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Apfelpektin

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Hauptkategorie: Wirkstoffe
Erstellt am 03. März 2009 Zuletzt aktualisiert am 28. Juli 2012 Veröffentlichungsdatum
Geschrieben von Lisa Oberländer Zugriffe: 39856

Schon die Großmutter rieb Äpfel für ihre Kinder, um deren Verdauungsprobleme zu heilen.

Seit langer Zeit sind die günstigen physiologischen Eigenschaften der Pektine beim Menschen untersucht und bekannt. Die Apfel-Diät von Heisler (1803) und Moro (1929) ist eine der am meisten bekannten Anwendungen der Pektine, um Unpässlichkeiten des Verdauungsapparates zu heilen. Der Ausspruch “an apple a day keeps the doctor away” (frei übersetzt: Tut man Äpfel essen, kann man den Doktor vergessen) wird auf den relativ hohen Pektingehalt der Äpfel zurückgeführt.

Isolierte Pektine haben Einfluss auf folgende Faktoren:

  • Cholesterin-, Lipoprotein- und Gallensäure-Metabolismus
  • Arteriosklerose
  • Blutglukosespiegel nach kohlenhydratreicher Mahlzeit (wichtig bei Diabetes Mellitus Typ II)
  • Bindung von Schwermetallen und deren Radionukliden
  • Gewichtsreduktion
  • Verdauungsstörungen
  • Blutgerinnung und Wundheilung

Wirkung von Pektin auf den Cholesterinspiegel

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Pektin den Blutcholesterinspiegel wesentlich senken kann. Die Verengung der Blutgefäße durch Ansammlung von Ablagerungen ist Folge eines hohen Blutcholesterinspiegels. Jedoch ist Cholesterin ein Stoff, ohne den wir eigentlich gar nicht leben können. Es gibt einen einfacheren Weg, den Cholesterinspiegel zu senken – durch den Verzehr von Lebensmitteln, die einen großen Anteil löslicher Ballaststoffe enthalten.

Pektin, von Natur aus hauptsächlich als Gelier- und Verdickungsmittel bekannt, ist einer dieser löslichen Ballaststoffe. Studien haben das große Potenzial von Pektin zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut bestätigt. Pektin wurde mit anderen löslichen Fasern bezüglich seiner Fähigkeit, den Cholesterinspiegel zu senken, verglichen und die Ergebnisse zeigen, dass seine Wirkung im Vergleich mit Flohsamenfaser (Psyllium), Haferfaser und Guar am effektivsten ist.

Pektin selbst ist beständig gegenüber den Verdauungsvorgängen im menschlichen Körper, wird jedoch von den Bakterien Aerobacillus, Lactobacillus, Micrococcus und Enterococcus im Darm fast vollständig abgebaut. Die Bakterien bilden Enzyme, die Pektin in kurzkettige Fettsäuren (Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure) sowie Kohlendioxid abbauen. Die Abbauprodukte werden vom menschlichen Körper aufgenommen, so dass das Pektin nur gering abführend wirkt und das Wachstum der Bakterien in der Darmflora anregt.

Ein zusätzlicher positiver Effekt ist die Abnahme der gefährlichen Low Density Lipoproteine (LDL), denen nachgesagt wird, dass sie das Cholesterin in die Arterien transportieren und damit für Arteriosklerose verantwortlich sind. Kombiniert war dieser Effekt mit einem leichten Anstieg der günstigen High Density Lipoproteine, die das Cholesterin aus den Arterien ausschleusen. Zusammen reduzierte dies das LDL/HDL-Verhältnis, was angestrebt wird, um hohe Cholesterinspiegel zu therapieren.

Gewichtsreduktion

Zur Gewichtsreduktion durch den löslichen Ballaststoff Pektin führen mehrere Mechanismen.
Im Gegensatz zu neutralen Polysacchariden können Pektine ein Gel oder gelartige Strukturen in den Verdauungsorganen bilden. Die Gelbildung erschwert die Bildung von Enzym-Substrat-Komplexen und damit den Abbau der Nahrungsbestandteile in die resorbierbaren Substanzen. Die Lebensmittelkomponenten wie Zucker, Fette, Säuren oder Cholesterin werden gebunden, wodurch die Aufnahme reduziert bzw. verzögert wird.

