Aphrodisiaka, natürlich

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  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Dienstag, 03. März 2009 07:35
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Wenn die schönste Nebensache der Welt keinen Spaß mehr macht.

Impotenz oder ein Nachlassen der Libido sind häufig Tabuthemen. Betroffen sind immer nur die Anderen. In der heutigen, von Stress und Hektik bestimmten Zeit, bleibt das sexuelle Verlangen leider immer häufiger auf der Strecke. Etwa jeder zweite Mann über 40 leidet zumindest zeitweise an klinisch relevanten Erektionsstörungen, also an Impotenz. Auch bei Frauen mangelt es an Lust. Schenkt man einer US-Studie glauben, hat jede dritte junge Frau keinen Spaß mehr am Sex.

Die Suche nach natürlichen Heilmitteln mit Lust steigernder Wirkung, ist so alt wie die Menschheit. Schon immer vertrauten die Menschen auf die Kraft der Pflanzen und bei den Naturvölkern hat sich bis heute daran kaum etwas geändert. Die Heilpflanzen der Liebe existieren wirklich.
Diese Liebeselixiere heißen Aphrodisiaka und sind nach der griechischen Liebesgöttin Aphrodite benannt. Die aus dem Meeresschaum entstandene Aphrodite, soll einen Gürtel getragen haben, der alle Liebeszauber enthielt und so wurden Pflanzen, die eine entsprechende Wirkung besitzen, ihrem mächtigen Zauber zu Ehren Aphrodisiaka genannt.
Viele Naturheilmittel helfen, den gesamten Organismus zu kräftigen, das Wohlbefinden zu fördern und zu erhalten. Sie steigern das sexuelle Empfinden und erhöhen die Liebesfähigkeit. Wichtig ist: Die Erwartungen an das Mittel müssen angemessen sein, denn eine harmonische Umgebung sollte genauso selbstverständlich wie eine ausgeglichene Beziehung mit dem Partner sein.

MACA (Lepidium meyenii): Die Wurzel dieser in den Anden beheimateten Pflanze wurde von den Inkas wegen ihrer aphrodisierenden und belebenden Eigenschaften geschätzt. In Südamerika wird Maca traditionell zur Förderung der männlichen Potenz und der weiblichen Fruchtbarkeit eingesetzt. Deshalb wird Maca auch die "Wurzel für Leben und Liebe" genannt.

Yohimbe: In der Rinde des westafrikanischen Yohimbe-Baumes sind Stoffe enthalten, die gefäßerweiternd wirken und die Durchblutung der Beckenorgane und die sexuelle Lust steigern. Der bedeutendste Inhaltsstoff ist das Alkaloid Yohimbin. In amerikanischen Studien konnte die Wirksamkeit bei der Behandlung der Erektilen Disfunktion gezeigt werden. Yohimbe wirkt Gefäßerweiternd und scheint unabhängig von der Ursache der Disfunktion zu helfen.

Yamswurzel (Dioscorea Extrakt) unterstützt die Hormontätigkeit mit pflanzlichem Diosgenin, das harmonisierend auf den weiblichen Hormonhaushalt wirkt.

Muira puama ("Potenzholz") ist berühmt für seine aphrodisischen Eigenschaften. Die Rinde dieses Baumes fördert das sexuelle Verlangen, kann den männlichen Testosteronspiegel erhöhen und dient zur Stärkung der Potenz.

Damiana: Schon die Maya nannten sie die Pflanze der Liebe. Ein traditionelles Aphrodisiakum, das bei Impotenz, Sterilität und mangelnder Libido verabreicht wird um die sexuelle Leistung anzuregen.

Gotu Kola: Eine der wichtigsten Tonika im Ayurveda, die traditionell als vitalisierendes und anregendes Stärkungsmittel angewendet wird.

Sägepalme (Serenoa serrulata): Die anregende Wirkung auf die Libido wurde schon von den nordamerikanischen Indianern geschätzt. Die Früchte können das Sexualsystem stärken und fördern die Durchblutung der Genitalien. Heute werden Extrakte aus den Früchten der Sägepalme auch bei Prostatabeschwerden angewendet.

Sibirischer Ginseng wird traditionell in den asiatischen Ländern als sexuelles Stärkungsmittel eingesetzt und kann das Sexualempfinden bei Männern und Frauen verbessern.

Ginkgo Biloba hat in zahlreichen Studien gezeigt, dass es die gesamte Durchblutung insbesondere die der Genitalien verbessert. Die Anwendung kann bei sexuellen Störungen hilfreich sein. In einer 1998 im Journal of Sex and Marital Therapy, University of California, San Francisco veröffentlichten Studie, bekamen 63 Patienten, die infolge der Einahme von Antidepressiva an sexuellen Störungen litten, Ginkgo. Die Heilpflanze konnte bei 91 % der Frauen und 76 % der Männer die sexuelle Störung beheben. Männer und Frauen berichteten von einem gesteigerten Lustgefühl.

Die Aminosäure Arginin spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Stickoxid. Stickoxid wiederum hat eine Kontrollfunktion bei der Erweiterung der Blutgefäße, die wiederum für eine Erektion und eine Verbesserung der sexuallen Funktion wichtig ist. In einer sechswöchigen amerikanischen Studie mit Männern die an Erektile Disfunktion leiden, wurde sechs Wochen 1670 mg Arginin verabreicht. Dabei zeigte sich eine Nahrungsergänzung mit Arginin gegen Erektile Disfunktion vor allem bei den Männern mit gestörtem Stickoxyd - Stoffwechsel als wirksam.

Chinesische Jujube (Ziziphus jujuba): Die Früchte sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Stärkungsmittel bekannt und werden heutzutage vor allem von amerikanischen Männern zur Verbesserung der sexuellen Funktion angewendet. Das Wirkprinzip beruht ähnlich wie bei Arginin (s.o.) auf eine verbesserte Freisetzung von Stickoxid.

 

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.