auf dem Magen oder Rücken geschlagen hat? Beschäftigt Sie das tagsüber Erlebte abends manchmal länger als gewünscht und können Sie nicht einschlafen?

Als im 17. Jahrhundert die Passionablume aus Amerika importiert wurde, bezauberte ihre Blüte die Europäer. Für die Christen symbolisierte die Blüte die Leidensgeschichte und Kreuzigung Jesu. So erhielt die Rankenpflanze ihren deutschen Namen. Heute wird die Passiflora incarnata wegen ihrer beruhigenden Inhaltsstoffe geschätzt.

Der deutsche Naturforscher Schoepf nennt die Passionsblume 1787 als Mittel gegen Epilepsie im Alter. Eine medizinische Verwendung der Passionsblume in Europa ist bei nervöser Unruhe, als Einschlafhilfe oder auch als angst- und krampflösendes Mittel in namhaften medizinischen Handbüchern belegt, beispielsweise im 1938 publizierten Lehrbuch der biologischen Heilmittel von Gerhard Madaus.

Ein 2008 publizierter Report der Europäischen Arzneimittelagentur belegt bis zu diesem Zeitpunkt in vier klinischen Studien beim Menschen die Wirkung. Die ehemalige Kommission E beim Bundesgesundheitsamt bestätigte die Anwendungsgebiete "nervöse Unruhezustände" und "nervöse Einschlafstörungen".

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft das Kraut der Passionablume bei
leichter nervöser Unruhe, Stimmungsschwankungen (auch in den Wechseljahren), Konzentrationsschwierigkeiten und nervös bedingten Magen-Darm-Beschwerden. Die Passionsblume ist beliebt als Tagesberuhigungsmittel, Einschlafhilfe und mildes angst- und krampflösendes Mittel.