Die Dünndarm-Mucosa ist mit einer Flüssigkeitsschicht bedeckt, deren Dicke durch Pektine erhöht wird (Flourie et al. 1984). Auf diese Art wird der Kontakt zwischen den Dünndarm-Verdauungsenzymen und den Nahrungsbestandteilen reduziert, was sich in einer niedrigeren Konzentration resorbierbarer Substanzen bemerkbar macht.

Die quellenden, löslichen Ballaststoffe verlangsamen die Entleerung des Magens. Aber auch die Verweilzeit im Dünndarm wird verlängert durch die erhöhte Viskosität der Verdauungsflüssigkeit durch Pektine. Auf diese Weise wird das Gefühl der Sättigung verlängert.

Durch Pektine wird die Aktivität der Pankreas-Enzyme reduziert. Nach Isaksson (1982) und Dutta (1985) wird die Amylaseaktivität um 10-40 %, die Lipaseaktivität um 40-80 % und die Trypsinaktivität um 15-80 % reduziert. Ein anderer Grund für die reduzierte Enzymaktivität beruht auf der Bindung der Enzyme an die Hydrokolloide selbst.

Diese Effekte sind gemeinsam für die Gewichtsreduktion verantwortlich, indem sie das Gefühl der Sättigung verlängern, den Abbau der Nahrungsbestandteile in resorbierbare Substanzen und die Resorption selbst verringern.

Bindung und Ausscheidung von Schwermetallen und deren Radionukliden

Eine spezielle Eigenschaft der Pektine ist ihre Fähigkeit, Schwermetalle über einen Komplexbildungsmechanismus zu binden. Dies ist möglich, da Pektine negativ geladene Polyelektrolyte sind, die positiv geladene Schwermetallionen binden können. Die Bindungsaffinität ist sehr hoch für Blei, gefolgt von Barium, Cadmium und Strontium und nimmt ab zu den Erdalkali- und Alkali-Ionen. Die Schwermetalle, werden mit dem Urin ausgeschieden.

 

Literatur:
- Behall, K., Reiser, S. (1986), "Effects of Pectin on Human Metabolism"; Chemistry and Function of Pectins (248-265), Eds. M. L. Fishman, J. J. Jen, ACS Symposium Series; American Chemical Society, Washington D.C., 1986
- Cerda, J.J., Robbins FL, Burgin CW, Baumgartner TG, Rice RW (1988), "The effects of grapefruit pectin on patients at risk for coronary heart disease without altering diet or lifestyle";Clin. Cardiol, Heft 11 (589-594)
- Dutta, S., Hlasko, J. (1985), "Dietary fiber in pancreatic disease: effect of high fiber on fat malabsorption in pancreatic insuffiency and in vitro study on the interaction of dietary fiber and pancreatic enzymes"; Am. J. Clin. Nutr. 41 (517-525)
- Endress, H.-U. (1991), "Nonfood Uses of Pectin"; The Chemistry and Technology of Pectin (251-268), Academic Press, Inc.; Ed. R.H. Walter
- Flourie, B., Vidon, N., Florent, C., Bernier, J.J. (1984), "Effect of pectin on jejunal glucose absorption and unstirred water layer thickness in normal man"; Gut 25 (936-941)
- Isaksson, G. (1982), "In vitro inhibition of pancreatic enzyme activities by dietary fiber"; Digestion 24 (54-59)
- Schuderer, U., (1986), "Wirkung von Apfelpektin auf die Cholesterin- und Lipoproteinkonzentration bei Hypercholesterinämie"; Doktorarbeit, Univ. Gießen
- Schuderer, U., (1989 a), "Stoffwechselwirkungen von Pektin in Form von Apfelpektin-Extrakt bei Probanden mit Hypercholesterinämie"; Forschungs- und Entwicklungsprojekt Teil I, unveröffentlicht
- Schuderer, U., (1989 b), "Wirkung von Pektin -in Form von Apfelpektin-Extrakt- auf die postprandiale Serumglucose- und Seruminsulinkonzentration bei Probanden mit Diabetes mellitus Typ II"; Forschungs- und Entwicklungsprojekt Teil II

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

Schlagzeilen

Monika Prinz übergibt Spende der Fa. Fairvital an die Knochenmarkspenderzentrale

Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 12.000 Menschen an Leukämie oder anderen bösartigen Blutkrankheiten. Einige der Erkrankten können durch Medikamente geheilt werden, aber häufig kann nur eine Übertragung gesunder Blutstammzellen helfen. Diese Blutstammzelltransplantation ist dann für viele Kinder und Erwachsene die einzige Hoffnung auf Heilung.



