Reishi (Ling-Zhi)

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  • Zuletzt aktualisiert: Montag, 03. Dezember 2012 09:06
  • Veröffentlicht: Mittwoch, 24. Oktober 2012 12:14
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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In der chinesischen und japanischen Volksgesundheitskunde wird Reishi bereits seit mehr als 4000 Jahren hoch geschätzt. In Asien gilt Reishi als Jungbrunnen bzw. als Symbol des Glücks und eines langen Lebens.

Reishi wird in diesen Ländern als König der Kräutermedizin bezeichnet und sogar noch vor Ginseng eingestuft. Auch im Orient wird der Reishi verehrt. Als Talisman soll er die Menschen vor Unglück schützen.

Traditionell wurde Reishihauptsächlich für die Behandlung der chronischen Gelbsucht, von Nierenentzündungen, Bluthochdruck, Gelenkentzündungen, Schlaflosigkeit, Bronchitis, Asthma und Magengeschwüren verwendet. In Chinas berühmtestem Buch über Naturgeschichte, im Pen Tsao Kang Mu aus dem Jahre 1578, steht geschrieben, dass der regelmäßige Verzehr des Pilzes zur Gewichtsreduktion führt und die Lebenserwartung erhöht.

Der Reishipilz begünstigt eine höhere Sauerstoffsättigung des Blutes. Gezeigt haben das chinesische Wissenschaftler in zwei Studien mit Personen, die unter der Bergkrankheit litten. Die Bergkrankheit tritt in Höhen von 3500 m und darüber auf. Die Ursache ist eine Abnahme des atmosphärischen Drucks, womit eine Verringerung des Sauerstoffpartialdrucks und der Sauerstoffsättigung der roten Blutkörperchen einhergeht. Die Symptome der Bergkrankheit sind Herzklopfen, Schwindel, Konzentrationsschwäche, starke Ermüdung, Kopfschmerzen, Erbrechen sowie beschleunigter Atem bzw. Puls.
238 chinesische Soldaten bekamen 3 x täglich ein Reishi-Präparat. Bei 97 Prozent der Personen trat die Bergkrankheit daraufhin nicht auf. In einer weiteren Studie mit 976 Soldaten der chinesischen Gebirgsjäger berichteten 83 Prozent, dass sie keine Kopfschmerzen hatten und 96 Prozent verspürten keinen Brechreiz. In der Kontrollgruppe litten 80 Prozent der Personen unter der Bergkrankheit.

Was die Aktivitäten von Reishi das Herz betreffend angeht, so wird berichtet, dass der Pilz vorteilhafte Wirkungen auf die koronare Herzkrankheit sowie bei einem erhöhten Cholesterinspiegel hat (Chang & Buit, 1986).

Weitere medizinische Anwendungsgebiete für Reishi sind chronische Bronchitis und Asthma. In den Jahren 1973/74 führte man in chinesischen Krankenhäusern an 2000 Patienten mit chronischer Bronchitis eine groß angelegte Studie durch. Diese erhielten Reisi-Extrakt. Innerhalb von 2 Wochen zeigten 60 bis 91 Prozent der Patienten eine deutliche Verbesserung ihres Zustandes.

Reishi zeigte sehr gute Ergebnisse bei der Behandlung von Hepatitis, insbesondere in den Fällen, in denen die Leber noch nicht schwer geschädigt war (Chang & But, 1986). So wurden 355 Hepatitis B-Patienten mit Reishi behandelt. 92 Prozent zeigten positive Ergebnisse (Yan et al, 1987).

Von Bedeutung sind auch die antiallergischen Eigenschaften von Reishi. Der Pilz hemmt die Histaminfreisetzung und kann auf diese Art allergischen Reaktionen vorbeugen. Reishi stabilisiert die Immunglobuline, reduziert überhöhte Antikörperwerte und erhöht erniedrigte Werte. Da diese Wirkungen auch die Werte von IgE, IgM, IgA und IgG Antikörper beinhalten, kann Reishi bei Nahrungsmittelempfindlichkeiten hilfreich sein (Kohda et al, 1985).

Durch Studien nachgewiesene Wirkungen des Reishi:

  • Analgetisch (Chang & But, 1986)

  • Allgemein immunstärkend (Shin et al, 1986; Chang & But, 1986)

  • Kardiotonische Aktivität, senkt das Serumcholesterin ohne Wirkung auf Triglyceride, steigert den Herzmuskelstoffwechsel (Chang & But, 1986; Chen & Zhang, 1987)

  • Antiallergische Aktivitäten (Kohda et al, 1985)

  • Bei Bronchitis, indem die Regeneration bronchialer Endothelzellen angeregt wird (Chang & But, 1986)

  • Leberschützende und entgiftende Wirkungen (Chang & But, 1986)

  • entzündungshemmend (Lin et al, 1993; Stavinoha et al, 1990)

  • Antibakteriell bei Staphylokokken, Streptokokken und Bacillus pneumoniae, (wahrscheinlich aufgrund der immunstimulierenden Aktivitäten)

  • Antioxidativ indem es freie Radikale eliminiert (Wang et al, 1985, Chen & Zhang, 1987)

  • Zentral beruhigend auf das Nervensystem und entspannt die Muskeln (Chang & But, 1986; Kasahara & Hikino, 1987)

  • Steigert die Aktivitäten von natürlichen Killerzellen (Zhang & Yu, 1993)

  • Hustenreizstillende und schleimlösende Eigenschaften (Hsu et al, 1986; Chang & But, 1986)

  • Schutz vor ionisierender Strahlung (Chang & But, 1986; Hu & But, 1987)

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