Brennnessel & Weihrauch - intelligente Kombination mit Yucca

  • Hauptkategorie: Wirkstoffe
  • Kategorie: Wirkstoffe A - C
  • Zuletzt aktualisiert: Freitag, 26. April 2013 08:58
  • Veröffentlicht: Freitag, 26. April 2013 08:58
  • Geschrieben von Lisa Oberländer
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Die früher eher als lästiges Unkraut bezeichnete Pflanze gehört inzwischen zu den am intensivsten untersuchten Heilpflanzen.

Bereits im Altertum wurde die Brennnessel aufgrund ihrer arzneilichen Wirkungen vor allem bei rheumatischen Beschwerden und wegen ihrer harntreibenden Eigenschaften geschätzt. Diese gesundheitsfördernden Effekte sind auf die zahlreichen Wirkstoffe zurückzuführen, zu denen folgende Substanzen zählen:
Chlorophyll, Gallus-, Gerb- und Ameisensäure, Acetylcholin, Serotonin, Histamin, Glukokinin, Kieselsäure, Vitamin A, B2, C, E sowie besonders viele Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Magnesium, Calcium, Natrium, Kalium, Eisen und Phosphor. Verwendet werden in erster Linie die Brennnesselblätter, deren Wirkstoffe durch alkoholische Extraktion sehr gut herausgelöst werden können. Im Gegensatz zur wässrigen Extraktion (Tee etc.) sind im alkoholischen Auszug wesentlich mehr Wirkstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.

  • Wirkungen bei Gicht
    Brennnesselextrakt regt die Harnstoff- bzw. Harnsäureausscheidung an. Er kann somit zu einer Verringerung der Beschwerden bei Gicht aufgrund der verminderten Harnsäurekonzentrationen in den Gelenken beitragen. Auch so genannte Stoffwechselprodukte, die der Körper nicht mehr benötigt, werden vermehrt ausgeschieden und die Nierenfunktion stimuliert. Daher wird die Brennnessel als harntreibendes Mittel zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß eingesetzt.
     
  • Wirkungen bei rheumatischen Erkrankungen, Arthritis (Gelenkentzündungen) und Arthrose (Gelenkverschleiß)
    Häufig werden Entzündungen, Schmerzen, Schwellungen und dadurch hervorgerufene Bewegungseinschränkungen bei Rheuma und Arthritis auf ein Ungleichgewicht an entzündlichen (inflammatorischen) Botenstoffen zurückgeführt, wobei vermehrt Zytokine gebildet werden und somit zu viele Entzündungsstoffe im Gewebe vorliegen.
    Brennnesselextrakte können, wie zahlreiche Studien inzwischen gezeigt haben, die Zytokin-Synthese hemmen und besitzen somit Zytokin–antagonistische Wirkungen. Hierbei scheint eine ganz bestimmte Verbindung (13-Hydroxy-Octadecatriensäure), die nur über die alkoholische Extraktion herauszulösen ist, besonders wirksam zu sein. Zusätzlich verbessern die ausschwemmenden Eigenschaften die Behandlungserfolge bei Rheuma und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates deutlich.
     
  • Weitere Wirkungen der Brennnessel
    Nicht nur bei Gelenkschmerzen und rheumatischen Beschwerden sondern auch bei Muskelschmerzen wird die Brennnessel häufig und erfolgreich zur unterstützenden Behandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist darüber hinaus die positive Wirkung der Brennnessel bei der gutartigen Prostatahyperplasie (BPH), wobei sie das Wachstum der Prostatazellen hemmt (Hemmung der 5-alpha-Reduktase). In der Volksheilkunde wird die Brennnessel zusätzlich zur Blutreinigung, bei Anämie, Haarausfall, Diabetes, Hautkrankheiten, zur Stoffwechselanregung, Demineralisierung und Stimulierung der Verdauungsdrüsen im Magen, in der Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle eingesetzt.

Viele Menschen denken bei dem Wort Weihrauch zuerst an katholische Priester und den Weihrauchkessel bzw. an die Heiligen Drei Könige, die neben Gold, Myrrhe auch Weihrauch als kostbare Geschenke mit sich führten.