Um möglichst vielen dieser Patienten zu helfen, sucht die Knochenmarkspenderzentrale an der Universität Düsseldorf seit fast dreißig Jahren freiwillige Stammzellspender, so 2015 u.a. für Monika Prinz, die die Diagnose Blutkrebs erhalten hatte und dringend einen passenden Spender brauchte. Die Wahrscheinlichkeit, seinen genetischen Zwilling zu finden, ist wie ein Sechser im Lotto. Monika hatte dieses Glück!

Jetzt möchte sie anderen Menschen helfen! Auf ihre Initiative rief ihr ehemaliger Arbeitgeber, die Fa. Fairvital, nicht nur alle Kunden auf, sich als Spender registrieren zu lassen, sondern nutzte eine Rabatt-Aktion, um einen Teil der Erlöse an die Knochenmarkspenderzentrale zu spenden. So kam der stattliche Betrag von Euro 13.790,22 zusammen, den die Knochenmarkspenderzentrale nutzen wird, um die Gewebemerkmale vieler Neuspender zu typisieren. Und vielleicht ist einer dieser Neuspender einmal der passende Lebensretter für einen erkrankten Patienten!

Die Knochenmarkspenderzentrale Düsseldorf und das Universitätsklinikum Düsseldorf bedanken sich herzlich für die Spende.
Monika Prinz und die Firma Fairvital danken allen, die mitgeholfen haben, diesen stattlichen Betrag zu erreichen.

Alle Informationen zur Aktion finden Sie auf https://www.fairvital.com/de/leben-retten

Für viele Menschen ist es etwas Selbstverständliches, gesund und vital zu sein. Anderen ist dieses Glück leider nicht vergönnt. Oder noch schlimmer: Sie haben beinahe keine Aussicht, leben zu dürfen.


Jährlich erkranken in Deutschland etwa 12.000 Menschen an Leukämie oder anderen bösartigen Bluterkrankungen. Sehr oft sind es Kinder, die betroffen sind. Einige der Erkrankten können durch Medikamente geheilt werden, doch häufig kann nur die Übertragung gesunder Blutstammzellen helfen. Diese Blutstammzelltransplantation ist für viele die einzige Hoffnung auf Heilung. Allerdings lässt sich nur für jeden zweiten bis dritten Patienten rechtzeitig ein passender Stammzellspender finden. Alle 20 Minuten wird eine Leukämie diagnostiziert, aber nur alle 60 Minuten wird transplantiert.

Um geeignete Spender zu finden, wird vor allem eines benötigt: Geld! Denn die Typisierung eines jeden potentiellen Spenders kostet ca. 50 €.
Um möglichst viele Leben retten zu können, unterstützt Europas größter Onlineshop für Vitalstoffe, Fairvital, gemeinsam mit seinen Kunden die Knochenmarkspenderzentrale der Universität Düsseldorf.

Mit der aktuellen 15%-Juni-Aktion können die Fairvital-Kunden wählen, ob sie 10% für die Knochenmarkspenderzentrale spenden oder den kompletten Rabatt selbst behalten möchten.
Das aktuelle Spendenergebnis wird in Echtzeit auf www.fairvital.com angezeigt.

Aufmerksam auf das sensible Thema Blutstammzelltransplantation wurde Fairvital durch das Schicksal der ehemalige Kundendienstmitarbeiterin Monika Prinz, deren eigenes Leben mit Hilfe der Knochenmarkspenderzentrale Düsseldorf gerettet werden konnte. Lesen Sie die ganze Geschichte auf https://www.fairvital.com/de/leben-retten.

Die Knochenmarkspenderzentrale der Universität Düsseldorf zählt über 200.000 aktive und freiwillige Spender und zählt zu den größten in Europa. Sie ist weltweit mit anderen Registern vernetzt. Erfahren Sie mehr auf www.kmsz.de.

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