Arthro-Pulver - Gelenkvitamine

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  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 28. Juli 2012 15:47
  • Veröffentlicht: Montag, 10. August 2009 12:35
  • Geschrieben von med. Consultant
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Ursachen von Knorpelschäden sind häufig chronische Überbelastung, Übergewicht oder rheumatische Erkrankungen. Jeden Tag werden die Gelenke auf vielfältige Weise belastet. Bei jedem Schritt drückt beispielsweise das fünffache Körpergewicht auf das Kniegelenk, bei Sprüngen sogar noch mehr. Der Knorpelüberzug der Gelenke ist darauf ausgelegt, Belastungen zu abzufangen. Liegt jedoch eine Schädigung dieses Gelenküberzuges vor, äußert sich das in Form von Schmerzen, Schwellungen oder Gelenkergüssen aus, bis hin zur Arthrose.

Der Gelenkknorpel ist ein druckfestes Stützgewebe, welches die Gelenkflächen von Knochen überdeckt, die beweglich miteinander verbunden sind. Der Gelenkknorpel besteht aus Elastin- und Kollagenfasern und den Chondrozyten. Der im gesunden Kniegelenk vorkommende, so genannte hyaline Knorpel zeichnet sich durch eine hohe Druckfestigkeit und stoßdämpfende Eigenschaften aus. Er besteht aus einem zellarmen Gewebe, das nur zu etwa 1-3 % seines Volumens Knorpelzellen (Chondrozyten) enthält. Den Rest bilden außerhalb der Zellen befindliche Struktureiweiße wie z.B. Kollagen und Aggrekan sowie Wasser. Chondroitin saugt Wasser an, Glucosamin speichert Wasser im Knorpel. Wenn dieser belastet wird, wird aus ihm Wasser gepresst und man gleitet auf einem Wasserfilm, praktisch ohne Reibungsverluste.

Durch die Wechselbelastung der Gelenke wird der Prozess der Nährstoffaufnahme begünstigt, denn für jede Belastung muss Wasser angesaugt und im Knorpel gespeichert werden. Der Knorpel verdankt diese Fähigkeiten insbesondere Glucosamin und Chondroitin. Diese beiden Stoffe können besonders viel Wasser aufnehmen, was dem Knorpel seine Elastizität verleiht und erhält so dass er hohe Belastungen schadlos überstehen kann.
Glucosamin ist nicht nur wichtig für die Funktion der Gelenke, sondern unterstützt auch die natürlichen Reparaturmechanismen indem es knorpelabbauende Vorgänge hemmt und die Schmierfähigkeit der Gelenkflüssigkeit verbessert.

Chondroitin ist auch sehr wichtig für die Strukturerhaltung und die besonderen Eigenschaften des Knorpels des Bindegewebes, der Sehnen und der Haut.

Der Knorpel wird im Gegensatz zu vielen anderen Geweben des Körpers nicht durch Blutgefäße versorgt, sondern durch Diffusion. Nährstoffe aus dem Blut werden über die Gelenkschleimhaut in die Gelenkflüssigkeit abgegeben. Die Poren an der Knorpeloberfläche nehmen diese Nährstoffe schließlich auf. Dadurch ist ein Knorpelaufbau zwar etwas langwierig aber durchführbar! Vor allem in den großen Gelenken (Hüfte, Knie, Schulter) wurden mit der Supplementierung von Glucosamin und Chondroitin gute Erfolge erzielt.

Ein weiterer Bestandteil des Knorpels ist das Kollagen (Strukturprotein des Bindegewebes). Um einem übermäßigen Knorpelabbau entgegenzuwirken, müssen diese Eiweißbausteine ersetzt werden:
Im menschlichen Körper ist Kollagen mit über 30 % Anteil am Gesamtgewicht aller Eiweiße (Proteine) das verbreitetste Eiweiß. Es ist der organische Bestandteil von Knochen und Zähnen und der wesentliche Bestandteil von Sehnen, Bändern und Haut. Kollagenfasern besitzen eine enorme Zugfestigkeit und sind nicht dehnbar. Die Einnahme von hydrolisiertem Kollagen (Collagenhydrolysat) stärkt den Gelenkknorpel und verringert Gelenkschmerzen. So dokumentieren zwei Studien, die beim Jahreskongress der "European League Against Rheumatism" (EULAR) 2004 in Berlin vorgestellt worden sind, die regenerierende Wirkung von Collagen für die Gelenke. Mit den Studien ist sowohl die Verbesserung der Gelenkfunktion als auch die Stimulation des Knorpelstoffwechsels nachgewiesen. Sie bestätigen damit die Ergebnisse aus klinischen und experimentellen Beobachtungen der letzten Jahre.

Dr. Steffen Oesser, Leiter des Collagen Research Institute in Kiel, präsentierte 2004 auf dem OARSI – (OsteoArthritis Research Society International) Kongress in Chicago experimentelle Daten, die den Wirkmechanismus von Collagenhydrolysat demonstrieren. Oesser konnte im Zellexperiment nachweisen, dass die Supplementierung von Collagenhydrolysat eine stimulierende Rolle im Gelenkknorpelstoffwechsel spielt. Die Substanz regt die Bildung von Typ-II-Collagen im Gelenkknorpel um den synthetisieren nach einer Collagenhydrolysat -Behandlung erhöhte Mengen einer kompletten Knorpelmatrix, während die Proteaseaktivität unbeeinflusst bleibt. Bereits 1999 konnten Professor Seifert, Universität Kiel, und Oesser zeigen, dass komplette Peptide des Hydrolysats die Darmwand passieren und sich bevorzugt im Gelenkknorpel anreichern.

Calcium bildet hauptsächlich das Hartgewebe des Körpers. So sind 99% des im Körper befindlichen Calciums in den Knochen, und Zähnen. Das im Blut befindliche Kalzium spielt unter anderem bei der Wundheilung eine Rolle. Die empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene liegt je nach Gesundheitsbehörde zwischen 450 und 1000 mg. Voraussetzung dafür, dass Calcium in größeren Mengen vom Körper aufgenommen werden kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3.

Das Vitamin D spielt eine zentrale aber noch nicht völlig geklärte Rolle  bei der Resorption und dem Transport des Calciums.  Bei einem Vitamin D Mangel wird die Aufnahmefähigkeit für das Kalzium herabgesetzt, so dass es im schlimmsten Falle zu einer Endmineralisierung des Knochens führen kann.

Vitamin E unterstützt den eher langsamen Regenerierungsprozess des Knorpels über die Gelenkflüssigkeit und es hat eine antientzündliche Wirkung. Eine Knorpelabnutzung geht mit mikroentzündlichen Prozessen einher, so dass eine Unterstützung mit Vitamin E gegeben ist.