Doch das Harz des Weihrauchbaums (Boswellia, Burseraceae) ist mehr als ein Spender von Wohlgeruch. Es zählt zu den ältesten bekannten Arzneimitteln überhaupt. Bereits die Ägypter nutzten vor Jahrtausenden den Weihrauch und auch in der antiken griechischen, römischen, arabischen, indischen und mittelalterlichen Medizin hatte Weihrauch seinen festen Stellenwert. Bekannt sind ca. 20 verschiedene Arten des Weihrauchbaumes

  • Wirkungen bei Entzündungen und Schmerzen
    Die Hauptwirkungen des Weihrauchs beruhen auf seinen starken entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften, die bei zahlreichen Beschwerden gezielt eingesetzt werden, wie bei rheumatischen Erkrankungen (Rheuma, Weichteilrheumatismus, Fibromyalgie, Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Divertikulitis), Hirntumoren, chronischem Asthma, Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis.
    Boswelliasäuren, die eigentlich wirksamen Bestandteile des Weihrauchs, ermöglichen diese positiven Wirkungen, die in zahlreichen klinischen Studien in Universitätskliniken (Bochum, Gießen, Tübingen etc.) untersucht wurden und deren starke entzündungshemmende Effekte bestätigt werden konnten. Insbesondere ein bestimmtes Enzym, die 5- Lipoxygenase, wird durch Weihrauch gehemmt, wodurch die Entstehung von Entzündungsstoffen (sog. Mediatoren: Prostaglandine, Leukotriene) deutlich verringert und einem Zusammenziehen der Bronchien bei Asthma entgegen gewirkt wird. Durch die genannten Mediatoren werden bei einer Vielzahl von Erkrankungen auch Schmerzen ausgelöst. Daher sind viele entzündungshemmende (antiphlogistische) Rheumamittel zugleich auch schmerzlindernde (analgetische) Substanzen. Dies gilt auch für Weihrauch, ohne allerdings die typischen Nebenwirkungen oder das Suchtpotential der üblichen Schmerzmittel aufzuweisen.

Yucca zählt zu den Wüstenpflanzen, die im Südwesten der Vereinigten Staaten heimisch ist.

Der botanische Name Yucca Schidigera, auch Mojave Yucca, Spanish Dagger, Yucca aloifolia genannt, ist bereits seit Jahrhunderten den Indianern als wertvolle Heilpflanze bekannt, um ein breites Spektrum von Krankheiten zu behandeln - im Speziellen: Arthritis, Arthrose, Rheuma, Muskel-, Sehnen- und Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme.

  • Wirkungen bei Erkrankungen des Bewegungsapparates: Arthritis, Arthrose, Rheuma
    Die Yucca-Pflanze besitzt ausgezeichnete entzündungshemmende Eigenschaften. Diese werden vor allem auf den hohen Gehalt an so genannten steroiden Saponinen (natürliche Glucoside) zurückgeführt, die wiederum natürliche Vorläufer des Kortisons sind. Kortison ist eines der am häufigsten eingesetzten Medikamente zur Bekämpfung bestimmter Leiden, basierend auf Entzündungen, wie sie bei Arthritis vorkommen. Allerdings führt die Einnahme dieser Saponine nicht zu den starken Nebenwirkungen wie bei Kortison. Andernfalls wäre die Yucca-Pflanze nicht von der Amerikanischen Nahrungs- und Arzneimittelkommission (FDI) als Nahrungspflanze eingestuft worden, sondern als Medikament.

    Im Gegensatz zu Kortison stärkt die Yucca-Pflanze die körpereigenen Abwehrkräfte bei Überbelastung und kann somit das Immunsystem schonen.
    Der zweite wichtige Wirkansatz gegen Gelenkbeschwerden besteht darin, dass man davon ausgeht, dass bestimmte Ablagerungen (auch Giftstoffe) sich in den Gelenken anreichern, die durch Stoffwechselprobleme entstehen, wie Harnsäureablagerungen bei Gicht, bei der metabolischen Azidose (gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht im Blut) etc. In diesem Zusammenhang kann Yucca den Abbau und den Abtransport dieser Substanzen fördern. Auch die Leber- und Nierenfunktion und damit die Funktion der Entgiftungsorgane wird durch diese Pflanze angeregt. Aufgrund dieser entzündungshemmenden und stoffwechselanregenden Wirkungen kann Yucca Schwellungen und Schmerzen, die durch Entzündungen entstehen können, effektiv lindern.

    Weitere Einsatzbereiche der Yucca-Pflanze sind: Eitrige Dickdarmentzündungen, Blähungen, Verdauungsprobleme, zu hoher Blutdruck (Hypertonie) und Verbesserung der Darmflora (Prebiotikum).

Auf sanfte und natürliche Weise helfen Brennnessel, Weihrauch und Yucca den Gelenken auf die Sprünge, ohne die Nebenwirkungen, die herkömmliche Rheumamittel aufweisen. Diese Heilpflanzen sind eine gute Ergänzung zur Schulmedizin und können dazu dienen, dass nebenwirkungsreiche Medikamente wie Kortison oder Rheumamittel reduziert oder gar ersetzt werden können. Wie bei den meisten natürlichen Wirkstoffen aus Pflanzen ist der Wirkungseintritt nicht von heute auf morgen zu erwarten. Der Verzehr sollte daher mindestens 4-6 Wochen dauern, bis Besserung eintritt: Die Natur braucht für kleine und große Wunder manchmal etwas länger.

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